In der Gleisbaumechanik Brandenburg/Havel GmbH in Kirchmöser standen heute von 12 bis 15 Uhr die meisten Maschinen still. Die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte die Mitarbeiter zu einem ersten dreistündigen Warnstreik aufgerufen. „Wir hatten jetzt drei Verhandlungsrunden mit dem Arbeitgeber. Haben da leider feststellen müssen, dass den von uns aufgestellten Forderungen nicht entgegengekommen wird. Wir haben den Arbeitgeber noch einmal schriftlich aufgefordert nachzubessern. Dies hat er nicht gemacht. Er hat uns zwar geantwortet, aber kein verbessertes Angebot vorgelegt. Aufgrund dessen haben wir die Verhandlung jetzt unterbrochen und heute unseren ersten Warnstreik“, informierte dazu Crispin Kallinger von der Potsdamer EVG-Geschäftsstelle.
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Im Kern geht es bei den Forderungen der Gewerkschaft um die Erhöhung der Monatstabellenentgelte um 250 Euro, den Beitritt zum Fonds soziale Sicherung, die Einführung des EVG-Wahlmoduls, die Erhöhung und Dynamisierung der Zulagen um 8 Prozent und die Erhöhung der Vergütung für Auszubildende um 125 Euro. „Der EVG-Wahlmodus bedeutet, dass man die Möglichkeit hat, entweder 3 Tage mehr Urlaub zu nehmen, 1,3 mehr Entgelt zu entnehmen oder 0,5 Stunden in der Woche weniger zu arbeiten“, so Kallinger weiter.
Der Warnstreik am Mittwoch war der erste in der aktuellen Tarifverhandlung. Zuvor gab es einen längeren Prozess, der etwa vor zwei Monaten anfing und in Laufe dessen hat man, immer versetzt, die drei Verhandlungsrunden durchgeführt. „Ein 4. Verhandlungstag ist bislang nicht terminiert. Da wir bislang kein verbessertes Angebot vorgelegt bekommen haben, gehen wir auch nicht weiter auf den Arbeitgeber zu. Der Arbeitgeber soll uns erst einmal ein Angebot machen. Sich einfach sinnlos zu treffen macht keinen Sinn, ist auch nicht zielführend. Der Warnstreik ist zu 100 Prozent ein Zeichen an den Arbeitgeber zu reagieren“, so der Gewerkschafter und Begleiter der Tarifverhandlungen.