„Sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen, kostet wenig Zeit. Für schwerkranke Menschen kann genau diese Entscheidung im richtigen Moment lebensrettend sein", sagt Dr. med. Matthias Bösel, Leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie und Transplantationsbeauftragter des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel.
Ein zentrales Problem bleibt die fehlende Dokumentation des persönlichen Willens. Liegt keine Entscheidung vor, müssen Angehörige häufig unter großer emotionaler Belastung stellvertretend entscheiden.
„Wer seinen Willen festhält, nimmt seinen Angehörigen in einer ohnehin belastenden Situation eine schwere Last und schafft Klarheit", so Bösel weiter. Er rät, die eigene Entscheidung schriftlich festzuhalten, etwa in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder im Organspende-Register.
Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ist freiwillig. Wichtig ist vor allem, dass die persönliche Haltung festgehalten und den Angehörigen bekannt ist.
Das UKB plant, das Thema Organspende künftig mit weiteren Informationsangeboten für Bürger und Patient zu begleiten.
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