Gleich im ersten Jahr des 1. Weltkrieges (1914-1918) starben mit Otto Steinhaus, Hermann Baum und Alexander zur Hose drei Männer aus Oberjünne. Doch es kamen bis 1918 keine Gefallenen hinzu. Besonders tragisch war der Tod von Otto Steinhaus. Ende August 1914 eingezogen, musste er seine schwangere Frau zurücklassen. Otto Steinhaus fiel bereits am 28. Oktober 1914. Sein Sohn wurde am 24. Dezember 1914 geboren. Er war somit etwas mehr als sechs Jahre alt, als am 17. April 1921 in Oberjünne das sandsteinerne Kriegerdenkmal eingeweiht wurde.
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Das gesamte Dorf war an jenem Sonntag auf den Beinen. Erschienen waren auch der Golzower Radfahrerverein, die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Vereins Golzow sowie der Kriegerverein aus dem benachbarten Caller. Der Golzower Pfarrer Theodor Louis Johannes La Roche hielt die Weihrede. Der Lehrer Franz Hönow hielt genauso eine Rede wie der Generalmajor Heino von Brösigke aus Cammer. Der Gemeindevertreter Friedrich Menz übernahm schließlich das Denkmal und versprach im Namen der Gemeinde, es in Ehren zu halten und zu pflegen.
Das Kriegerdenkmal wurde vom Steinmetzmeister Köhler aus Lehnin geschaffen. Ihm gelang „aus altem Material wirklich etwas Gutes zu schaffen“, schätzte der „Brandenburger Anzeiger“ am 22. April 1921 in seinem Bericht ein. „Sie opferten Zukunft und Jugendglück, Sie kehren nie wieder zur Heimat zurück. Sie gaben ihr alles, ihr Leben, ihr Blut, Sie gaben es hin mit heiligem Blut für uns!“ steht über den drei Namen. Und auf der Rückseite ist zu lesen: „Dem Gedächtnis der im Weltkriege gefallenen Helden gewidmet. Die Gemeinde Oberjünne.“
Nach 1945 wurde die Rückseite getilgt und die Fläche für die Erinnerung an die Toten des 2. Weltkrieges genutzt. „Zum Gedenken der Gefallenen und Vermißten im 2. Weltkrieg von 1939 – 1945“ ist zu lesen. Und es folgen zwölf Namen. Vor gut 20 Jahren wurde das Denkmal auf Vordermann gebracht, aber nichts verändert.