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Touristikerfrühstück stand ganz im Zeichen der 1100-Jahr-Feier in 2029

Aus der Stadt
  • Erstellt: 15.04.2026 / 16:01 Uhr von rb
Zum bereits 22. Mal hatte der Tourismusverein Brandenburg an diesem Mittwoch zum Touristikerfrühstück eingeladen. Seit vielen Jahren findet das immer zu Saisonbeginn statt und das in den ehrwürdigen Mauern der St. Johanniskirche. In diesem Jahr ging es aber nicht darum, Bilanz zum letzten Jahr zu ziehen, sondern vielmehr sich der kommenden 1100-Jahr-Feier der Havelstadt im Jahr 2029 zu widmen. Hier stand zunächst die Frage beim Tourismusverein, wie man denn dieses Jubiläum einläuten könnte. So wunderte sich am Eingang manch Besucher, was denn die kleinen blauen Quietschentchen bedeuten, die man dort überreicht bekam.
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Der Vereinsvorsitzende André Eckhardt hatte dann auch schnell eine Erklärung parat, denn diese blaue Quietscheente soll symbolisch auf das Jahr 2029 zu schwimmen und dann letztendlich die 1100-Jahr-Feier einläuten. Damit nicht genug. Bereits im nächsten Jahr gibt es in der Havelstadt ein weiteres Jubiläum zu feiern.

„Unser Sohn, den jeder kennt auch weit über die Stadtgrenzen hinweg, ist natürlich der Fritze Bollmann. Der wird nächstes Jahr 175 Jahre alt“, berichtete André Eckhardt. Der Brandenburger Journalist Heiko Hesse hat sich bereits seit Langem mit dem Brandenburger Original befasst und ist Initiator und Organisation für dieses Jubiläum. Das unter dem Motto: „Eine Stadt entschuldigt sich bei seinem Original.“

Tenor seiner Rede zu den Gästen war, wie man bei den zahlreichen Veranstaltungen, unter anderem die sportlichen Großereignisse, die Brandenburger ihre Stadt selbst noch attraktiver machen können. Er rief die Geschäftsleute, aber auch jeden einzelnen Brandenburger auf, sich daran zu beteiligen, die Stadt einfach noch schöner zu machen, damit man hier auch die Touristen gebührlich empfangen könne.

Eine besonderes Ereignis findet bereits am 6. Juni statt. Zum ersten Mal findet an diesem Tag der Triathlon „HavelMan“ statt. Dafür haben sich bereits über 800 Sportler angemeldet berichtet Eckhardt. Das aus zehn Bundesländern. Es gebe bereits jetzt 500 Einbuchungen und es werden rund 3.000 Zuschauer zu diesem Event erwartet. Organisiert wird das Ganze vom Verein Havelsport Brandenburg. Ebenso finden auch in diesem Jahr wieder hochrangige Wettkämpfe auf der Regattastrecke am Beetzsee statt. Auch hier ist mit zahlreichen Gästen aus nah und fern zu rechnen, die man in der Stadt gebührend empfangen möchte.

Dem großen Jubiläum im Jahr 2029 widmete sich auch Oberbürgermeister Daniel Keip. „Wir feiern unsere Stadt alle gemeinsam und alle gemeinsam gestalten wir dieses Jubiläumsjahr. Unsere Stadt ist reich an Geschichte, an kulturellem und wirtschaftlichem Erbe, an Menschen und ihren Geschichten eben auch. Genau diese Vielfalt wollen wir zeigen und auch die Zukunft, für die wir stehen“, so das Stadtoberhaupt. Er verwies darauf, dass der Weg zum Jubiläumsjahr die Chance eröffne, wieder eine echte Strahlkraft für die Stadt, die Region und auch darüber hinaus zu entwickeln.

Eine kleine Bilanz zog im Nachhinein Thomas Krüger, Geschäftsführer der Stadtmarketing – und Tourismusgesellschaft (STG), auf Nachfrage. Insgesamt sei man mit der Entwicklung zufrieden. Nach 2019 und der Corona-Pandemie hätte man nicht daran geglaubt, die vorherigen Besucherzahlen zu erreichen. Das hat sich glücklicherweise anderes ergeben. „Die Zahlen sind nach Corona sogar noch deutlich besser geworden als vorher. Wir haben selbst die Zahlen übertroffen, die bei der Buga waren, wo 1 Million Gäste zur BUGA hier waren. Und das war wirklich oder ist einfach eine Erfolgsgeschichte für die Stadt“, so Thomas Krüger.

Er sieht aber auch, dass man gemeinsam die Kräfte bündeln und dass man noch enger zusammenrücken müsse. „Wir haben neue Situationen in der Konkurrenz. Auch dass der polnische Markt natürlich geöffnet ist, dass die Ostsee eine Konkurrenz ist. Aber wir hoffen auf der anderen Seite eben auch durch die unfriedliche Welt, dass eben mehr Deutsche auch wieder nicht ins Ausland reisen, sondern in Deutschland Urlaub machen. Und wo, wenn nicht in Brandenburg an der Havel“, so der Tourismusexperte.

Für das Jubiläumsjahr hat er sogar einen Wunsch. „Wenn ich mir ganz persönlich was wünschen darf, dann wäre das tatsächlich eine international renommierte Inszenierung unserer Geschichte an einem Ort. Das müssen wir aber natürlich alles besprechen, denn es kostet alles viel Geld. Aber ich kann mir vorstellen, dass wir damit mindestens sechsstellige neue Gäste anziehen. Dass Brandenburg an der Havel einfach ein Highlight wird“, so Krügers Wunsch.

Insbesondere lebt der Tourismus in der Havelstadt von Tagestouristen. So bemerke man sofort, wenn es bei der Regionalbahn RE1 Schienenersatzverkehr gibt. „Da brechen die Besucherzahlen sofort ein“, so Krüger. Zur Bettenkapazität in der Stadt zeigte er sich zufrieden. Das Angebot an Hotelbetten oder in Pensionen sei ausreichend, auch wenn man immer mehr haben könnte. Aber große Probleme sah er in der derzeit bestehenden Situation nicht. Insgesamt laufe es gut, aber man kann immer noch etwas verbessern, ließ er wissen.

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