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"Für alle Laden": Soziale Anlaufstelle muss weiter auf Zulauf warten

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Stadtgeschehen

Erstellt: 16.04.2021 / 08:01 von Antje Preuschoff

Immer wieder gehen Menschen an den Schaufenstern vorbei, werfen neugierig einen Blick herein, stöbern in den Kisten vor den Türen, lächeln dabei. So sieht es fast jeden Tag am „Für alle Laden“ in der Jacobstraße 9 aus. „Die drücken sich hier immer die Nase platt“, erzählt Mirko Mieland. „Leider werden sie das noch weiter müssen“, fügt Janett Girbinger bedauernd hinzu. Denn reinkommen kann aktuell niemand. Der „Für alle Laden“, ein neuer Ort der Begegnung in Brandenburg, ist coronabedingt dicht. Was noch schwerer wiegt:...

... „Wir haben noch nie offen gehabt“, so Janett Girbinger. Dabei hätte das ehrenamtliche Betreiberteam im Herbst 2020 durchstarten können. Nachdem es mit viel Hilfe ab Ende August den großen Kraftakt bewältigt hat, das leerstehende Ladengeschäft in der Jacobstraße wieder auf Vordermann zu bringen. Etliche Brandenburger Firmen haben keine Kosten und Mühen gescheut, um Elektrik, Wände und Co. fachmännisch instand zu setzen und die Räumlichkeiten nutzbar zu machen.

Damit die Vision vom „Für alle Laden“ wahr werden kann. „Das ist mein Traum seit über zehn Jahren“, erzählt Mirko Mieland über diesen Ort, der der Begegnung dienen soll. Der „Für alle Laden“ ist kein Einkaufsgeschäft, sondern als Anlaufstelle gedacht. Für Kinder, Jugendliche, Mama, Papa, Oma, Opa, Nachbarn - eben für alle, wie das Team es beschreibt.

Ideen gibt es ganz viele: Puppentheater, Leserunden, Spielenachmittage, Upcycling-, Häkelkurse Filzarbeiten, Bastel-Workshops, Nähen für Anfänger wollen die Beteiligten realisieren. Zur Zeit wird zudem die zweite Etage saniert, um unter anderem anderem Kinderyoga anbieten zu können. Alles soll unentgeltlich sein für die Brandenburger. „Wir wollen die Leute zusammen führen, kreativ werden, quatschen und auch Nachbarschaftshilfe geben“, beschreibt es Janett Girbinger schlicht.

Dass sie nicht wissen, wann das alles wirklich einmal starten kann, macht die engagierten Köpfe traurig. Dennoch halten sie die Fahnen hoch. In der Regel werktags von 15 bis 18 Uhr schwirren sie im Geschäft herum und erdenken sich Neues, um den „Für alle Laden“ sichtbar zu halten - und den Menschen wenigstens ein bisschen Abwechslung zu verschaffen.

Dazu gehört die Rucksackbücherei: Selbst genähte Rucksäcke werden altersgerecht mit gespendeten Büchern gefüllt und können zum Beispiel von Kitas oder auch Seniorenheimen angefragt werden. „Drei sind derzeit im Umlauf“, erzählt Janett Girbinger.

Die Bücherregale im Laden geben aber noch weit mehr her. Deswegen können  Bücher vor dem Geschäft mitgenommen werden. Gern gegen eine Spende in die daneben stehende Box.

Vor der Tür steht zudem das Steintauschhaus. Hier hat Girbinger, die die Facebook-Gruppen „Brandenburg und Potsdam-Steine“ verwaltet, die kleinen Kunstwerke reingelegt. Wer mag, kann sich einen auswählen und das Haus im Gegenzug neu bestücken.

Außerdem gilt es, im Schaufenster einiges zu entdecken. Wie die Glücksbotschaften, die im Wunschkasten gelandet sind. Oder Bastelanleitungen für blumige Geschenke zum Muttertag. Oder das Ladenmaskottchen „Chickenwing“. Das fröhliche gehäkelte Huhn von Egolino-Macherin Katja Seidel gibt es mit einer persönlichen Glücksgeschichte ebenfalls gegen eine Spende. Davon werden Materialien angeschafft.

Der „Für alle Laden“ ist komplett privat getragen. Öffentliche Zuschüsse gibt es nicht, deswegen freuen sich die Ehrenamtlichen über Spenden. Unter anderem sind mittlerweile 101 Mietpaten an Bord, die mit einem Euro pro Monat ihren Anteil an der Miete des Geschäftes tragen. „249 Euro sind es insgesamt“, erzählt Janett Girbinger. Für die knapp 80 Quadratmeter nicht viel – ein Entgegenkommen des Vermieters, um das Projekt zu unterstützen.

Den Restanteil, den die Ehrenamtlichen selbst tragen, winkt Janett Girbinger lächelnd weg. Traurig macht es sie nur, dass die Miete seit einem halben Jahr bezahlt wird, ohne dass die Brandenburger das Angebot nutzen können.

Wer wissen möchte, was der „Für alle Laden“ alles zu bieten hat und wie er unterstützt werden kann, klickt [hier]. Das Team kann außerdem am besten per E-Mail an [hallo@fueralleladen.de] erreicht werden.

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Bilder



  • In der Jacobstraße 9 ist der „Für alle Laden“ zu finden.

  • Janett Girbinger malt steinige Kunstwerke. Im „Steintauschhaus“ vor der Tür sind sie zu entdecken und können gegen andere eingetauscht werden.

  • Katja Seidel hat mit Egolino ihr eigenes Häkellabel geschaffen. Der „Chickenwing“ ist Ladenmaskottchen.

  • Markus Girbinger kümmert sich um Farben in der oberen Etage des Ladens.

  • Janett Girbinger und Mirko Mieland packen Lesestoff für die Rucksackbücherei.


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