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Zäher Auftritt mit glücklichem Ende für die Stahlfrauen

Sport
  • Erstellt: 20.09.2021 / 08:01 Uhr von Christian Reidlingshöfer
Aufgrund der zahlreichen Ausfälle durch Urlaub und Erkrankung ging Oliver Gühne, der Trainer der Fußballfrauen des FC Stahl Brandenburg, in der Heimpartie gegen die SG Sieversdorf ein großes Wagnis ein, ließ hinten mit einer Dreierkette spielen, anstatt der gewohnten Vierer-Formation. Um es vorwegzunehmen, daran lag es nicht, dass die Zuschauer im Stadion am Quenz einen eher bescheidenen Auftritt geboten bekamen. Dabei fanden die Gastgeberinnen gut ins Spiel. Bereits in der 8. Minute folgte die Belohnung. 

Patrizia Schulze-Bodemann zog von der Strafraumgrenze ab, der Ball ging unter die Latte ins Tor. Doch dieser Lichtblick hielt nicht lang vor. Nur zwei Minuten später stand die Stahl-Abwehr recht unsortiert auf dem Platz und die Gäste bedankten sich in Person von Lena Luther mit dem 1:1-Ausgleich. Danach wurde es über weite Strecken der ersten Hälfte unansehnlich. Die Brandenburgerinnen versuchten es immer wieder durch die Mitte, was es den Gästen einfach machte ihren Sechzehner zu verteidigen. Zudem erschwerten ungenaue Zuspiele die Offensivbemühungen. Dennoch ergaben sich vor der Pause noch Möglichkeiten erneut in Führung zu gehen. Bei den Schüssen von Marlen Wodtke und Jessica Finkbeiner fehlten ein paar Zentimeter, während Schulze-Bodemann in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf. 

Trotz der beruhigenden Worte des Trainers in der Kabine trat im zweiten Durchgang zunächst keine Besserung ein. Im Gegenteil, beinah wären die Gastgeberinnen in Rückstand geraten, als in der 51. Minute Elisa Weyand gerade noch per Kopf retten konnte. Ab Mitte der zweiten Hälfte trat eine Besserung bei der Gühne-Truppe ein. Zwar leisteten sich die Stahl-Frauen weiterhin zahlreiche schlechte Pässe, aber sie zogen das Spiel nun mehr in die Breite. Dadurch ergaben sich gleich mehr Möglichkeiten, wie es Oliver Gühne in der Halbzeitbesprechung prophezeit hatte. Nach etwas mehr als einer Stunde kam das Leder eher zufällig zu Anja Seelhoff, doch der Schuss geriet zu einer „Rückgabe“. Bei Livia Bauers Freistoß (68.) war mehr „Bums“ drin, er ging aber um 20 Zentimeter am rechten Toreck vorbei. Kurz darauf senkte sich eine missglückte Flanke Wodtkes (70.) gefährlich in Richtung Torlinie, doch die Gästetorfrau Yasmine Niessner bekam gerade noch die Faust heran. Wenig später erhielt Seelhoff eine prima Vorlage, die sie zunächst verstolperte, im Nachschuss war Niessner auf dem Posten. 

Die Sieversdorferinnen wurden in ihre Hälfte eingeschnürt, sahen sich Angriff auf Angriff ausgesetzt. In der 76. Minute ging ein abgefälschter Schuss Wodtkes knapp am Pfosten vorbei. Aus der daraus resultierenden Ecke entwickelte sich das 2:1. Tanja Lehmann wollte flanken, eine Gästespielerin bekam im eigenen Strafraum den Ball an die Hand und mit ein bisschen Verzögerung zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Lehmann übernahm die Verantwortung und ließ Niessner keine Chance. Die Brandenburgerinnen begingen nicht den Fehler sich nun komplett zurückzuziehen, beschäftigten weiter die Gäste mit Angriffen. In der 84. Minute versuchte es zunächst Cindy Wichmann, der Abpraller landete bei Schulze-Bodemann, die aus halblinker Seite wunderbar ins rechte obere Eck zum 3:1-Endstand traf. 

Die Partie fand dann ein unglückliches Ende mit der Verletzung einer Gästespielerin. Sie wurde eine Viertelstunde zuvor bei einer Rettungstat ihrer eigenen Torhüterin mit einem strammen Schuss am Kopf getroffen. Da zeigte sie noch keine Wirkung, doch kurz vor dem Spielende sank sie auf dem Platz zusammen. Als sie nach minutenlanger Behandlungszeit vom Platz getragen wurde, beendete der Schiedsrichter das Spiel. Die verletzte Spielerin wurde mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung in die Klinik gebracht. Trainer Gühne wollte zu dem Spiel nicht viel sagen: „Wir müssen ganz schnell einen Haken daran machen. Wir wissen selbst das war kein guter Auftritt, doch solche Spiele muss man auch erst einmal gewinnen. Beim nächsten Mal wird es wieder besser laufen, da wird sich die Personallage wieder entspannt haben.“ 

Viel Zeit zum Grübeln bleibt auch nicht, am kommenden Sonntag (26. September/13 Uhr) geht die Fahrt zum 1.FFC Turbine Potsdam III.

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