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Ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger ausgezeichnet / 1 Preisträger kommt aus der Havelstadt

Landesmuseum
  • Erstellt: 11.09.2020 / 14:01 Uhr von bld
Im Paulikloster wurde gestern der Denkmalpflegepreis des Landes Brandenburg verliehen. Susanne Morgenstern-Dosdall, Frank Slawinski und Sieghard Wolter erhielten einen mit 1.500 Euro dotierten Anerkennungspreis für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement als Bodendenkmalpfleger der Landesarchäologie. "Mit ihrer Arbeit haben sie entscheidend zur Popularisierung der Bodendenkmalpflege in Brandenburg beigetragen", heißt es in der Begründung.

Morgenstern-Dosdall ist seit 2005 ehrenamtlich tätig. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Landesarchäologie Berlin sich mit ihrem Lehrgang zur Aus-bildung von ehrenamtlichen Bodenkmalpfleger am Brandenburger Vorbild orientiert. Für den fachlichen Austausch der Ehrenamtlichen richtete sie auf der Website der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. ein abgeschirmtes Internet-Forum ein.

Slawinski aus Lebus und Wolter aus Brandenburg an der Havel sind seit 2010 ehrenamtlich tätig. Sie zählen zu den erfahrensten Metalldetektor-Spezialisten im Lande. Slawinski entdeckte in Lebus einen bronzezeitlichen Beil-Hortfund sowie einen slawenzeitlichen Silbermünzhort. Wolter spürte umfangreiche mittelalterliche Münzfunde in Götz sowie Waldlager der Roten Armee auf, deren Geschichte und Funde seit Jahren in einer Wanderausstellung präsentiert werden.

Rund 200 Ehrenamtliche tragen seit Jahrzehnten zur Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des archäologischen Erbes im Land Brandenburg bei. Sie alle absolvierten einen zweijährigen Lehrgang des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums sowie der Archäologi-schen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V.

Weitere Anerkennungspreise gingen an die Kirchengemeinde und den Förderverein Kirche in Brüsenhagen e.V. (Landkreis Prignitz) sowie an die Jugendbauhütte Brandenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Den Denkmalpflegepreis in Höhe von je 4.500 Euro erhielten Jahr der Förderverein Südwestfriedhof Stahnsdorf e.V. (Landkreis Potsdam-Mittelmark) für seinen Beitrag zur Erhaltung und Pflege der denkmalgeschützten Friedhofsanlage, Peter Macky für die vorbildliche Restaurierung des zukünftig als Café und Veranstal-tungsort genutzten Kaiserbahnhofs Halbe (Landkreis Dahme-Spreewald) sowie das Planungsbüro ALV und der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen e.V. für die Rettung und denkmalverträgliche Umnutzung des Fachwerk-hauses Burgstraße 21 in Greiffenberg (Landkreis Uckermark).

Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro vergeben. Der Brandenburgische Denkmalpflegepreis wird seit 1992 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur vergeben, um das Engagement von Privatpersonen, Vereinen und Kommunen für den Erhalt von Denkmalen zu würdigen.

Bilder

Frank Slawinski mit dem slawenzeitlichen Münzhort aus Lebus / T. Kersting - BLDAM
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