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Das Stahlwerk war 1960 der größte Arbeitgeber in der Stadt

Historisches
  • Erstellt: 11.06.2026 / 20:01 Uhr von Marcus Alert
Auf fast 15.000 Mitarbeiter in den Brandenburger Betrieben kam der Tiefbau-Ingenieur Karl Loh, als er Ende der 1950er Jahre ein Gutachten über die Entwässerung der Stadt Brandenburg erstellte. Datiert ist es mit März 1960. Die Anzahl war wichtig, um die Schmutzwasserleitungen und auch das Klärwerk besser planen zu können. In dem Gutachten fehlen allerdings die Zahlen für die Kasernen in der Magdeburger Straße und in Hohenstücken. Die 1952 eingemeindeten Plaue und Kirchmöser wurden wegen der wohl fehlenden Zahlen damals überhaupt noch nicht berücksichtigt.
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Größter Betrieb war zu dieser Zeit das Stahl- und Walzwerk mit 5730 Beschäftigten. Zweitgrößter Arbeitgeber war der VEB Brandenburger Traktorenwerke mit 2950 Beschäftigten. Im Bereich Hauptbahnhof hatte die Deutsche Reichsbahn 1050 und die Kammgarnspinnerei in der Neuendorfer Straße 1000 Mitarbeiter. Dahinter folgten der VEB Stahlbau (612), der VEB Industriebau (600) und der VEB Feinjute- und Hanfspinnerei (600). Per Hand gestrichen sind die 575 Mitarbeiter der Volkswerft „Ernst Thälmann“, die zwei Jahre später geschlossen wurde.

Die Elisabethhütte in der heutigen Caasmannstraße hatte 305, Konsü in der Wredowstraße 315 und der VEB Schloss- und Metallwaren 282 Mitarbeiter. In der Liste sind weiterhin die Großwäscherei Hoffmann (104) in der Neuendorfer Straße, der VEB Schmierfette (110) an der Brielower Brücke, die Stärkefabrik in der Neuendorfer Straße (145), die Adler-Brauerei in der Bergstraße (62), die Molkerei-Genossenschaft in der Grünen Aue (70) und die Brandenburger Tuchfabrik (80) zu finden.

Auf 70 Beschäftigte kam die im Jahre 1925 gegründete und in der Hauptstraße angesiedelte Firma „Max Taetz Färberei und chemische Reinigung Kommanditgesellschaft in Brandenburg an der Havel“. Der VEB Gasversorgung hatte vor 1960 nur 115 Mitarbeiter. Mit der 1961 erfolgten Umsiedlung in die Friedrich-Engels-Straße stieg die Zahl auf 125. Dagegen fehlen in dem Gutachten die Angaben für die Städtischen Krankenanstalten, den Schlachthof, die Stadtverwaltung und die vielen kleineren Betriebe.

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Stahlwerk Schornsteine, Archiv Alert
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