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Neueröffnungen im „Corona-Jahr“: Tapfer durch die Krise!

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Sonstiges

Erstellt: 12.01.2021 / 08:01 von Antje Preuschoff

Wer in den vergangenen Monaten offenen Auges durch die Brandenburger Innenstadt gegangen ist, dürfte erstaunt gewesen sein, wie viele Läden neu eröffnet haben. Im „Corona-Jahr“ 2020. Wie es ist, in der jungen Selbstständigkeit die Krise zu meistern und ob sie es nochmal tun würden, hat Meetingpoint einige Einzelhändler gefragt.

Antje Talarek gehört zu denen, die wohl Glück im Unglück haben. Am 16. März eröffnete sie „Vom Fass“ in der Hauptstraße – und musste nur eine Woche später wegen des ersten Lockdowns wieder schließen. Allerdings nicht allzu lange, denn mit Essigen, Ölen, Likören und Edelbränden gehört ihr Angebot zu den Nahrungsmitteln und damit den sogenannten unverzichtbaren Gütern. Antje Talarek konnte nur zwei Wochen nach der Schließung wieder öffnen. Seitdem ist ihr Geschäft durchgehend offen. „Ich habe alles richtig gemacht“, resümiert die Neugründerin nach einem Dreivierteljahr. Auch, weil ihr die Menschen von Anfang an die Türen einrannten. „Die Brandenburger freuen sich, dass ´Vom Fass´ hier ist“, merkt sie ganz deutlich. In der Vorweihnachtszeit waren Warteschlangen vor dem kleinen Lädchen an der Tagesordnung – bis zum zweiten Lockdown für den Handel. Dann flachte der Zulauf merklich ab. Eine Entwicklung, die bis heute anhält. „Es sind einfach keine Leute mehr unterwegs“, stellt Antje Talarek fest. Anfang des Jahres steckt sie in ihrer Buchhaltung, ist „total zufrieden“, kommt aber zudem ins Grübeln. „Da denkt man erst drüber nach, was wohl ohne Lockdown hätte sein können“, erzählt die Einzelhändlerin.

Ende September hat Iris Kleiner die Pforten von „Einblicke“ in der Kurstraße eröffnet. Dekorationen und Kleinmöbel gibt es dort. Aktuell ist aber zu. „Der Laden ist mein absoluter Traum. Nicht weitermachen zu können, ist hart“, sagt Iris Kleiner und fügt hinzu: „Ich bin froh, dass ich noch eine andere Firma habe, sonst würde ich verzweifeln.“ Mit ihrem Mann betreibt sie seit 2010 die Online-Plattform „Geboote24“. Ein Grund, warum die Einzelhändlerin „Einblicke“ auch gut digital vermarktet. Der Onlineshop sorgt dafür, dass sie zumindest die Kosten decken kann. „Es bringt aber nicht soviel, wie das im Laden auszustellen“, merkt Iris Kleiner, die in den wenigen Öffnungswochen schon begeistert vom Zuspruch der Brandenburger war. „Dabei hatten wir noch gar keine Touristen. Und ich war so schon zufrieden“, erzählt sie. Ihre Mitarbeiterin, zu der Kleiner eine Top-Beziehung pflegt, ist auf Kurzarbeit. Für die Geschäftsfrau selbst heißt es nun vor allem, Liegengebliebenes aufzuarbeiten und den Shop sowie die sozialen Netzwerke zu füttern. „Die Kunden müssen sehen, dass man nicht stehen bleibt. Ich werde auch Neues bestellen und posten, um im Gespräch zu bleiben“, erzählt sie. „Etwas anderes kann man eh nicht machen. Uns sind die Hände gebunden.“ Iris Kleiner ärgert sich über die Regelungen, kann nicht nachvollziehen, warum Schlange stehen in Supermärkten geht, aber wenige Kunden in ihrem Geschäft nicht möglich sein sollen. „Ich werde das überleben, aber frage mich, wie es mit anderen Läden ist“, meint sie dazu – und findet es schade für die Einkaufskultur in Brandenburg, wenn tolle Geschäfte aufgeben müssen.

Gerade einmal einen Monat dabei ist Monique Engel mit ihrem Nähstübchen „Engelsstiche“ in der Steinstraße. Offen hatte sie genau drei Tage im Dezember, bevor der Lockdown ihr einen Strich durch die Rechnung machte. Bis dahin war der Andrang groß, berichtet die eifrige Näherin. Auch, weil viele handgemachte Weihnachtsgeschenke ordern wollten. Jetzt musste Monique Engel ihr Angebot umstricken, für regelmäßige Online-Präsenz auf den sozialen Netzwerken sorgen und per WhatsApp erreichbar sein. „Online war nicht das, was ich machen wollte“, gibt sie zu. Unter anderem, weil das mit ihrem Familienleben schwer vereinbar ist. „Das braucht auch viel Zeit, alles einzustellen. Die Kundengespräche per Mail oder Telefon richten sich nicht nach Öffnungszeiten“, erzählt die zweifache Mutter, die abends wieder an den Rechner verschwindet, sobald die Kinder im Bett sind. Mit Aufträgen hält sie sich über Wasser, will zeitgleich aber weiter an ihren Mini-Kollektionen für den Laden arbeiten. Dessen Motto sollte eigentlich „gesehen und verliebt“ lauten, beschreibt es Monique Engel. Sie merkt, dass es den Brandenburgern fehlt, vor Ort zu shoppen. „Die würden gern reinkommen, Stoffe angucken und anfassen“, stellt sie fest, wenn sie gut sichtbar für die Passanten an ihrer Nähmaschine sitzt. Grundlegend bleibt die junge Einzelhändlerin aber optimistisch. „Es ist nachwievor gut, den Laden eröffnet zu haben. Er läuft an. Aber nicht so schnell, wie wenn er noch offen hätte“, vermutet sie, sagt aber dennoch: „Immer, wenn ich die Tür aufschließe, freue ich mich total.“

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Bilder


  • Antje Talarek, Inhaberin von „Vom Fass“, hat im März das Geschäft in der Hauptstraße eröffnet.

  • Drei Tage lang konnte Monique Engel ihr Nähstübchen „Engelsstiche“ im Dezember öffnen. Dann kam der Lockdown.

  • Im September hat Iris Kleiner „Einblicke“ in der Kurstraße aufgemacht.

  • Iris Kleiner (l.), Antje Talarek (m.) und Monique Engel (r.) / Fotos: Antje Preuschoff


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