Startseite  /  Jobbörse  /  Artikel einsenden  /  Impressum

Logo

Ansturm auf viele Häuser beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.09.2021 / 21:00 Uhr von rb
Am liebsten würde Turmpate Thomas Skala den Behälter des Wasserturmes in Kirchmöser zum höchsten Schwimmbad der Stadt umbauen, aber das ist nur eine Idee, die sich nicht wirklich umsetzen lässt. So bleibt es dabei, dass er dieses Denkmal liebevoll in Stand hält und so der Nachwelt weiter zugänglich macht. Zum Tag des offenen Denkmals, wie am vergangenen Sonntag, sogar kostenfrei. Dabei wurde er tatkräftig von seinen beiden Töchtern und seiner Ehefrau unterstützt.  Der diesjährige bundesweite Aktionstag stand unter dem Motto "Sein & Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. Aber der Wasserturm war nur ein Denkmal in der Stadt Brandenburg, das seine Pforten für die Neugierigen öffnete. Einige hundert Meter weiter gab es die nächsten Highlights zu sehen. 

Das Klubhaus „Seegarten“ und die einstige Hauptverwaltung der ehemals königlichen Pulverfabrik zogen ebenfalls zahlreiche Besucher an. Seit langen gab es hier mal wieder die Möglichkeit, das Innere der beiden Gebäude zu besichtigen. Einerseits die leeren Räume der Verwaltung, die zuletzt als Klinik genutzt wurden. Hier haben sich viele unbekannte Hände mit Graffiti verewigt. Andererseits der Blick in den großen Saal des „Seegartens“, der ob seiner Dunkelheit etwas Gespenstisches aber auch Beeindruckendes vermittelte.

Völlig überrascht zeigte sich noch am späten Nachmittag Anne Müller von der Resonanz der Brandenburger zur Besichtigung des Stadtbades am Alfred-Messel-Platz. „Ich bin total gerührt von der Sehnsucht der Brandenburger, das hier wieder Leben einzieht,“ so die Vorsitzende des Stadtbad e.V.. Das spiegelt das gesamte Interesse wieder, denn schon seit Monaten bekommen sie und ihr Team Hilfsangebote, um die Geschichte des Stadtbades erhalten zu können.  Entstehen soll hier ein kultureller Ort für die Havelstadt.

Bereits am Vormittag gab es derweil einen besonderen Termin in Gollwitz. Nach der erfolgreichen Innensanierung der Kirche wurde das Gotteshaus mit einem Festgottesdienst wieder seiner Bestimmung übergeben. Dazu gehörte auch, die Einweihung der restaurierten Wäldner-Orgel. „Wir haben viele Teile, die nicht mehr reparierbar oder nicht mehr vorhanden waren neu bauen müssen, aber auch Teile von einer zweiten Orgel restauriert und hier mit verwendet,“ so Orgelbauer Hartmut Beyer von der Werderaner Orgelbaufirma Alexander Schucke.

Bilder

Warten auf den nächsten Rundgang zum Tag des offenen Denkmals vor dem Stadtbad Brandenburg.
Das Kassenhäuschen am Eingang im Stadtbad.
Das Becken des Stadtbades wird wohl für immer ohne Wasser bleiben.
Mit Leidenschaft führt Thomas Skala (re.) die Besucher auf den Kirchmöseraner Wasserturm.
Der Behälter des Wasserturmes Kirchmöser.
Weit reicht der Blick vom Aussichtsrondell hoch oben auf dem Wasserturm in Kirchmöser.
Blick in einen der Gänge in der einstigen Verwaltung der Pulverfabrik in Kirchmöser.
Der Saal des Klubhaus am Seegarten war Besuchermagnet.
Hell erstrahlt der nach historischem Vorbild restaurierte Innenraum der Gollwitzer Kirche.
Orgelbauer Hartmut Beyer (re.) erklärt gern die Wändler-Orgel in der Kirche Gollwitz.
Dieser Artikel wurde bereits 3.716 mal aufgerufen.

Werbung