Logo

Tagsüber darf nicht mehr gewässert werden

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.07.2026 / 17:01 Uhr von cg1
Die zunehmende Trockenheit führt nun wieder zu einem zeitweisen Bewässerungsverbot - heute hat die Stadt Brandenburg eine entsprechende Verfügung erlassen, damit sollen oberirdische Gewässer und das Grundwasser geschützt werden. Ähnliche Verbote gab es bereits in den Vorjahren. Die neuen Regeln gelten ab morgen und sind bis zum 31.8. befristet. "Hintergrund sind die anhaltende Trockenheit, unterdurchschnittliche Niederschläge – trotz vereinzelt üppiger Regengüsse – sowie überdurchschnittlich hohe Temperaturen und wiederkehrende Hitzeperioden, die zu einer erheblich erhöhten Verdunstung führen", heißt es zur Begründung aus dem Rathaus. 
Anzeige

Nun gilt:
Wasserentnahme aus Oberflächengewässern verboten
Ab Inkrafttreten der Allgemeinverfügung ist die Wasserentnahme aus allen oberirdischen Gewässern im Stadtgebiet im Rahmen des Eigentümer- und Anliegergebrauchs untersagt. Das betrifft insbesondere das Abpumpen oder Ableiten von Wasser aus Flüssen, Seen, Teichen und Gräben. Von diesem Verbot ausgenommen sind ausschließlich Wasserentnahmen mittels Saugwagen zur Bewässerung von Bäumen und Sträuchern auf öffentlichen Flächen.

Einschränkung bei der Bewässerung mit Grundwasser
Auch die Nutzung von Grundwasser wird eingeschränkt. Private Grün- und Gartenflächen dürfen nur noch in der Zeit von 18 Uhr bis 8 Uhr bewässert werden.
Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass tagsüber durch hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung große Mengen des Beregnungswassers ungenutzt verdunsten. Die Bewässerung in den Abend- und Nachtstunden ermöglicht eine effizientere Wassernutzung und trägt dazu bei, den Wasserverbrauch insgesamt zu reduzieren.

Oberbürgermeister Daniel Keip sagt dazu: „Die Stadt Brandenburg an der Havel bittet alle Bürgerinnen und Bürger um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Jeder eingesparte Liter trägt dazu bei, Gewässer und Grundwasser in der aktuellen Trockenperiode zu schützen.“

Das Sachgebiet Natur- und Wasserschutz bittet um den sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser:
- Angepasste Bewässerung, also spät abends oder früh morgens, möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Pflanzen möglichst nicht von oben bewässern, sondern gezielt am Wurzelballen.
- In regenreichen Perioden möglichst viel Regenwasser speichern und in regenarmen Zeiten zur Bewässerung nutzen. Dazu sollte vorausschauend die Installation von neuen Regentonnen oder Zisternen ins Auge gefasst werden.
- Nicht täglich bewässern – besser 1 bis 2x die Woche kräftig.
- Bedarfsgerecht bewässern.
- Prioritäten bei der Bewässerung setzen.

Bilder

Vorerst bleiben zur Bewässerung genutzte Wasserhähne tagsüber zu. Bewässert werden darf ab dem 14. Juli 2026 nur zwischen 18:00 und 08:00 Uhr. / Foto: Stadt Brandenburg
Dieser Artikel wurde bereits 20.523 mal aufgerufen.

Werbung