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Nur die erste halbe Stunde gut

Sport
  • Erstellt: 23.01.2022 / 15:01 Uhr von Christian Reidlingshöfer
Im heimischen Stadion am Quenz besiegten an diesem Sonnabend die 1. Landesliga-Männer des FC Stahl Brandenburg den 6. der Landesklasse West, die SG Grün-Weiß Golm, mit 5:2. Dabei wussten die Gastgeber nur in der ersten halben Stunde zu überzeugen. Sie beherrschten den Kontrahenten, kamen durch intensives Pressing immer wieder zu Ballgewinnen, die in gut vorbereitete Angriffe mündeten. So erreichte in der 16. Minute Sebastian Hoyer ein gut getimter Pass fünf Meter, in halbrechter Position vor dem Grün-Weißen Kasten. Beim Versuch zu klären, traf ein Golmer Abwehrspieler Hoyer und der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß. Den verwandelte Jeffrey Kniestedt problemlos. Kurz darauf...

... war Hoyer nicht zu stoppen, doch aus 12 Meter setzte er seinen Versuch etwas zu hoch an. Durch ihr genaues und schnelles Passspiel bereiteten die Brandenburger der Gästedefensive arge Probleme, doch häufig machten sich die Platzherren das Leben selbst schwer, wenn sie es zu kompliziert versuchten oder den Zeitpunkt zum Abschluss nicht fanden, wie Bob Mike Okezie-Andicene in der 27. Minute. Kurz darauf zeigte er jedoch seine Torjägerqualitäten, als er den Pass von seinem Sturmkollegen Lukas Hehne direkt nahm und flach zum 2:0 (32.) abschloss. Mit diesem Treffer endete auch die gute Phase der Stahl-Elf. Danach erlaubte sie sich zu viele frühe Ballverluste. Ohne dass die Golmer daraus Kapital schlagen konnten. Ihre beste Chance klärte Max-Bennet Säger (33.) resolut, als er vor einem Grün-Weißen noch zur Ecke klärte. Erst kurz vor der Pause berappelten sich die Gastgeber, kamen noch zu guten Möglichkeiten. In der 43. Minute ging Okezie-Andicenes Schuss einen halben Meter über das Tor, dann setzte sich Nicholas Engel auf der rechten Seite durch, doch anstatt es selbst zu versuchen passte er vor das Tor, doch die Golmer hatten den Braten gerochen. Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Trainer Maik Aumann mit Alexander Tarnow, Maximilian Glomm, Finn Niklas Spirius und Torhüter Carl Wilhelm Säger gleich vier neue Leute. In der 52. Minute folgte noch Alexander Mertens. Die Wechsel führten nicht zur Besserung im Stahl-Auftritt. 

Die Brandenburger hatten zwar die erste Möglichkeit, als Adrian Jaskola (48.) aus 18 Meter abzog, doch der Gästetorwart kratzte den Ball noch aus dem rechten Torwinkel. Für lange Zeit war dies jedoch das letzte Lebenszeichen der Stahl-Männer. Sie verloren komplett die Ordnung in ihrem Spiel, die Zuspiele aus der Abwehr kamen nicht an, das Angriffsspiel erlahmte. Ähnlich wie die Stahl-Fußballer setzten die Gäste nun auf frühes Attackieren, kamen dadurch zu vermehrten Ballbesitz. In der 53. Minute setzte, nach einem Stellungsfehler, ein Golmer zum Abschluss an, die Rettungstat eines Stahl-Abwehrakteurs kam zu spät. Der fällige Elfmeter führte zum Anschlusstor. Damit hatte sich die Vorgabe des Trainerstabes „zu Null zu spielen“ erledigt. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Wenig später verloren die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung den Ball, und die Grün-Weißen erzielten mit einem feinen Heber den Ausgleich. Beinahe wäre noch die Führung geglückt, doch bei dem Kopfball in der 65. Minute fehlte ein Meter. Zumindest zeigten die Platzherren nun eine Reaktion. Sie konnten zwar nicht an die gute Leistung aus der ersten Hälfte anknüpfen, erspielten sich aber nun wieder Torgelegenheiten. Kurios die 77. Minute: Engel setzte von der linken Seite aus Hehne ein, seinen Schuss wehrte der SG-Torwart ab, wie auch den Nachschuss von Okezie-Andicene. Doch die Situation war noch nicht bereinigt. Wieder kam Engel von der linken Seite zum Flanken und diesmal nutze Hehne per Kopf die Vorlage zum 3:2. 

Den Wiederanstoß der Gäste fingen die Brandenburger ab, spielten den tiefen Pass auf Hehne und der Stürmer traf zum 4:2 (78.). Damit war der Widerstandsgeist der Grün-Weißen gebrochen, sie fügten sich nun in ihre Niederlage. Kurz vor dem Abpfiff erlief sich Engel einen weiten Pass kurz vor der Torauslinie und seine präzise Eingabe nutzte Okezie-Andicene zum 5:2-Endstand. Nach dem Schlusspfiff sprach Co-Trainer Stefan Taube von guten ersten 30 Minuten, doch was die Mannschaft danach ablieferte gefiel dem Trainerstab gar nicht. Er gab aber zu bedenken, dass hinter den Spielern eine harte Vorbereitungswoche lag und dass man bei einigen eingewechselten Spielern sah, dass sie mit Trainingsdefiziten zu kämpfen hatten. Für den kommenden Samstag (29. Januar) wird noch dringend ein Testspielgegner gesucht, der gern auch höherklassig angesiedelt sein darf.

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