Warum hat Brandenburg an der Havel derzeit keinen Naturschutzbeirat? Laut Statement der Freien Wähler sei die Stadtverwaltung verantwortlich, weil sie ein Versprechen von 2020 nicht eingehalten und die Fraktionen in der SVV vor der Abstimmung nicht ausreichend einbezogen habe. Als Bürgerin dieser Stadt frage ich mich, ob und wie die sich darüber beklagenden Fraktionen im Vorfeld der Abstimmung denn selbst Verantwortung übernommen und versucht haben, auch unaufgefordert auf eine Einigung hinzuwirken.
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In einer Stadt von der Größe Brandenburgs sollte das in direkter Kommunikation mit den Beteiligten doch möglich sein? Statt dessen die Abstimmung abzuwarten, dann dagegen zu stimmen und damit die turnusmäßige Einberufung des neuen Beirats zu verzögern, mag Aufmerksamkeit erzeugen, wirkt angesichts der Funktion der Beiräte, in denen sich fachkundige Bürger und Bürgerinnen (wohlgemerkt im Ehrenamt) in der Stadtpolitik engagieren, allerdings einigermaßen kindisch.
Naiv klingt auch die Forderung nach Interessenausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie durch den Naturschutzbeirat. Wäre das denn überhaupt dessen Aufgabe? Abgesehen davon wird jede Vernachlässigung der Ökologie früher oder später die ökonomischen Kosten für alle enorm in die Höhe treiben. Das kann man wissen, wenn man gut informiert ist. Aber sei‘s drum.
Zunächst wünsche ich mir für die Stadtpolitik einfach nur einen verantwortungsvollen, kooperativen Umgang miteinander. Scharmützel wie das um den Naturschutzbeirat nützen nur denjenigen, die den Verdruss über demokratische Prozesse für ihre antidemokratischen Zwecke missbrauchen wollen. Den Bürgern und Bürgerinnen unserer Stadt nutzen sie jedenfalls nichts.
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