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Ausstellung über Bollmannsruh: „Hier gab es immer Spaß und so soll es auch bleiben“!

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Stadtgeschehen

Erstellt: 20.07.2021 / 17:01 von pre

Es wird wohl kaum jemanden in der Region geben, in dem es nicht Erinnerungen weckt, wenn er „Bollmannsruh“ hört. Noch viel mehr, wenn er die Montag eröffnete Ausstellung im dortigen „Café Fritze“ zu sehen bekommt. Sie beleuchtet das einstige Zentrale Pionierlager „Bruno Kühn“ von der Einweihung bis in die ersten Jahre nach der Wende. Auch für Geschäftsführer Axel Krause und Olympionikin Birgit Fischer ist Bollmannsruh mit vielen Gefühlen behaftet. Beide zeigten sich bei der Ausstellungseröffnung aber auch besorgt um die aktuelle Entwicklung des Kinder- und Erholungszentrum Bollmannsruh (Kiez).

Riesig ist ihm das Gelände erschienen, als er erstmals – 1971 – dort war, erinnert sich Axel Krause. Mit dem Blick vom Etagenbett aus dem Fenster des Bungalows hätten sich quasi unendliche Weiten für den dreijährigen Knirps aufgetan.
Das bestätigt auch Kanutin Birgit Fischer von ihren ersten Trainingserfahrungen in Bollmannsruh. „Als ich die Frühsportrunde rennen musste, dachte ich, das nimmt kein Ende“, erzählt sie. Heute hat sich die Ferienlagerwelt perspektivisch verkleinert. „Das liegt daran, dass wir älter geworden sind“, meint Birgit Fischer augenzwinkernd in Axel Krauses Richtung.

Die achtfache Olympionikin hängt sehr an dem Ort, wie sie verrät. „Ich habe 20 Jahre um den See gewohnt. Während der Coronazeit war ich so oft am Kiez. Mir kamen die Tränen“, fügt sie hinzu. Denn Gebäude und Gelände lagen brach. „Es ist nichts mehr wert, wenn hier keine Kinder sind“, kommentiert die Sportlerin.

„Es muss irre viel los gewesen sein im heißen Sommer 1953“, beschreibt Axel Krause den Kontrast zur Eröffnung. Er nimmt dabei Bezug auf einen Bericht in der Betriebszeitung „Roter Stahl“, der in der Ausstellung hängt. Damals eröffnete Lotte Ulbricht, Ehefrau von Walter Ulbricht, die Einrichtung, die bereits Mitte der 50er Jahre Kinder aus Fernost - und damit die ersten ausländischen Besucher – empfing.

Wie rasch die einstigen romantischen Zeltlager verschwanden und Bungalow für Bungalow hinzu kam, nimmt Axel Krause ebenfalls ins Visier. „Es wurde einfach gemacht. Das war sensationell“, meint er. Und ließ dabei nicht den ein oder anderen Seitenhieb auf die Hürden aus, mit denen die Träger – seit 2009 der Humanistische Regionalverband – immer wieder konfrontiert wurden. Ob es nun um Finanzen oder – damit zusammenhängend das Personal – ging. Gerade letzteres untermauert Axel Krause mit einem vergleichenden Blick auf den Personalschlüssel. Während sich in den 80er Jahren 96 Angestellte um 500 Kinder gekümmert hätten, sind heute noch 13 für durchschnittlich 300 Kinder da.

Aber, so macht der Kiez-Chef ganz deutlich: „Im Mittelpunkt standen immer die Kinder“. Und das soll, wenn es nach ihm geht, immer so bleiben. Allerdings bereitet ihm die Zukunft durchaus Sorgen. „Corona kam in dem Jahr, in dem wir zum ersten Mal 30.000 Besucher erwartet haben“, erzählt er. Die erhofften Einnahmen blieben aus. Sollte der Lockdown das Kiez noch einmal so hart treffen, „wissen wir nicht, wie wir das überstehen sollen“, macht Axel Krause klar. Dabei ist erklärtes Ziel aller Beteiligten – und so brachte es Birgit Fischer auf den Punkt – bezahlbare Ferien für alle Kinder zu bieten. „Hier gab es immer Spaß und so soll es auch bleiben.“

Wie der Spaß in der Vergangenheit aussah und wovon das Gelände noch so geprägt wurde, das können sich alle Interessierten im "Café Fritze" anschauen. Fotos, Dokumente und andere Exponate zeugen von den bewegten Zeiten in Bollmannsruh.
Und wer beim Ausstellungsbesuch noch ein Getränk zu sich nimmt oder sein Portmonee für eine Spende zückt, hilft auch zukünftigen Generationen, sich eigene Erinnerungen an den Kinder- und Erholungszentrum Bollmannsruh (Kiez) zu schaffen.

Verwandter Artikel:
07.07.21 [Wo die Kindheit wieder lebendig wird]

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  • Die Ausstellung mit Eindrücken von den 50er bis 90er Jahren ist im Café Fritze zu besichtigen.

  • Auch Axel Krause, Geschäftsführer des Humanistischen Regionalverbandes, und Kanutin Birgit Fischer erinnern sich gut an ihre Kindheitserlebnisse in Bollmannsruh.

  • Die Ausstellung mit Eindrücken von den 50er bis 90er Jahren ist im Café Fritze zu besichtigen.


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