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    • Mit der Grundsteinlegung des Stahlwerkes im Jahre 1912 kam auch die Frage der Unterbringung der Arbeiter und ihrer Familien auf. So wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite 1918/19 die Siedlung Wilhelmshof gebaut. Während für die Katholiken 1934/35 die Kirche St. Bernhard entstand, bauten sich die evangelischen Christen bereits sechs Jahre früher in Formen des Bauhauses in der heutigen Thüringer Straße 9 ihre Christuskirche. Dieses damals noch auf freiem Feld stehende Gotteshaus ist insofern berühmt, als dass Otto Bartning (1883-1959) für die Pläne verantwortlich zeichnete. Bartning gilt immerhin als bedeutendster Kirchenbauarchitekt seiner Zeit. mehr
    • Sogar noch älter als das Gebäude der Doppelgemeindeschule (1906/08) ist das der Bürgerschule. Am 10. April 1893 fand in der Jakobsstraße die feierliche Einweihung des stattlichen Backsteinbaues, der damals fast 185.000 Mark kostete, statt. Der Dreigeschosser nahm Klassen auf, die bis dahin in der Kleinen Münzenstraße unterrichtet wurden. Das Haus beherbergte nach dem 2. Weltkrieg gut 30 Jahre lang die EOS „Johann Wolfgang von Goethe“ und heute die Theodor-Fontane-Grundschule. mehr
    • „Den Söhnen des Vaterlandes, die sich den Wissenschaften und den Künsten weihen“, so die Inschrift unter dem Stadt-Wappen, das vor dem Mansarddach gut zu erkennen ist. 1796/97 baute die Stadt am Katharinenkirchplatz 5 ein neues Gymnasium. Allerdings nicht ganz freiwillig. Sie erfüllte damit eine Forderung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. Über zehn Jahre lag da das Grundstück nach dem Abriss des im Jahre 1574 errichteten schlossartigen Vorgängerbaues schon brach. Bereits 1386 ist übrigens an gleicher Stelle die Katharinenschule der Neustadt nachgewiesen. mehr
    • Mit einem Presslufthammer wurde der Brandenburger Ehrenbürger Max Herm (1899-1982) im April 2014 unsanft von seinem Sockel unweit der BOS Kirchmöser entfernt. Den bronzenen Kopf des ehemaligen Oberbürgermeisters ließ die damalige Schulleiterin Angelika Schöps entfernen. Sockel und Büste sollen damals dem Abriss des neuen Plattenbau-Schulgebäudes im Wege gewesen sein. Aus der Ankündigung, Max Herm zeitnah einen neuen Platz zuzuweisen, wurde bis heute nichts. Die letzten fast zwölf Jahre verbrachte die bronzene Büste im Keller der BOS Kirchmöser. mehr
    • Mitte des 19. Jahrhunderts war in der Havelstadt die Zeit, in der eine Vielzahl an Parks und Promenaden entstanden. So auch die Sankt-Annen-Promenade. 1841 fasste die Stadt den Beschluss und stellte 930 Mark für die Anlegung der „Kanalpromenade“ in den Haushalt ein. Doch bevor es losgehen konnte, mussten die Tuchrahmen, die die Tuchfabrikanten dort aufgestellt hatten, verschwinden. Das gelang mithilfe von Geld und Prozessen. Die Rahmen standen nun auf dem heutigen Jungfernsteig. mehr
    • Für nicht einmal 20 Jahre gab es in Wusterwitz eine Anstalt für Nerven- und Gemütskranke. Dr. Karl Bünger ließ im Jahre 1903 in der heutigen Rosa-Luxemburg-Straße fünf Krankenhäuser, ein Wirtschaftshaus mit Dampf-, Koch- und Waschküche, ein Maschinenhaus, eine Kläranlage, einen Stall und eine Leichenhalle bauen. Es gab elektrisches Licht, eine Zentralheizung und Innentoiletten. Im Dorf Wusterwitz war das zu damaliger Zeit ein echter Luxus. mehr
    • Vor gut drei Jahren wurden in der einstigen Waffelfabrik in der Wredowstraße 21 Mietwohnungen fertiggestellt. Doch schaut man genauer hin, dann sieht man, dass der hintere Teil der einstigen Honigkuchen- und Waffelfabrik H. König noch darauf wartet, wachgeküsst zu werden. Neun große Wohnungen, zwischen 160 und 200 Quadratmeter groß, sind in dem bereits entkernten und direkt an den Jakobsgraben angrenzenden Industriebau auf drei Etagen geplant. mehr
