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Als Punk in der DDR eingesperrt: „Im Gespräch - über den Strafvollzug gestern und heute“

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Events

Erstellt: 11.09.2019 / 07:40 von sbg

Um unterschiedliche Perspektiven auf den Strafvollzug in Geschichte und Gegenwart geht es in einer neuen Veranstaltungsreihe, mit der die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden ein oft verdrängtes Thema stärker in die Öffentlichkeit tragen möchte. Den Auftakt bildet am Dienstag, 17. September, um 18.30 Uhr ein Abend mit Shanghai Drenger, der 1987 als Punk in der DDR-Strafanstalt Brandenburg-Görden inhaftiert war. Shanghai Drenger liest aus eigenen Texten, bringt seine Musik mit und berichtet von seinen Hafterfahrungen.

„Wir wollen mit interessanten Gästen nicht nur über politische Haft sprechen, sondern auch über Strafvollzug in unterschiedlichen politischen Systemen“, erläutert die Gedenkstättenleiterin Sylvia de Pasquale zum Auftakt der Reihe. Und weiter: „Strafvollzug ist immer auch ein Gradmesser dafür, wie ernst es einer Gesellschaft mit der Einhaltung der Menschenrechte ist. Wir denken daher, dass das Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient.“ In den 1980er Jahren lebte Klaus-Steffen „Shanghai“ Drenger, Jahrgang 1967, in Magdeburg und war Sänger der Punkband „Vitamin A“. Die DDR-Punkszene wurde von Polizei und Stasi überwacht und kriminalisiert, weil sie sich dem sozialistischen Alltag zu entziehen versuchte. Drenger widersetzte sich den Bemühungen der Volkspolizei, ihn als Informant anzuwerben. Nach sechsmonatiger Untersuchungshaft bei der Staatssicherheit wurde der 19-Jährige 1986 wegen „öffentlicher Herabwürdigung“ und versuchter „Zusammenrottung“ zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Von Februar 1987 bis zu seiner vorzeitigen Haftentlassung im Juni 1987 war Shanghai Drenger in der Strafvollzugseinrichtung Brandenburg eingesperrt. Nach 1990 veröffentlichte Drenger zahlreiche Gedichte, Essays und Rezensionen und erlangte 2000 einen Diplomabschluss am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2008 ist er Chefredakteur beim nichtkommerziellen Radio LOTTE Weimar, wo er bereits seit 2002 als Redakteur, Moderator und Kolumnist tätig war. Die Reihe „Im Gespräch – über den Strafvollzug gestern und heute“ wird am 15. Oktober 2019 mit Tobias Wunschik, dem Autor von „Honeckers Zuchthaus“ (2018), und am 5. November 2019 mit dem „SOKO-Leipzig“-Schauspieler Steffen Schröder fortgesetzt, der aus seinem Buch „Was alles in einem Menschen sein kann“ lesen wird. Im nächsten Jahr folgen weitere Veranstaltungen.  Eckdaten:
- Dienstag, 17. September 2019, 18.30 Uhr - Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden, Anton-Saefkow-Allee 38
- Der Eintritt ist frei. - Um Anmeldung wird gebeten: [anmeldung-brb@stiftung-bg.de]
- Mehr Information: [www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de]

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Dokumente

  • Der Veranstaltungsflyer als PDF-Datei [Klick]

Bilder


  • Shanghai Drenger, 1980er Jahre (Foto: Drenger)


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cg1 schrieb um 10:56 Uhr am 11.09.2019:

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