Diese Website verwendet Cookies zur optimalen Darstellung der Inhalte. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

Verstanden

WETTER


Werbung

Restaurant

Inspektorenhaus
Deutsche Küche
Altstädtischer Markt 9
14776 Brandenburg

Ausflugstipps

Altstädtisches Rathaus

Altstädtischer Markt 10
14776 Brandenburg

NEUE RUBRIKEN




Es fehlt ein Eintrag? eMail [info@meetingpoint-brandenburg.de]

GASTRO-TIPPS


Es fehlt ein Eintrag? eMail [info@meetingpoint-brandenburg.de]

WERBUNG

MEETING MIT TOBI


Podcast-Folge anhören/herunterladen: [MP3] - [Podcast auf Spotify] - [Podcast auf iTunes]

ECKIS LOKALKLATSCH


Stellenbörse

Schon in die Meetingpoint-Jobbörse geschaut? Regelmäßig laufen dort freie Stellen aus der Region ein, vom Ingenieur bis zum Lageristen: schnell bewerben und im neuen Job durchstarten! Zu finden ist die Stellenbörse oben im Menü! / Tipp: Sie suchen als Arbeitgeber qualifiziertes Personal? Dann inserieren Sie die Stelle doch einfach im Meetingpoint, so erreichen Sie günstig eine breite Leserschaft!

Kontakt: [info@meetingpoint-brandenburg.de] oder 0176.2444 2852.

Spannendes Thema, großes Interesse: Podiumsdiskussion zu Antisemitismus im Gotischen Haus

Druckansicht

Stadtgeschehen

Erstellt: 07.11.2019 / 18:00 von Helga Stöhr-Strauch

Antisemitismus hat in Europa, und speziell in Deutschland, eine lange und unrühmliche Tradition. Ihm lagen meist finanzielle oder politische Interessen zugrunde. Und zwar seitens der Kirche und der Politik. Mit einer klar strukturierten Podiumsdiskussion, die das Team vom Stadtmuseum Brandenburg an der Havel am Mittwoch im Gotischen Haus anbot, wurde am Mittwochabend versucht, den Ursachen dieser Haltung auf den Grund zu gehen. Das Thema lautete kurz und schnörkellos: „Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart“.

Das Interesse war groß, den geladenen Gästen zuzuhören und sich selbst in dieses heikle Thema einzubringen. Zuvor gab die Leiterin des Stadtmuseums, Anja Grothe, eine umfassende Einordnung des Begriffs Antisemitismus und seiner Geschichte von Christi Geburt bis in die jüngere Gegenwart.

Ein guter Einstieg, wie sich erwies. Konnte doch Otis Göbeler, Schüler am von Saldern-Gymnasium, nahtlos über seine Arbeit „Menschen in Zeiten von Krieg und Diktatur“ berichten. Es sei ihm wichtig gewesen, so Göbeler, in seiner Arbeit Brandenburger Bürger, Gesichter und Einzelschicksale hervorzuheben, die zur NS-Zeit im Tross der Deportierten die Reise nach Warschau antreten mussten. Er beschrieb ihr Leben dort, führte seine Gedanken über die Kinder der Betroffenen und deren Schicksale aus und bewies so, dass Reflektion und Empathie zwei wichtige Schlüsselwörter sind. Annika Hempel, Studentin an der Universität Potsdam, ergänzte seine Ausführungen mit ihrer leider viel zu schnell vorgetragenen, gleichwohl hochinteressanten Expertise über den Antisemitismus in der DDR, nicht ohne dabei auf die gesellschaftliche Akzeptanz von Antisemitismus hinzuweisen, die sich im fraglosen Tolerieren antisemitischer Redewendungen zeigt. Wobei man bereits im Hier und Jetzt angelangt war, dem Axel Heidrich vom Verfassungsschutz Brandenburg eindrucksvolle Statistiken zum Stand antisemitischer Gruppierungen hinzufügen konnte.

Mit Peter Schüler (Leiter der Fachstelle Antisemitismus am Moses Mendelsohn Zentrum für europäische Studien Brandenburg), der auf seine jüdischen Wurzeln verweisend ein sehr persönliches Statement zu der Frage, in welchem Alter ein Mensch seine Herkunft als Besonderheit wahrnimmt, lieferte, ging es dann auch bald in die Diskussion, aus der man viele wichtige Anregungen mit nach Hause nehmen konnte. Zum Beispiel zum Spannungsfeld zwischen Zivilcourage und staatlicher Fürsorge.

Fazit: ein interessanter Abend, der sein gutes Timing nicht zuletzt der sehr persönlichen und engagierten Moderation von Museumspädagogin Gudrun Bauer zu verdanken hatte, die die aktuelle Sonderausstellung „Hoffnung und Sehnsucht der Brandenburger Juden" kuratiert hat.

Die nächste Ausstellung in der Reihe „Enttäuschung Hoffnung Sehnsucht“ trägt den Titel „Die einen gingen weg, die anderen auf die Straße – der 12. November 1989“ und findet ab dem 12. November 2019 im Frey-Haus statt.

Dieser Artikel wurde bereits 1499 mal aufgerufen.

Bilder




Werbung



Kommentare

Kommentar hinzufügen

Name und E-Mail eintragen:
Um einen Kommentar abzugeben, müssen die Felder Name, E-Mail und Kommentar ausgefüllt werden. Die eMail-Adresse muss gültig sein, an diese senden wir einen Freischaltungslink.

* Deine angegebene eMail-Adresse ist für jeden Leser sichtbar, wenn er später über dem veröffentlichten Kommentar mit der Maus über deinen Namen fährt. Hinweis: Du kannst deinen Kommentar später selbst löschen, dazu senden wir dir einen entsprechenden Link, alternativ kannst du auch an [info@meetingpoint-brandenburg.de] schreiben. Anderenfalls bleiben der Kommentar, der angegebene (Spitz)Name, die eMail-Adresse sowie der Zeitpunkt der Veröffentlichung solange auf unserem Server gespeichert, wie der Artikel online ist.