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Föster: "Schattenspiele in Hohenstücken"

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Politik

Erstellt: 19.03.2018 / 09:02 von Stadtpolitik

Alfredo Förster (SPD) erklärt: "´Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt´, schrieb einmal die berühmte, polnische Physikerin Marie Curie. 3 Tage - vom 15. bis 17. März - dauerte das Stadtteilforum im Bürgerhaus Hohenstücken. Vor Ort anzutreffen bzw. ausreichend vorhanden waren aussagefähige Karten und Pläne zu den neu geplanten Stadtumbaumaßnahmen im Kiez sowie ebenso kompetente wie höfliche Gesprächspartner."

Weiter heißt es: " So weit – so (sehr) gut! Angenommen wurde das Forum vor allem von langjährigen Mietern und alteingesessenen, überwiegend zufriedenen Einwohnern dieses Stadtteils sowie von Bürgerinnen und Bürgern, deren Mietwohnungen nun auf den neuen Abrissplänen der Wohnungsgesellschaften zu finden sind, erzählte mir Stefan Falk, der Chef des städtischen Wohnungsunternehmens WOBRA.

Nicht gekommen sind die jungen Einwohner Hohenstückens, auch nicht die in diesem Stadtteil deutlich überproportional anzutreffenden Bewohner sogenannter Hartz- IV-Haushalte und ebenso nicht die Einwohner mit nichtdeutschem Pass. Letztere haben in Hohenstücken immerhin bereits einen Bevölkerungsanteil von mehr als 13% erreicht. (Zum Vgl.: im fast 3x größerem Stadtteil Neustadt leben nur 3% Ausländer, am Dom, in Plaue oder Kirchmöser sind es nicht einmal 1%).

Will man diese Bevölkerungsschichten erreichen, sie am künftigen Umbau beteiligen oder mit ihnen im Dialog treten, müssen andere Wege beschritten werden.

Das alte/neue Leitbild für Hohenstücken hat den schönen Titel: „StadtParkLandschaft“. Unter diesem Motto und dem auf dem Forum oft anzutreffendem Wort „Stadtumbau“ wurde recht prosaisch die eigentliche Funktion dieser Plattform umschrieben: Die Menschen vor Ort sollen/müssen sich auf eine erneute Abrisswelle im Stadtviertel einstellen.

2415 Wohnungen wurden in den letzten Jahren in Hohenstücken bereits abgerissen, liest man an einer der ausgestellten Tafeln. Ebenso vom Rückbau zweier Schulen und technischer Infrastruktur ist dort die Rede und von den Millionen-Investitionen vergangener Jahre. Einige tausend Wohnungen, die sich einstmals noch im städtischen Besitz befanden und in den letzten Jahrzehnten an private Unternehmen weitergereicht wurden, fehlen in der Bilanz. In nicht allzu ferner Zukunft wird z.B. die TAG in Hohenstücken 3mal mehr Wohnungen vermarkten als die stadteigene WOBRA. Deshalb bleibt es spannend, ob überhaupt und wenn ja, mit welchen Ideen dieses Unternehmen sich gemeinsam mit den anderen Akteuren auf dem Hohenstücker Wohnungsmarkt am Umbau oder dem weiteren Abriss des Stadtteiles beteiligen werden.

Bekannt ist, dass über 1000 weitere Wohnungen, der überwiegende Teil stammt aus dem WOBRA-Bestand, in den nächsten Jahren der Abrissbirne geopfert werden sollen. Auf dem Forum erfuhr man es, wenn man es wollte punktgenau. Das reduziere den Leerstand in Hohenstücken und stabilisiere die Mieten, hießt es dazu.

Dennoch heißt die gute Nachricht: Hohenstücken – einst für über 20 000 Einwohner konzipiert - soll für 6-8000 Bewohner erhalten bleiben. Darin sind sich alle Planer einig. Von Stabilisierung ist oft die Rede, dies sei die große Konstante.

