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Initiierte der DEFA-Film „Mohr und die Raben von London“ die Aufstellung des Karl-Marx-Denkmales?

Historisches
  • Erstellt: 03.08.2026 / 20:01 Uhr von Marcus Alert
Im Jahre 1946 wurde die Hohenzollernstraße in Karl-Marx-Straße umbenannt. 1969 setzte man noch einen drauf und enthüllte am 6. September einen auf einem Sockel stehenden schlichten Findling mit der Büste des berühmten Philosophen nebst Namenszug und Lebensdaten. Die Bürger des Wohnbezirks 35 der Nationalen Front sollen seinerzeit die Aufstellung initiiert haben. Weiterhin ist überliefert, dass Offiziere der Garnision der Sowjetunion das Vorhaben unterstützt haben.
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Das ist insofern wahrscheinlich, als dass direkt hinter dem Denkmal die Wohnsiedlung für die sowjetischen Familien begann. Aufgestellt wurde das Denkmal wohl vom Brandenburger Betriebsteil des Tiefbaukombinats. Nicht überliefert ist dagegen, wer die Büste geschaffen hat. Anzunehmen ist, dass sie im VEB Kunstguss Lauchhammer gegossen wurde.

Karl Marx lebte von 1818 bis 1883. Die Aufstellung folgte also keinem Jahrestag. Auch der 20. Jahrestag der DDR wurde erst einen Monat später gefeiert. Vielleicht wurde das Denkmal durch die Dreharbeiten für den Film „Mohr und die Raben von London“ angeregt. Die DEFA drehte damals wohl auch im Außenbereich der damaligen Kammgarnspinnerei in der Neuendorfer Straße.

Übrigens gab es damals auch Filmszenen zwischen Deetz und Götz. Regie führte Helmut Dzuiba. Der Film kam am 22. März 1969 in die Kinos. Das könnte der Auslöser für die Aufstellung des Karl-Marx-Denkmales gewesen sein. Das steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Die Linken kümmern sich regelmäßig um die kleine Grünfläche.

Bilder

Der heutige Karl-Marx-Gedenkstein in der Karl-Marx-Straße. / Foto: Alert
Im Jahre 1991 sah der Gedenkstein nicht viel anders aus. / Foto: Alert
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