Seit gestern steht für viele Menschen in Brandenburg an der Havel die Zeit ein wenig still. Die Nachricht vom Tod der Schauspielerin Michelle Schmidt hat Familie, Freunde, Weggefährten und Unterstützer tief getroffen. Die Stadt verliert mit ihr eine besondere Künstlerin und einen Menschen, der viele berührt hat. Michelle Schmidt ist am Sonntag, 12. Juli, um 12.45 Uhr verstorben.
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Noch im Februar 2025 hatte ein Spendenaufruf für die an Krebs erkrankte Schauspielerin große Wellen geschlagen. Ein Bild mit der Aufschrift „Rückenwind“ verbreitete sich in der Stadt – und blieb. Hunderte Menschen spendeten für ihre Therapie, tausende Euro kamen zusammen. Viele begleiteten sie in den vergangenen Monaten: mit Zeit, mit Gesprächen, mit Unterstützung im Alltag und mit Gesten der Nähe. Die Hoffnung auf ein Wunder war groß. „Michelle hat für viele von uns Wunder bewirkt“, hieß es damals.
Die vergangenen Monate waren geprägt von Höhen und Tiefen – für ihre Familie, ihre Freunde und alle, die sie begleitet haben. Zwischenzeitlich keimte immer wieder Hoffnung auf. Michelle wollte zurück ins Leben, zurück auf die Bühne. Ein Herzenswunsch war das Balkontheater. Nun steht fest: Dieser Wunsch wird sich nicht mehr erfüllen. Ihre Freundin und Schauspielkollegin Alexandra Wilke schrieb heute Morgen um kurz nach 9 Uhr in den sozialen Medien: "Es ist schwer zu begreifen, dass wir nie wieder gemeinsam lachen, spielen, singen und streiten werden. Ehrlich gesagt: Es ist einfach zum Kotzen. Liebe Michelle, wir werden dich unendlich vermissen und niemals vergessen. Ganz besonders dann nicht, wenn wir wieder Balkontheater spielen."
Wer Michelle Schmidt kannte, wird die Schauspielerin auch in den vielen anderen Rollen in Erinnerung behalten, die sie mit Leben gefüllt hat – etwa beim Heimwerts-Festival im Slawendorf, wo sie als „Oase“ verkleidet auftauchte: mit Schirm, Räucherstäbchen und allem, was zum Ankommen und Durchatmen gehörte. Und vielleicht bleibt auch ein Satz, den sie dort im September 2024 sagte: „Eines Tages gehe ich mit meiner Oase nach Hollywood.“
Ihr Freund und Schauspielkollege Steffan Drottleff schrieb vor wenigen Stunden auf Instagram: „Mensch Renate! Jetzt biste einfach vorjeloofen. Sei ma aber nich böse, wenn ick mir noch Zeit lasse. Jeder in seinem Tempo. Und wenn ick dann wieder bei dir bin, bin ick jerührt wie Appelmus. Ick lieb dir doch. Und dit is dit schöne daran. R.I.P. Michelle Schmidt.“