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Fraton-Akkordeons – Unikate, wie aus der Zeit gefallen

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Stadtgeschehen

Erstellt: 14.02.2020 / 08:01 von Helga Stöhr-Strauch

Eigentlich ist Andreas Sommer ja studierter Geschichts- und Religionswissenschaftler. Trotzdem hat er seine Studierstube ganz bewusst gegen die Werkbank eingetauscht, eine Lehre als Handzuginstrumentenmacher absolviert und betreibt nun seit einigen Jahren seine eigene kleine Werkstatt in der Rathenower Straße. So fügt das Leben eins zum anderen. Und dass die Lehrjahre in Klingenthal, dem „letzten Wurmfortsatz der früheren DDR“, wie er sagt, keine verschenkten Jahre waren, beweist seine Werkstatt, die so viel Atmosphäre ausstrahlt, als habe ein Filmteam hier gerade ganze Arbeit geleistet.

Dabei ist der gebürtige Brandenburger der eher bescheidene Typ, der das landestypische Understatement meisterhaft beherrscht. Nur bei der Erklärung seiner Instrumente taut er auf, erläutert die grundsätzlichen Unterschiede zwischen der diatonischen Handharmonika, die er baut, und dem Bandoneon und dem Akkordeon, das er repariert. Und auch hier kommt wieder eins zum anderen und der Instrumentenbauer so richtig in Fahrt, obwohl er selbst keines dieser Instrumente spielen kann. „Wenn das Fernsehen oder jemand vom Radio kommt, muss ich immer wen bestellen, der was vorspielt“, sagt er.

Leben kann er vom Instrumentenbau allein natürlich nicht. Deshalb habe er sich auf die Reparatur von Handharmonikas, Akkordeons, Bandoneons und Concertinas spezialisiert. Wenn es hochkommt, so Sommer, verkaufe er fünf Handharmonikas pro Jahr. Trotzdem müsse er immer drei zur Auswahl in der Auslage stehen haben, damit der Kunde sich am Beispiel vor Ort orientieren könne. Ob es dann aber das Instrument aus Birnenholz mit schwarzen Ebenholzknöpfen werde oder doch etwas ganz anderes, läge ganz im Ermessen des Kunden. Sommer ist offen für Neues und bedient seine Kundschaft individuell und maßgeschneidert.

Und die kommt auch gerne aus dem Ausland auf ihn zu. Gerade habe er wieder eine Bestellung aus dem französischsprachigen Teil Kanadas vorliegen, erzählt Sommer und ärgert sich ein bisschen, weil die Kundin partout nicht auf Englisch bestellen wollte. Im Großen und Ganzen funktioniere aber alles bestens, zumal die meisten diatonischen Handharmonikas aus Irland oder Norwegen bestellt werden. Aus Ländern also, in denen die traditionelle Folkmusic weiterlebt.

Auf die Bedeutung des Firmennamens „Fraton“ angesprochen, verweist der zweiundvierzigjährige Familienvater darauf, dass nicht jeder seinen Namen auf Instrumenten verewigen will. Und auf die Vornamen seiner Zwillinge, aus denen sich der Firmenname zusammensetzt. So kommt auch hier wieder eins zum anderen.

Weitere Infos unter [https://fraton-accordions.com/DE/craft].

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