In zwei Jahren kann das Hotel "Villa Lindenhof" bereits sein 100-jähriges Bestehen feiern. 1928 hatte Max Rühle die Bäckerei und Konditorei in der Chausseestraße 21 in ein Hotel umgewandelt. Zuvor betrieb Bäckermeister Carl Tetzlaff, ab 1901, dort eine Bäckerei und Konditorei sowie eine Kaffeestube, in der auch sein Gebäck und seine Torten angeboten wurden.
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1918 verpachtete er das Anwesen an Max Rühle, der es 1922 schließlich kaufte und als "Café Rühle" betrieb. Nach einem Umbau eröffnete er schließlich ein Hotel. Die Bäckerei blieb jedoch weiter bestehen. 1938 wurde wieder gebaut. Die Bäckerei verschwand und an ihrer Stelle entstand eine Gaststätte. Weitere gut 40 Jahre blieben Gaststätte und Hotel in Familienhand.
Im Jahre 1977 verkaufte Max Rühle das Anwesen an den Gastwirt Joachim Schirmacher. Der betrieb nun die Gaststätte "Zur Linde". 1985 übernahm Wolfgang Kryszon die Immobilie, die er fortan als "Lindenhof" führte. Vier Jahre später nahm er den Umbau des gesamten Hauses in Angriff. Im Obergeschoss entstanden zehn moderne Doppel- und sechs Einzelzimmer. Die Gaststätte im Erdgeschoss verfügte über 36 Plätze. Hinzu kam ein Biergarten. Im Mai 1998 kam wegen der hohen Zinsbelastung für den 2,4 Millionen Mark teuren Umbau das Aus.
Nach zweijährigem Leerstand pachtete im Oktober 2000 Daniela Müller für ein Jahr das Haus. Dieses blieb aber im Besitz der Sparkasse. Im November 2001 übernahm Dieter Reckziegel schließlich den "Lindenhof". Seit 2005 betreibt Evi Dalatzi das griechische Restaurant, den Biergarten und das Hotel, das über elf Doppel- und fünf Einzelzimmer verfügt.