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Brandenburger Musik-Experiment: Kann man sich einen ganzen Hit für 100 Dollar kaufen?

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Stadtgeschehen

Erstellt: 04.05.2021 / 16:02 von Antje Preuschoff

Was kostet ein musikalischer Hit samt Musikvideo? Vielleicht ein wenig aus Langeweile, vielleicht aus purer Neugier, vielleicht aber auch in Teilen als kritischer Versuch haben sich zwei Musiker aus Brandenburg einen Song für läppische 100 Euro eingekauft. Sie nutzten die Internetplattform „Fiverr“, die kreative Dienstleistungen aus der ganzen Welt vermarktet, um einen Pophit zu produzieren – ohne großartig Vorgaben zu machen oder eigene Fähigkeiten einzubringen. Ihr Experiment haben Matthias Kasparick und André Wlodarski unter ihrem Produzenten-Label „Robojim“....

…. über drei Monate in kurzen und - wie sie selbst sagen – schlechten Youtube-Videos festgehalten. „Wir haben etwa sechs Stunden Videomaterial, um 14 Leute zu erreichen“, erzählt André Wlodarski dazu.

Aber wie kam es überhaupt zu diesem Experiment? Die beiden Musiker betreiben gemeinsam das Landhaus Tonstudio in Bensdorf. In der Corona-Zeit hatten sie unter anderem einen Brandenburger Musiker da, der für seine Aufnahmen einen Schlagzeuger brauchte. Sie probierten „Fiverr“ aus und stellten fest, dass sie da gute Qualität für wenig Geld bekamen.

„Wie weit kann man das treiben?“, fragten sich die beiden daher - und legten los. Sie „buchten“ sich Stück für Stück ihren Hit zusammen. Für jeweils fünf Dollar kauften sie die Bestandteile ein – vom Songtext über die Melodie bis hin zu den eingespielten Instrumenten und Vocals. „Völlig ohne Vorgaben“, erzählt André Wlodarski. Der Texter etwa bekam nur den Auftrag, einen Popsong zu schreiben, der nächste die Melodie zum Text – und so zog sich das Ganze bis zum finalen Song.

Das Ergebnis – der Titel „Time“ - erstaunt: „Es hat schon Sommerhit-Charakter, geht gut in den Kopf rein“, meint André Wlodarski. „Wir sind überrascht von der Qualität der Beiträge. Das hätten wir nie erwartet“, sagt er.

Ob es ohne das Know-How der Produzenten auch so funktioniert hätte, bleibt dahin gestellt. „Wir haben schon sehr genau ausgewählt“, schildern sie im Video. „Es kann nicht jeder“, sind sie überzeugt. Aber mit etwas Gespür sei eine solche Hit-Produktion zum Discount-Preis durchaus drin.

Und hier sehen die beiden Musiker das Ganze sehr kritisch. „Man zeigt ja auch, wie wenig die Kreativität wert ist“, so André Wlodarski. Die gebuchten Dienstleister stammen aus der ganzen Welt – Pakistan, USA, Mauritius und vielen anderen Ländern – und verdienen so gut wie nichts an ihrer Leistung. „Das künstlerische Potenzial als Wert ist vielen nicht klar“, meint der Tonstudio-Betreiber dazu.

Erschreckend sei zudem, dass sie die Rechte an ihrer Kreativität komplett abtreten. Im Falle eines wahren Hits würden sie also an den Gewinnen nicht beteiligt.

André Wlodarski und Matthias Kasparick haben übrigens die beauftragten Künstler im Nachhinein über ihr Experiment aufgeklärt. „Sie waren cool damit“, schildert Wlodarski.

Wer einen Eindruck vom Hit-Experiment bekommen will, der findet hier ein "Making of" der Produktion: [Klick].

Das Musikvideo selbst gibt es hier:

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Bilder


  • Matthias Kasparick (vorne) und André Wlodarski wagten das Hit-Experiment.


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