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Ein neues Kapitel beginnt: Martin Scharlach übergibt Fruitylicious an Diana Seefeldt

Aus der Stadt
  • Erstellt: 05.06.2026 / 07:01 Uhr von Antonia Wünschmann
Seit der Gründung im Januar 2021 hat Fruitylicious die Arbeitswelt in Brandenburg an der Havel ein Stück gesünder gemacht: Rund 100 Tonnen Obst und Gemüse, verteilt auf etwa 22.000 Kisten, fanden ihren Weg in Unternehmen, Büros und Einrichtungen der Stadt. Nun beginnt ein neues Kapitel: Gründer und Geschäftsführer Martin Scharlach übergibt das Unternehmen zum 1. Juli an Diana Seefeldt.
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Für Martin Scharlach ist es kein leichter Schritt. „Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge“, sagt er rückblickend auf fünfeinhalb Jahre, in denen Fruitylicious für ihn „ein Stück weit ein Baby“ geworden ist. Die Entscheidung zur Übergabe fiel dennoch bewusst: Neben weiteren beruflichen Projekten fehlte zuletzt die Zeit, das Unternehmen in der gewünschten Intensität weiterzuentwickeln.

Dabei blickt Martin Scharlach auf eine erfolgreiche Aufbauphase zurück. Die Idee kam gemeinsam mit Geschäftspartner Tobias Hein: weg von ungesunden Büro-Snacks, hin zu frischen Alternativen. Erste Kunden gewannen sie über bestehende Netzwerke, etwa rund um die Marina Niederhavel. „Der Grundstein ist gelegt, das Unternehmen ist stabil – aber das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft“, sagte Martin Scharlach.

Mit Diana Seefeldt übernimmt eine gebürtige Brandenburgerin das Geschäft – und bringt nicht nur frischen Unternehmergeist, sondern auch eine besondere Lebensgeschichte mit. Nach dem Mauerfall zog sie nach Frankfurt am Main, wo sie mehr als drei Jahrzehnte lebte und beruflich im Projektmanagement tätig war. Doch das Heimweh blieb.

Vor drei Jahren zog sie konsequent die Reißleine: Job gekündigt, Wohnung aufgegeben, zurück in die Heimat. „Ich bin jetzt da, wo ich hin will“, sagt die 53-Jährige. Was noch fehlte: die Selbstständigkeit. Mit der Übernahme von Fruitylicious erfüllt sie sich nun genau diesen Wunsch.

Diana Seefeldt will das bestehende Konzept nicht nur fortführen, sondern gezielt weiterentwickeln. Ihr Fokus liegt auf persönlicher Kundenbindung und neuen Angeboten. Gleich zu Beginn plant sie, die Kunden persönlich zu besuchen. „Ich will wissen, was sie brauchen – und zeigen, dass sich etwas verändert hat.“

Auch das Sortiment soll wachsen: Denkbar sind Snackboxen, individuelle Bestellungen für Veranstaltungen oder ergänzende Lieferangebote wie Getränke. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Infrastruktur, Kontakte und Abläufe bleiben erhalten. Martin Scharlach wird den Übergang weiterhin begleiten und punktuell unterstützen.

Dass Fruitylicious mehr kann, zeigt bereits die Nachfrage: Lieferanfragen aus Potsdam oder Werder sowie der Wunsch nach häufigeren Lieferungen konnten bislang aus Kapazitätsgründen nicht bedient werden. Für Diana Seefeldt ist genau das die Chance.

„Ich wollte mich nicht aus dem Nichts heraus selbstständig machen“, sagt sie. Eine fundierte Marktanalyse habe gezeigt, dass sich das Geschäft weiter ausbauen lässt. „Die Zahlen stimmen – jetzt kommt die Umsetzung.“ Mit klarer Struktur, unternehmerischer Erfahrung und viel Motivation startet sie in ihre neue Rolle. Oder, wie sie selbst sagt: „Jetzt muss ich zeigen, was ich kann.“

Beim Bergfest vom 3. bis 5. Juli wird Fruitylicious als Sponsor auftreten und die Volleyballer des VCB auf dem Marienberg mit Obst versorgen. So positioniert sich das Unternehmen gleich zu Beginn der neuen Geschäftsführung ganz sichtbar am höchsten Punkt der Stadt.

Fruitylicious in Kürze:
Der Obst- und Gemüselieferdienst versorgt Unternehmen in Brandenburg, Rathenow und Umgebung flexibel und ohne Abozwang mit frischen Körben direkt ins Büro. Geliefert wird in der Regel montags in Brandenburg und dienstags in Rathenow, meist zwischen 6 und 13 Uhr, mit der Möglichkeit, Lieferwünsche individuell abzusprechen. Bestellt wird bequem über den Onlineshop oder per E-Mail, Firmenkunden erhalten eine Monatsrechnung per Überweisung. Die Körbe – gefüllt mit Klassikern, saisonalem und teilweise exotischem Obst – bleiben Eigentum von Fruitylicious und werden später abgeholt oder bei der nächsten Lieferung getauscht. Individuelle Angebote, regelmäßige Lieferungen und eine persönliche Beratung helfen dabei, den passenden Korb für jedes Unternehmen zu finden und qualitative Frische mit einem Lieferservice zu verbinden. Besonders praktisch: Die Kosten lassen sich steuerlich absetzen.

Mehr Infos: [www.fruitylicious-brandenburg.de].

Bilder

Martin Scharlach und Diana Seefeldt
Diana Seefeldt
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