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Qualitätssiegel „Gewohnt gut“ für das „Quartier der Mitte“ der WBG

Aus der Stadt
  • Erstellt: 13.07.2026 / 14:01 Uhr von rb
Für die Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg eG, Brandenburg an der Havel (WBG) gab es heute einen guten Grund zu feiern, denn ihr wurde das Qualitätssiegel „Gewohnt gut“  vom BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. für ihr Projekt „Quartier der Mitte“ in der Friedrich-Grasow-Straße 49-55 verliehen. Für die WBG ist das bereits die zweite Auszeichnung mit diesem Qualitätssiegel. Bei der umfassenden Modernisierung eines unsanierten DDR-Plattenbaus im Stadtteil Hohenstücken wurden im Rahmen des Projektes „Quartier der Mitte“ im vierten Bauabschnitt vielfältige Grundrisse mit barrierearmen und barrierefreien Wohnangeboten geschaffen.
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Für die Verleihung hatte sich extra Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach angemeldet, der auch Schirmherr für das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ ist, das in der Regel sechsmal jährlich vom BBU vergeben wird. Er musste leider absagen, da die großen Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner im Spreewald ihn verständlicherweise dort forderten. Ebenso musste BBU-Vorständin Maren Kern absagen. Sie war aus gesundheitlichen Gründen verhindert, wurde aber von Kathrin Mölneck, BBU-Leiterin der Außenstelle Frankfurt Oder/Cottbus, vertreten.

„Mit dem Projekt im ‚Quartier der Mitte‘ zeigt die Wohnungsbaugenossenschaft exemplarisch, wie sich bestehende Bausubstanz zukunftsfähig weiterentwickeln lässt, mit modernen Grundrissen, vielfach barrierefrei, energieeffizient und mit einem klaren Blick auf die Wohnbedürfnisse vor Ort. Gerade die Verbindung von sozialem Wohnraum und einer Ausstattung auf der Höhe der Zeit macht dieses genossenschaftliche Vorhaben zu einem beispielhaften Beitrag für bezahlbares Wohnen im Bestand“, so Mölneck in Vertretung des BBU-Vorstandes.

Sie brachte auch eine Grußbotschaft des Ministers mit, der betonte, dass die umfangreiche Sanierung des Plattenbaus im „Quartier der Mitte“ vorbildlich für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Land Brandenburg sei. Das Projekt verbinde Klimaschutz, soziale Verantwortung und eine langfristige Quartiersperspektive. Zudem stehe es für einen effizienten Einsatz von öffentlichen Fördermitteln zur Sicherung von Belegungsbindungen.

Oberbürgermeister Daniel Keip lobte das Engagement der WBG und nannte es ein ganz wichtiges Zeichen, weil es in doppelter Hinsicht Veränderung zeige. Einmal die Zukunft der Platte in der heutigen Zeit und zum anderen die Frage des Zuzuges in die Stadt und auch in Wohngebiete wie Hohenstücken. Für Keip ist dieser Weg der Modernisierung der Platte auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit und er sieht die Stadt hier auch in der Pflicht, zu schauen, wie man das unterstützen kann.

Die WBG-Vorstände Christian Heublein und Matthias Osterburg freuen sich über die Auszeichnung. „Es ist eine besondere Anerkennung unserer Arbeit für Brandenburg an der Havel. Wir investieren seit vielen Jahren gezielt in den Bestand, um bezahlbaren, zeitgemäßen Wohnraum für unterschiedliche Lebenssituationen zu schaffen. Im ‘Quartier der Mitte’ erreichen wir unser Ziel, das Wohnumfeld aufzuwerten und die Attraktivität des Stadtteils Hohenstücken nachhaltig zu steigern“, so Matthias Osterburg.

Die WBG modernisierte 2024 im vierten Bauabschnitt des „Quartiers der Mitte“ einen Plattenbau des Typs IW74 PPotsdam SMp umfassend. Durch den Rückbau von Gebäuden und ganzen Straßenzügen ist eine prägnante Quartiersstruktur entstanden, die durch weitläufige Freiflächen sowie einladend gestaltete Wohnhöfe geprägt ist. Das Gebäude in der Friedrich-Grasow-Straße 49-55 liegt im Zentrum von Hohenstücken, das in den 1970er- und 80er-Jahre entstanden ist.

Nach dem Umbau verfügt das Haus über 35 Wohnungen mit modernen, angepassten Grundrissen, viele davon barrierearm oder barrierefrei. Die Angebote richten sich an Familien, Senioren und Singles mit Wohnberechtigungsschein, wobei es aber auch Wohnungen ohne Bindung gibt. Das ausgezeichnete Bauvorhaben ist Teil einer langfristig angelegten Quartiersentwicklung über den Zeitraum von 2016 bis 2030. Ziel ist es, durch diese und weitere Modernisierungen an Wohnqualität im Quartier zu gewinnen, ohne den Charakter als Zeugnis der DDR-Plattenbauweise zu verlieren.

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