Dort, wo in knapp zwei Jahren bereits die neue Medizinische Schule im Brandenburg an der Havel stehen soll, neben dem Gesundheitszentrum, sind in den letzten Tagen nun endlich die Bauarbeiten gestartet. Mit einem Spezialgerät müssen rund um die künftige Baugrube für das Gebäude 87 Bohrpfähle 2,50 Meter tief in den Boden gebracht werden. "Zurzeit wird hier der Verbau eingebohrt, also das ist ein Berliner Verbau. Da werden Träger eingesetzt und später wird dann zwischen den Trägern ausgebohrt und dann wird die Baugrube ausgehoben. Dieser sogenannte Berliner Verbau soll die Baugrube gegenüber dem Umfeld absichern", erläuterte dazu der Bauleiter Axel Brune von der Köber-Plan GmbH.
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Dieser Verbau kommt später wieder heraus. Bereits nächste Woche soll dann auch schrittweise mit dem Aushub der Baugrube begonnen werden. Das geschieht zuerst in dem Bereich, wo die Sicherung mit den Pfählen bereits vorhanden ist. Der Aushub wird dann hinter dem Setzen der weiteren Pfähle hintergehen laufen. Bevor später die Bodenplatte für das neue Schulgebäude gegossen werden kann.
Am Donnerstag informierte sich Georg Riethmüller, Technik-Chef des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel, bei Axel Brune und dem Polier Ralph Winkel von der Perleberger Recycling GmbH über den Start der Sicherungsarbeiten. Die Recycling GmbH erledigt die aktuellen Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Firma PRB. Das Besondere ist, dass nicht der ganze Boden weiter nutzbar ist. "Gut die Hälfte des Aushubes muss leider auf eine Deponie gebracht werden, weil der Boden aus der Vergangenheit zu belastet ist und nicht mehr wiederverwendet werden kann", so Georg Riethmüller.
Bereits im Vorfeld zum Beginn der Bauarbeiten mussten etwa drei Monate lang umfangreiche Vorarbeiten durchgeführt werden, wie Georg Riethmüller berichtete. Es mussten am Rand des Baufeldes verschiedene Kabel, Medien verlegt werden, unter anderem Starkstromleitungen. Es mussten der Schaltkasten für die Ampelanlage in der Nähe umgesetzt und gleichzeitig von den Verkehrsbetrieben die Schmierstoffanlage für die Weiche der Gleisanlage verlegt werden. "Das waren alles zusätzliche Arbeiten, aber nun geht es endlich los", so Riethmüller, der mit dem Schulbau ein richtig großes Vorhaben stemmen muss.