Ihr Traum war die Fußball-Bundesliga. Eines Tages wollte Melina Friedrich Profi bei Turbine Potsdam werden. Und die Brandenburgerin war auf einem guten Weg. Sie schaffte es nach der 8. Klasse auf die Sportschule von RB Leipzig. Doch schwere Verletzungen zwangen sie schließlich frühzeitig zum Karriereende. Seit Ende vorigen Jahres lebt die mittlerweile 26-Jährige wieder in der Havelstadt.
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Melina Friedrichs Geschichte startete beim BSRK 1883. Dort noch als Turnerin. Parallel dazu spielte sie Fußball bei Empor. 2010 kam der Wechsel zum BSC Süd 05. Hier fiel sie auf: Bei diversen Turnieren wurde sie zur besten Spielerin gekürt.
Ab April 2011 ging es dann einmal die Woche zum Stützpunkttraining bei Turbine Potsdam. Über die Kreis-, schaffte sie es auch in die Landesauswahl. 2014 stand der RB Leipzig auf dem Plan. Erst besuchte sie dort die Sportoberschule und später das Sportgymnasium.
„Ich war damals mittendrin beim Aufbau einer eigenen Frauenabteilung“, erinnert sich Melina Friedrich. Mit RB Leipzig spielte sie 2017/18 als Aufsteiger in der Regionalliga. „Mein Trainer und Mentor Ronny Förster hatte großen Anteil daran, dass ich es bis dorthin geschafft habe“, so die Havelstädterin.
Mit 19 Jahren dann das sehr frühe Aus. Melina Friedrichs begann daraufhin eine Physiotherapie-Ausbildung, arbeitet heute aber bei der Commerzbank. Vor kurzem wechselte sie von Leipzig nach Berlin. Für die Arbeit spielt das keine Rolle: Melina Friedrichs ist ausschließlich im Homeoffice tätig.
Vor einigen Wochen beendete sie ihre jahrelange Sportabstinenz und begann wieder zu joggen. Einen gewissen Anteil daran hat sicherlich auch ihr Lebenspartner Paar-Niklas Retzlaff, der bis 2018 Leistungsschwimmer in Rostock war. Beide starteten vor zwei Wochen beim Swim & Run des SV Wasserfreunde in Klein Kreutz. Er schwamm und sie lief. „Mittelfristig will ich einen Halbmarathon und langfristig einen Marathon laufen“, verrät Melina Friedrich.