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Morgen wird gefeiert: Moto Brandenburg ist seit 10 Jahren für die Biker da

Aus der Stadt
  • Erstellt: 05.06.2026 / 16:01 Uhr von rb
Morgen werden in der Bike-Werkstatt „Moto Brandenburg“ in der Spittastraße keine Motorräder repariert, sondern es wird gefeiert. Mit seinem Team, Kunden, Freunden und Neugierigen feiert Sascha Zellmann 10 Jahre des Bestehens seiner freien Motorradwerkstatt. Dazu lädt er herzlich ein. Der Jubiläumstag war bereits am Donnerstag, den 4. Juni - denn da fing gleich neben Pitstop alles für ihn an. Damals noch frisch mit seinem Meisterbrief in der Tasche allein im Betrieb, hat er heute mit Dennis Lau und Justin Wolf zwei Mitarbeiter und gute Freunde an seiner Seite.
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Moto Brandenburg ist eine typenoffene Werkstatt. „Das heißt, wir halten uns offen, welche Typen wir annehmen. Nur Fahrzeuge der Marke BMW und Ducati werden hier nicht repariert. Das hängt unter anderem mit den technischen Möglichkeiten zusammen. So muss man bei diesen Typen Vertragshändler sein, um die Daten zu haben, und das rechnet sich im Augenblick für mich nicht. Wo wir zuverlässige Daten kriegen, die nehmen und schrauben wir“, eläutert der 48-jährige Werkstatt-Chef.

Dazu gehören auch die alten DDR-Krads, ob MZ oder Simson-Moped, wo es machbar ist, wird repariert. Das Problem hier ist, je älter die Fahrzeuge werden, umso bescheidener wird es, Ersatzteile dafür zu bekommen. „Jetzt ist gerade auch ein großer Simson Hype und da haben wir uns darauf eingestellt. Früher habe ich noch die Reparatur von Quads im Programm gehabt, was ich aber inzwischen nicht mehr anbiete“, so Zellmann.

Der geborene Brandenburger wuchs in Potsdam auf und hat dort auch seine Lehre zum Zweiradmechaniker gemacht. „Durch die Liebe und die Hochzeit bin ich dann wieder zurückgekommen. Auch weil ich immer wieder bei meinen Großeltern in Fohrde war“, erinnert er sich. So hat er mit seiner Rückkehr 2002 nach Brandenburg bei einem Motorradfachhandel als freier und quasi Saisonarbeiter geschraubt. Das reichte ihm aber nicht. Er setzte sich noch einmal auf die Schulbank und machte über zweieinhalb Jahre seinen Meister im Handwerkerzentrum Götz.

„Ich wusste damals nicht, wo die Reise hingeht. Es hätte alles passieren können. Damals gab es ja noch viel mehr Motorradwerkstätten hier im Ort“, weiß Zellmann zu berichten. Als Schrauber in einer anderen Werkstatt sah er keine Optionen für die Zukunft und er stand davor, sich etwas anderes zu suchen. „Dann hab ich hier durch einen Kunden, der der Besitzer dieser Halle ist, die Option gehabt zu schauen, ob man zusammenkommt. Zu der Zeit war in der Halle noch eine Gabelstaplerwerkstatt drin und ich war bei denen zu Beginn noch Untermieter für die ersten zwei Jahre“, so Zellmann.

Das half ihm für die Startzeit sehr gut, da die den Hauptanteil der Miete die andere Firma trug. So konnte er sich erst mal ausprobieren und schauen, ob das mit der eigenen Werkstatt funktioniert. Im Mai ist dann Dennis Lau zu ihm gekommen. Kein Unbekannter für ihn, denn Sascha Zellman hat ihn früher selbst ausgebildet.

Seit März diesen Jahres ist Justin Wolf als Dritter mit im Team. Für Sascha Zellman ist es wichtig, dass er seine Werkstatt das gesamte Jahr über betreiben kann und so seine Mitarbeiter auch das ganze Jahr über einen Job haben. Nicht, wie er es aus seinen früheren Jahren erleben musste, das Motorradschrauber eine Art Saisonarbeiter waren und meistens im Winter zuhause bleiben mussten.

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