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Schauspiel: "Fabian - Die Geschichte eines Moralisten"

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Theater

Erstellt: 20.01.2018 / 10:31 von mm

Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner. Berlin, 1930. Dr. Jakob Fabian hat Germanistik studiert und muss sich dennoch mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Aktuell ist er Werbetexter und streift ansonsten gemeinsam mit seinem Freund Labude durch das atemlose Nachtleben im Berlin zur Zeit der Weltwirtschaftskrise.

In Kneipen, Ateliers und Bordellen trifft er Arbeitslose, Glückssucher und Lebenskünstler und beobachtet den Tanz auf dem Vulkan einer zu Grunde gehenden Gesellschaft. Während Fabian vergeblich nach dem Sinn des Lebens sucht, arbeitet Labude an seiner akademischen Laufbahn, mischt sich in die politischen Auseinandersetzungen ein und glaubt fest daran, dass der Menschheit doch noch zu helfen sei.
Einen kurzen Moment des Glücks erlebt Fabian, als Cornelia in sein Leben tritt und er sich Hals über Kopf in sie verliebt. Doch bald darauf holt ihn die grausame Realität ein: Cornelia verlässt ihn, um eine lukrativere Verbindung einzugehen, er wird arbeitslos und Freund Labude begeht Selbstmord. Fabian verliert jeden Halt, während die Gesellschaft weiter ihrem Untergang entgegentaumelt.

Erich Kästners Roman ist eine provokante Großstadtsatire und eine brillante, erschreckend aktuelle Gesellschaftsanalyse zugleich. Wie der Autor 20 Jahre später schrieb, sollte der Roman „vor dem Abgrund warnen, dem sich Deutschland näherte und (...) mit allen Mitteln in letzter Minute Gehör und Besinnung erzwingen.“

„Wer auf schrägem Untergrund versucht gerade zu stehen, scheint für alle, die an ihm vorbeirutschen, gegen den Strom zu schwimmen; dabei versucht er vielleicht nur aufrecht zu sein!“ (Regisseur Andreas Hueck)

Eckdaten:
- Dienstag, 27. Februar 2018 um 19.30 Uhr
- Großes Haus
- Eintrittspreise: 17,- € / erm. 13,- €
- Kartentelefon 03381 - 511 111 bzw. [www.brandenburgertheater.de]

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Bilder


  • Foto: Kerstin Jana Kater

  • Foto: Veranstalter

  • Foto: Veranstalter


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