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Auch in Saaringen hängt jetzt ein Lebensretter!

Aus der Stadt
  • Erstellt: 13.07.2026 / 08:01 Uhr von rb
Seit Sonntag hat nun auch der kleine Ort Saaringen, der zum Brandenburger Ortsteil Klein Kreutz gehört, einen öffentlich zugänglichen Defibrillator. Sein Standort ist gleich neben dem Eingang zur Dorfkirche. Dort hatte sich am Sonntagmorgen auch ein Großteil der Saaringer Einwohner eingefunden, um sich die Funktionsweise des Gerätes erklären zu lassen. Bezahlt wurde der etwa 1.800 Euro teure Defibrillator aus Mitteln der Ortsteilförderung der Stadt Brandenburg an der Havel. Die Einführung in die Funktionsweise des lebensrettenden Gerätes führte Torsten Messer vom DRK-Kreisverband Brandenburg an der Havel durch.
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Der sogenannte AED, das steht für Automatisierter Externer Defibrillator, liegt in einem Metallkasten der nicht nur über eine Kühlung bei hohen Außentemperaturen, sondern auch über eine Heizung für kalte Temperaturen verfügt. Zudem ist der Aufbewahrungskasten alarmgesichert. Er ist nicht verschlossen, damit er jederzeit und für Jedermann im Notfall zugänglich ist, aber alarmgesichert indem er bei Öffnung einen schrillen Ton erklingen lässt.

Das Besondere an diesem Defibrillator ist, dass er nicht nur mehrsprachig genutzt werden kann, sondern auch eine Kindertaste hat. Damit kann, auch wenn das extrem selten ist, Kindern bei einem Herzflimmern geholfen werden. Wie man das Gerät bedient wurde, nicht nur von Torsten Messer ausführlich erklärt, sondern auch das Gerät sagt dem Nutzer, was er wann und wie zu machen hat. Wichtig dabei ist, dass auf jeden Fall immer über den Notruf 112 der Rettungsdienst gerufen werden muss.

Sind die Klebelektroden nach Anweisung angebracht, erkennt der Defibrillator eigenständig, ob ein lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegt, und entscheidet, ob ein Schock notwendig ist. Dafür misst es den Herzrhythmus und warnt, falls der Patient nicht berührt werden darf. Dann löst es den Schock entweder vollautomatisch aus oder fordert den Helfer per Knopfdruck dazu auf. Im Anschluss gibt das Gerät den Takt für die Herzmassage vor und unterstützt den Helfer im 2-Minuten-Rhythmus, bis der Rettungsdienst eintrifft. Wichtig zu wissen: Der Benutzer kann nicht versehentlich den Elektroschock auslösen - es muss also keine Hemmschwelle geben, um den AED einzusetzen.

Für die Stationierung des Defibrillators haben sich mehrere Saaringer Einwohner stark gemacht und auch entsprechende Leistungen, wie das Erstellen eines Fundamentes oder die Installation nötiger Elektrik übernommen. Der Klein Kreutzer Ortsvorsteher Peter Brunk dankte den fleißigen Helfern für ihre Arbeit und spendete selbst 300 Euro, um damit das erste Jahr der Wartung zu finanzieren. Danach wird der Förderverein Saaringer Dorfkirche die finanziellen Mittel für die alljährliche Wartung aufbringen. Torsten Messer stellte sich aber gern als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung.

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