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Gewerkschaft NGG warnt: 3.100 Menschen in der Stadt trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 14.09.2021 / 17:01 Uhr von eb
Ein Leben lang arbeiten – und trotzdem reicht die Rente nicht: In Brandenburg an der Havel sind rund 3.100 Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und beruft sich hierbei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung.

Demnach, so heißt es in der Auswertung der NGG, "verdienen 17,5 Prozent aller Beschäftigten, die in Brandenburg an der Havel in Vollzeit arbeiten, weniger als 2.050 Euro brutto im Monat." 

Rein rechnerisch müssten sie laut Gewerkschaft sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen. 

„Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die etwa jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter sind der falsche Weg. Stattdessen muss die Politik die gesetzliche Altersvorsorge stärken“, sagt Sebastian Riesner. Der Geschäftsführer der NGG-Region Berlin-Brandenburg ruft die Beschäftigten aus den Branchen der Gewerkschaft auf, sich in puncto Rente über die Wahlprogramme der Parteien zu informieren und am 26. September wählen zu gehen.

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