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Pflichtaufgabe erfüllt

Sport
  • Erstellt: 30.08.2021 / 20:01 Uhr von Christian Reidlingshöfer
Die Fußballerinnen des FC Stahl Brandenburg haben am Sonntag ihre erste Pflichtaufgabe der neuen Saison gelöst. In der 1. Runde des Landespokals nahmen sie die Hürde beim SV Falkensee-Finkenkrug sicher mit einem 2:0-Erfolg. Trainer Oliver Gühne erlebte einen Auftakt nach Maß seiner Elf. Bereits in der Anfangsminute traf Jessica Finkbeiner zur Führung, als sie einen Abpraller der gegnerischen Abwehr an der Strafraumgrenze annahm, sich gegen zwei Gegenspielerinnen durchsetzte und sicher abschloss.

Die Gäste blieben dran und als Tanja Lehmann sich in der 10. Minute ein Herz fasste und aus circa 20 Meter mit einem schönen Schuss ins obere linke Eck auf 2:0 erhöhte, sah für Trainer Gühne alles nach einem gelungenen Nachmittag aus. Doch mit der deutlichen Führung wussten seine Schützlinge nicht gut umzugehen. Da alles nach einem „lockeren Spaziergang“ aussah, ließ die Laufbereitschaft nach, anstatt einfachen Fußball zu spielen, sollte es der besondere Pass sein, der aber auf dem ungeliebten schmalen Kunstrasenplatz zu häufig ins Aus geriet. Auch Schüsse aus wenig erfolgsversprechenden Situationen sorgten nicht zur Spielberuhigung bei. Dafür stand die Defensive sehr sicher, ließ über die gesamten 90 Minuten nichts zu. Hier überzeugte der Neuzugang auf der rechten Verteidigungsseite, Elisa Weyand. Von ihr erhofft sich Oliver Gühne mehr Stabilität auf dieser Position.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Annika Wasserroth für Anja Seelhoff, sie sollte das Angriffsspiel beleben. Doch bereits nach sechs Minuten verletzte sie sich schwer, musste mit Verdacht auf einen Bänderriss das Feld räumen. Für sie kam Lisa Budde von der gut besetzten Wechselbank. Doch erst mit der Einwechslung von Stefanie Beltz in der 67. Minute kehrte wieder Ruhe ins Stahl-Spiel ein. Die Brandenburgerinnen taten sich gegen die robust auftretenden Gastgeberinnen recht schwer, denen es eher um die Verhinderung von gegnerischen Tormöglichkeiten ging, als selbst offensiv aktiv zu werden. Trotz der Schwierigkeiten mit dem Kontrahenten hätte das Endergebnis leicht höher ausfallen können. Zum einen vergab Budde einen Hochkaräter, als sie freistehend einen Kopfball nicht im Tor unterbrachte, zudem verhinderten dreimal Pfosten oder Latte einen weiteren Stahl-Treffer. „Es ist nicht leicht gegen so einen defensiven Gegner zu bestehen. Ich hätte mir mehr spielerische Ideen gewünscht, auch wenn es auf so einem schmalen Feld schwer ist, unsere schnellen Angreiferinnen in Szene zu setzen. Aber das hatten wir in der Vorsaison häufiger, wenn wir auf den Kunstrasenplatz mussten. Da haben wir zwar gewonnen, doch schön war es meistens nicht“, so Trainer Gühne, der aber angesichts bei der Dominanz seiner Elf von Jammern auf hohem Niveau sprach. 

Am Sonntag (5. September / 13 Uhr) steht der Punktspielauftakt in der Landesliga an. Es kommt die SpG Wandlitz/Basdorf, der Gegner des Viertelfinals, das am 31. Oktober im Stadion am Quenz ausgetragen wird. Nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung - mit einer hohen Beteiligung aber nur wenig aussagekräftigen Testspielen - zählt Oliver Gühne seine Mannschaft zum Favoritenkreis. Er erwartet einen Zweikampf mit den ebenfalls spielstarken Frauen des SV Grün-Weiß Brieselang. Für den FC Stahl spricht auf jeden Fall seine Kaderstärke. Fast alle Positionen sind doppelt besetzt, da bereiten die Ausfälle von Wasserroth, Alina Braune und Cindy Wichmann (Urlaub) am Sonntag dem Trainer keine allzu große Sorgen. Er hofft auf ein klares Ergebnis gegen Wandlitz, auch wenn die Partie aufgrund einer Leichtathletikveranstaltung auf Platz 2 ausgetragen werden muss.

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