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Schluss nach 15 Jahren: Finanzierung für kostenlosen Begleitservice der BAS endet / Umfrage!
Stadtgeschehen
Erstellt: 06.05.2026 / 13:01 Uhr von ant
15 Jahre war der Begleitservice der BAS GmbH unterwegs, um in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der VBBr zu Arzt-, Fach- und Therapieterminen, zu öffentlichen Einrichtungen, Ämtern, Besuchen bei Verwandten und Bekannten oder auch zum Friseur zu begleiten. Von der Wohnungstür zum Zielort und wieder zurück. Zum 28. Februar endete die Finanzierung durch die Stadt Brandenburg an der Havel. Der kostenlose Begleitservice wird nun eingestellt. Das teilte die BAS jetzt auf Meetingpoint-Nachfrage mit.
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Für viele Nutzer bedeutete der Begleitservice weit mehr als praktische Hilfe. Er war eine verlässliche Konstante in ihrem Alltag, ein Zeichen der Wertschätzung und der gesellschaftlichen Teilhabe. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch Personen mit körperlichen oder seelischen Einschränkungen profitierten in besonderem Maße von dem Angebot. Für sie war es häufig der einzige regelmäßige soziale Kontakt in ihrem Umfeld.
Die Stellen der Wegbegleiter waren geförderte Beschäftigungsverhältnisse für Menschen, die aus der Langzeitarbeitslosigkeit kamen.
Die kostenfreie Hotline zur Koordination dieser Begleitungen wird Ende Mai abgestellt. Bis dahin will das BAS-Team sich gern noch telefonisch verabschieden. Die Kundenkartei umfasste über den gesamten Zeitraum 800 Kontakte. Geschäftsführer Mario Razny sagt dazu: "Ihr positives Feedback, ihre Offenheit und ihre Dankbarkeit haben uns täglich bestätigt, dass dieser Service gebraucht wurde. Gerne haben wir sie in ihrem Alltag ein Stück begleitet und unterstützt. Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die langjährige Treue."
"Auch möchten wir uns bei unseren Partnern und Unterstützenden, beim Geschäftsbereich 05 Jugend, Soziales, Gesundheit, Bildung und Sport der Stadt Brandenburg an der Havel, dem Jobcenter Brandenburg an der Havel, den Verkehrsbetrieben Brandenburg an der Havel GmbH und dem Beirat für Menschen mit Behinderung, bedanken", so Mario Razny abschließend.
Meetingpoint-Leserin Andrea Fersing nimmt diese Nachrichten mit Bestürzung auf: "Die geplante Abschaffung des Begleitservices der BAS für mobilitätseingeschränkte Personen aufgrund fehlender städtischer Förderung gibt Anlass zu großer Sorge. Bei diesem Angebot handelt es sich nicht um eine freiwillige Zusatzleistung, sondern um eine wesentliche Unterstützung für Menschen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind. Ein Wegfall dieses Angebots hätte gravierende Folgen: soziale Isolation, zunehmende Abhängigkeit und eine spürbare Verschlechterung der Lebensqualität der Betroffenen wären absehbar. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es besonders unverständlich, dass gerade in diesem sensiblen Bereich Einsparungen vorgenommen werden", schreibt sie dazu.
Andrea Fersing weiter: "Die Sicherstellung von Teilhabe und Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Menschen sollte zu den zentralen Aufgaben einer Kommune gehören. Es ist daher dringend erforderlich, alternative Finanzierungswege zu prüfen und gemeinsam mit Trägern nach Lösungen zu suchen, um den Fortbestand eines solchen Angebots zu gewährleisten. Die Verantwortlichen sind aufgefordert, diese Entscheidung zu überdenken und ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden."
Wie bewertet ihr das Aus des Begleitservices? Jetzt abstimmen bei unserer Frage der Woche!
Bilder
(c) BAS Brandenburg an der Havel
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