Die Anstriche unter einem Strategie-Poster zum Leitbild „WohnParkLandschaft“ sprechen dennoch eine nüchterne, schattenreiche Sprache:
- Weitere Reduzierung des Wohnungsbestandes
- Konsolidierung des Wohnungsmarktes durch Rückbau
- Rückbau in den Hohenstücker Quartieren Nord, Ost und West
- Bestandsreduzierung in der R.-Luxemburg –Allee West
Und wie es danach weitergehen könnte, verbirgt sich unter dem schnöden Terminus „Langfristoptionen“:
- weiterer Rückbau auch für Quartier Nord und Süd, Rosa-Luxemburg-Allee-Ost, Quartier Süd, R.-Luxemburg-Allee West

Meine Frage, was mit den großen, neu hinzukommenden Freiflächen geschehen soll, bleibt weitestgehend unbeantwortet. Man weiß es schlicht noch nicht. Kleinere Flächenanteile für neue Eigenheimsiedlungen sind denkbar. Andere Bereiche wird man für eine eventuelle, zukünftige Wiederbebauung freihalten. An einem großen Park in eine künftigen ´WohnParkLandschaft´ hat man nicht gedacht. Hier ist das Motto irreführend. Das Wort ´Renaturierung´ entdecke ich. Das ist wohl billiger.

O.K., denke ich, also kein Park, keine innovativen, städtebaulichen Lösungen oder architektonische Highlights, wie sie ein stufenweiser Rückbau ermöglichen könnte, keine Niedrigenergie-Häuser, kein umfassendes Fahrstuhlprogramm, kein modernes Radwegenetz in Hohenstücken, keine IT-getragene Optionen am Rande von High Speed Netzwerken; die Fragen der zukünftigen Sicherheit und zur Ökologie im Stadtteil sind ebenfalls noch ausgeklammert.

In der Perspektive bleibt Hohenstücken somit wohl nur der Hotspot für billigen Wohnraum und ein Schmelztiegel für soziale Randgruppen.

Und noch etwas könnte auf Hohenstücken zukommen: ´Aus städtebaulicher Sicht steht dieser Stadtteil in der Problem-Konkurrenz zum Stadtteil Nord, sagen bereits jetzt nicht Wenige´, erklärt mir Werner Jumpertz, der Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes Hohenstücken an diesem Tag..

Ihm und auch mir sind diese Aussichten zu wenig. Die Aufgabe großer Flächen eines Stadtteils mit sehr guten Infrastrukturvoraussetzungen, wird nach unserer Einschätzung auch das Karussell des Wegzuges aus Hohenstücken beschleunigen.

Das in den Zukunftsszenarien die aufkommensstärkste Straßenbahnlinie zwischen Hohenstücken und dem Ärztehaus/Hauptbahnhof erhalten bleiben soll, ist eine Selbstverständlichkeit. Eine weitere Selbstverständlichkeit sollte nun jedoch ein großer, von Bundes- und Landesseite üppig geförderter, städtebaulicher Wettbewerb um die Zukunft Hohenstückens sein. Vielleicht gelingt es ja so- gemeinsam -zumindest einen Stadtteil im Ort für ihre nächste Generation, d.h. bis zum Jahr 2050 zum attraktivsten Stadtteil in der Mark zu gestalten; einem Ort der neugierig macht und bei Jedermann die Lust zum Wohnen in ihm fördert."


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.


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Kommentare (6)

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WahrheitOderGeschichte schrieb um 16:52 Uhr am 19.03.2018:

Sehr geehrter Herr Pogadl,
Ihr Vorwurf der "Blut und Boden" - Ideologie ist hier völlig fehl am Platz. Insbesondere inhaltlich hat diese rein gar nichts mit urbanen Ansiedelung gemein. Vielleicht sollten Sie erstmal nachlesen, bevor Sie reflexartig irgendwelche Phrasen deplazieren.
Und bedauerlicherweise hat M.Z. mit seinem Hinweis recht. Ob er nun "Nazi" ist oder nicht. Die gesellschaftliche Vorsortierung in den einzelnen Quartieren schafft sehr wohl soziale und politische Spannungen. Sowohl als Soforteffekt als auch in Zukunft. Denn lassen Sie mich raten: Sie wohnen sicher nicht in Hohenstücken und planen wahrscheinlich auch keinen Zuzug hierher?
Und die Aussagen M.Z.s stehen den Ausführungen Herrn Försters nicht entgegen, sie sind eher ergänzend.
Die Fakten bleiben solche, egal wer sie erkennt oder benennt.

