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Die ersten Minihäuser rollen an – Tinyhaus-Campingsiedlung in Lehnin nimmt Formen an!

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Regionales

Erstellt: 13.01.2021 / 13:04 von Antje Preuschoff

Es ist soweit: Bereits am Freitag kommt das erste rollende Minihaus in Lehnin an. Auf dem Campingplatz am Klostersee plant Heiko Neupert eine außergewöhnliche Ferienanlage. Dort soll die seines Wissens nach größte Tinyhaus-Siedlung in Deutschland entstehen. Der Startschuss für das Vorhaben fiel im September, als Neupert den Kaufvertrag für das zwei Hektar große Camping-Gelände unterzeichnete, das bisher Wohnmobilisten Platz bot.

Die eigentliche Idee hatte der Unternehmer aus Treuenbrietzen jedoch schon einige Zeit früher. Neupert, der Sandsteinplatten entwickelt, wollte diese an einem großen „Werkstück“ – einem mobilen Haus – präsentieren. Bei der Baumesse in Potsdam Anfang 2020 zeigte er das gute Stück mit Sandsteinfassade erstmals der Öffentlichkeit. „Die Nachfrage war so groß, ich hätte sofort welche verkaufen können.“

Das Problem: Ist ein Tiny House irgendwo feststehend als Eigenheim gebaut und wird es als Wohnsitz genutzt, wird in Deutschland eine Baugenehmigung fällig. Will heißen, auch wenn die wohnwagengroßen Häuser relativ leicht Platz finden könnten - so einfach ist die Nutzung hierzulande nicht.

„Anders sieht es mit einem Campingplatz aus“, macht Heiko Neupert klar. Seine 22 Quadratmeter großen Basishäuser – als Aufbau auf Anhängern – sind straßenzugelassen und dementsprechend beweglich. Die Nutzung des Platzes zudem dem Urlaub vorbehalten - ganzjährig.

Dass Heiko Neupert sein Vorhaben als Tinyhaus-Siedlung tituliert hat, sorgte kurzzeitig dafür, das der Gemeinderat aufhorchte und Rufe nach einem Bebauungsplan laut wurden. Anfang Dezember präsentierte der Unternehmer seine Pläne den Ratsmitgliedern – und kann weiter machen. „Ich werde nicht fest bebauen, sondern im Prinzip den Campingplatz fortführen. Nur etwas moderner“, begründet der Investor. „Ich biete mehr Komfort“, macht er zudem klar. Denn die Minihäuser sind ausgestattet wie ihre großen Brüder, nur eben auf kleinstem Raum. 68 Parzellen in Größen zwischen 100 und 200 Quadratmeter stehen als Stellplätze auf dem Gelände bereit.
Die Verpachtung ist im Dezember angelaufen. Ein Dutzend der Parzellen ist schon weg. Heiko Neupert hatte den bisherigen Dauercampern Vorrang für die Pacht eingeräumt. Deren Verträge sind zum Ende des Jahres ausgelaufen. Doch keiner wird bleiben, wie es aussieht.

Vermutlich, weil die Kosten für Fläche und Haus doch um einiges höher liegen, als bisher. Auf zehn Jahre ist der Pachtvertrag nun ausgelegt. Die Beträge liegen jährlich zwischen 3000 und 8000 Euro (für Wassergrundstücke) und müssen im Voraus gezahlt werden. Dann kommt das Tinyhaus oben drauf. Wie es genau aussieht, ist jedem selbst überlassen. Dementsprechend ist mit Kosten von 30.000 bis zirka 100.000 Euro zu rechnen. Auf Neuperts Standardangebot – der einstöckigen Variante - kann noch eine zweite Etage drauf gesetzt werden.

Die Pächter sind beim Bau ihrer Häuser nicht an Neupert gebunden. Sie können auch andere Anbieter wählen. „Es soll nur ein vernünftiges Gemeinschaftsbild ergeben“, sagt der Investor.

Er selbst fertigt die Häuser mit Partnerunternehmen ganz nach Wunsch an – als Rohling zum Selbstausbau bis hin zur schlüsselfertigen Variante mit Küche und Möbeln. Präsentieren will er zudem ein Doppel-Tinyhaus, das aus zwei Gebäuden besteht und verknüpft eine Wohnfläche von 45 Quadratmeter hat. Um das winterfest aufbauen zu können, wird auf dem Gelände derzeit ein Unterstand gezimmert, der aber wieder wegkommt, sobald die Fassade der Häuser fertig ist.

Heiko Neupert hat eine paradiesische Vision vom Leben in der Tinyhaus-Siedlung. „Geplant ist, dass hier eine Großfamilie entsteht.“ Neben dem individuellen Rückzug auf die eigene Parzelle soll es Gemeinschaftsangebote werden. Vorgesehen ist, den Sanitätstrakt zum Jahresende zum Clubraum umzubauen und interne Veranstaltungen auf den Freiflächen oder am geländeeigenen Strand zu realisieren. Jeder Pächter kann 2000 Quadratmeter Uferstreifen zum Wasser nutzen, es gibt eine separate Hunde-Badestelle und einen Bootsanlegesteg mit Slip Anlage.

Auf dem Campingplatz gibt es schon Stromanschlüsse, die Anlage wird aber noch angepasst. Auf Wunsch könnten die Tinyhauses mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet werden, verrät Neupert. Die Trinkwasserversorgung ist dank eines Brunnens gewährleistet. Wasser- und Abwasserversorgung stehen ebenfalls, werden aber gegebenenfalls noch modernisiert.

Jetzt, wo die ersten Häuser eintrudeln, kann Probewohnen beantragt werden, sagt Heiko Neupert. Der Projektplaner geht davon aus, dass die Parzellen bis Ende Februar verpachtet sein werden. Ob die Häuser dann selbst genutzt oder vermietet werden, ist jedem selbst überlassen. Bei der entsprechenden Vermarktung greift Neupert unter die Arme. Zudem will er einen Platzwart einstellen, der bestenfalls auf dem Gelände wohnen kann, erzählt er.

Ab 1. Mai, so gibt Heiko Neupert an, können die ersten Pächter in ihren Minihaus-Urlaub starten.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter [www.tinyhaus-siedlung.de].

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Bilder


  • Heiko Neupert entwickelt eine Tinyhaus-Siedlung auf dem Campingplatz am Klostersee. Derzeit wird dort ein Unterstand errichtet, unter dem ein fahrbares Doppel-Tinyhaus erbaut wird. Sobald die Fassade steht, kommt das Gerüst wieder weg.


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