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18 Grabsteine erinnern in Weseram an die 18 Gefallenen des 1. Weltkrieges

Historisches
  • Erstellt: 02.05.2026 / 20:01 Uhr von Marcus Alert
18 Weseramer Männer starben im 1. Weltkrieg, wobei der Musketier E. Neuendorf den Krieg eigentlich schon überstanden hatte, aber schließlich am 25. Oktober 1919, also mehr als ein Jahr nach Einstellung der Kriegshandlungen, dann doch noch in einem Lazarett verstarb. Musketier Franz Golz fiel dagegen bereits am 22. Dezember 1914 am polnischen Fluss Bzura. Alle Namen sind auf einer hübschen hölzernen Tafel im Inneren der Weseramer Dorfkirche zu finden.
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Die Weseramer errichteten für die Gefallenen im Jahre 1920 direkt vor der Kirche nicht nur ein doch recht pompöses Kriegerdenkmal, sondern für jeden Gefallenen wurde auch noch ein Grabstein gesetzt. Die 18 Steine sind zwar alle noch erhalten, aber so stark verwittert, dass die Namen nicht mehr zu entziffern sind. Früher stand zwischen den Steinen eine Bank für die Trauernden.

Doch auch am Kriegerdenkmal selbst nagte der Zahn der Zeit. Im Jahre 2015 wurde das Denkmal schließlich mithilfe eines Krans demontiert, da die Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Bei den Arbeiten kam eine Flaschenpost zum Vorschein, die wohl bei der Grundsteinlegung mit eingemauert worden war. Allerdings waren die Schriftstücke stark angegriffen.

Das Weseramer Kriegerdenkmal bestand aus 17 Einzelteilen aus Granit wie dem Dach mit eisernem Kreuz, Sockel, Säulen und Stufen. „Alles wurde danach dank zahlreicher Spender wieder fachmännisch zusammengesetzt“, so die Vorsitzende des Fördervereins Dorfkirche Weseram, Carola Klingberg. Die ursprünglichen Inschriften wie „Im Weltkriege 1914 – 1918 starben auf dem Felde der Ehre aus der Gemeinde Weseram“ wurden dagegen nicht restauriert.

Auch die 18 Grabsteine wurden nicht angerührt, sodass die Namen weiterhin nicht erkennbar sind. Die können aber zumindest in den Sommermonaten nachvollzogen werden. Denn dann öffnet die Kirchengemeinde ihre Kirche. Man kommt zwar nicht in das Kirchenschiff hinein, doch durch eine Gittertür ist auch die Erinnerungstafel für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu erkennen.

Bilder

Das Weseramer Kriegerdenkmal kurz nach der Einweihung im Jahre 1920. Foto: Archiv Alert
Heute sieht das Kriegerdenkmal wieder recht ordentlich aus. Foto: Alert
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