M.Z. schrieb um 16:34 Uhr am 19.03.2018:

"Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Stadtteilproblemen und den sozialen Problemen in Hohenstücken sieht anders aus." Eine ernsthafte Auseinandersetzung über die Probleme und vor allem die Zukunft Hohenstückens wollt ihr ach so guten Menschen doch gar nicht führen. Das zeigt ja auch das dämliche "blut-und boden" Gefasel, nur weil ich darauf hinweise, wie einseitig die Zugereisten nach Hohenstücken verteilt werden. Wer wissen will wie die Zukunft Hohenstückens aussieht, der fahre oder besser laufe durch Berlin-Neukölln, Duisburg-Marxloh, Essen-Katernberg, Köln-Mülheim usw. usf. Und bei 13% Ausländer, Migranten oder "Flüchtlinge" wird es auch in Hohenstücken nicht bleiben. https://www.berlinjournal.biz/fluechtlinge-migrantenviertel-zu-ghettos/ Politiker, die sich in solchen Städten/Vierteln ein "realistisches Bild" von der Lage machen wollen, fahren da ja mit ihren Panzerlimousinen und von ihren Leibwächtern beschützt vor und labern dort mit ausgewählten Personen.

Rüdiger Pogadl schrieb um 15:07 Uhr am 19.03.2018:

@M.Z. Sie schaffen das offenbar nicht. Ihre Gedanken und Ergüsse sind auch nach der Wahl nach wie vor "blut-und boden"- durchtränkt. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Stadtteilproblemen und den sozialen Problemen in Hohenstücken sieht anders aus. Vielleicht sollten Sie den Artikel von Herrn Förster nochmals lesen um inhaltlich folgen zu können.

Branne schrieb um 15:06 Uhr am 19.03.2018:

Wie immer sehr lesenswert, was der Förster von der SPD schreibt. Hohenstücken und seine Bewohner sind für die Politiker im Rathaus nur ein Spielball ihrer Interessen. Die Millionen fließen in die Innenstadt und werden dort gebraucht. Für Hohenstücken bleibt der Wald.

bodo schrieb um 10:25 Uhr am 19.03.2018:

Dass selbst die Deutschen immer weniger wissen, wann "das" mit doppel-ss geschrieben wird, finde ich auch sehr bedenklich.

M.Z. schrieb um 10:15 Uhr am 19.03.2018:

"und ebenso nicht die Einwohner mit nichtdeutschem Pass. Letztere haben in Hohenstücken immerhin bereits einen Bevölkerungsanteil von mehr als 13% erreicht. (Zum Vgl.: im fast 3x größerem Stadtteil Neustadt leben nur 3% Ausländer, am Dom, in Plaue oder Kirchmöser sind es nicht einmal 1%)." Ich weiß leider auch nicht, warum man die Zugereisten hauptsächlich in Hohenstücken ansiedelt. Denn schließlich ist das, was die Zugereisten uns bringen, ja wertvoller als Gold ( https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Was-die-Fluechtlinge-uns-bringen-ist-wertvoller-als-Gold-_arid,198565.html ) und es wäre doch unfair, wenn die Bewohner der Neustadt, des Doms oder in Plaue und Kirchmöser nicht ebenso von den Goldstücken und der damit einhergehenden kulturellen Bereicherung profitieren können. Zum Glück wurde Meineid Merkel ja wiedergewählt und so wird es am Nachschub mit Goldstücken nicht mangeln. "Wir schaffen das!"