    • Im Plauer Kino werden schon lange keine Filme mehr gezeigt. Die Hoffnung, dass Schlossbesitzer Christian Kolbe nach dem Erwerb 2007 im Rahmen einer Versteigerung ganz groß in die Immobilie investiert, hat sich nicht erfüllt. Zumindest der vordere Teil beherbergt seit fast 20 Jahren „Alis Tanz- und Turnschuppen“. Mittlerweile hat Kolbe das Gebäude an zwei in Plaue lebende Vietnamesen weiterveräußert. Was sie jedoch planen, ist bisher noch nicht bekannt. mehr
    • Als die Stadt Brandenburg im Jahre 1924 die Badeanstalt am Grillendamm errichten ließ, beauftragte sie zugleich den hiesigen Künstler Carl Lühnsdorf (1879-1955) einen Anglerbrunnen als künstlerischen Schmuck für die Anlage zu schaffen. Lühnsdorf, der den Barbier noch selbst gekannt haben soll, hob den Angler Fritze Bollmann als berühmtesten Petrijünger der Stadt schließlich auf den Sockel seines Brunnens. 50 Jahre thronte das Brandenburger Original dort und schaute auf die Badegäste herab. mehr
    • Von den meisten Ziegeleienin der Region sind nur noch Straßennamen geblieben. Anders in Krahnepuhl. Seit 1840 werden an diesem Standort ununterbrochen Baumaterialien hergestellt. Von 1840 bis 1972 waren es – bis der Grundstoff Ton immer knapper wurde - gelbe Ziegel, dann Hohlblocksteine und seit 1992 erst als Bausteine Briest GmbH. und inzwischen als Liaplan Nord GmbH. verschiedene Hightech-Steine. Die erste Ziegelei siedelte sich im Jahre 1840 am „Kranichpuhl“ an.  Produziert wurde zuerst mit nur einem Ringofen. Darin brannte man gelbe Klinker. mehr
    • Der Hohenzollernstein am Rande der Heerstraße galt in der Wendezeit als verschollen. Nach 1945 soll ein Panzer der Roten Armee das Denkmal mit einem gezielten Schuss mit einer Granate zerstört haben. Im Jahre 1954 fotografierte der Heimatforscher Friedrich-Karl Grasow noch die Einzelteile des mit einer Inschrift versehenen Steines. Einige Jahre später war dann jedoch alles verschwunden. Grasow vermutete damals, dass die Reste kurzerhand den Hang zum Diebesgrund hinabgerollt wurden. Ein Abtransport wäre wohl auch zu aufwändig gewesen. In den DDR-Jahren war der an die Hohenzollern erinnernde Gedenkstein dann kein Thema mehr. mehr
    • Das „Café Graf“ in der Hauptstraße war einst die erste Adresse in der Stadt für wohlhabende Brandenburger, die Kaffee trinken und ein Stückchen Kuchen essen wollten. „Das erste Haus am Platze“, wie der Eigentümer Otto Graf im Jahre 1933 in einer Annonce warb, verfügte über eine eigene Konditorei, in der nicht nur feines Gebäck und Torten hergestellt wurden, sondern auch Eisspeisen. mehr
    • Vor 125 Jahren wurde der Nicolaiplatz erstmals gärtnerisch gestaltet. Die Fläche zwischen dem Plauer Torturm und der Nikolaikirche hieß um die Jahrhundertwende einfach nur „Vor dem Plauer Thor“ und war mit einer Doppelreihe Scheunen bebaut. Sie verschwanden im Jahre 1899 und erst dann war eine Gestaltung des unbefestigten Platzes, der von den Altstädtern auch gern als Schuttabladeplatz genutzt wurde, überhaupt erst möglich. Zu diesem Zeitpunkt war der Pferdestall der Straßenbahn-Gesellschaft das einzige Gebäude auf dem Platz. Der Landschaftsgärtner Hermann Müller schuf schließlich die Pläne, die 1901/02 zügig umgesetzt wurden. mehr
    • Die Beimler-Diskothek hatte einst Kultstatus
      Marcus Alert / 28.12. / 20:01 Uhr

      Vor 45 Jahren wurde im 1974/75 errichteten Speisesaal in der Brielower Straße – der von der Heinrich-Rau- und der Hans-Beimler-Schule nicht nur zum Essen, sondern auch für Veranstaltungen genutzt wurde, - die erste außerschulische Disko genehmigt. Das war die Geburtsstunde des „Beimlers“. Die Diskothek im Plattenbau mit V-T-Falten als Dachkonstruktion erlangte schnell Kultstatus. mehr
    • Vor 100 Jahren, am 19. Dezember 1925, fand im gerade fertiggestellten Rathaus in Kirchmöser, im Ratssaal, die erste Gemeindesitzung statt. Das Haus ist ein neubrocker Ziegelbau im Stile eines Herrenhauses. Es symbolisierte damals das gesteigerte Selbstbewußtsein der Gemeinde, die noch um 1900 gerade einmal 286 Einwohner zählte. Mit der Ansiedlung der Pulverfabrik im Jahre 1915 wuchs Kirchmöser rasant und benötigte schon bald eine repräsentative Verwaltung. Ursprünglich sollte die Deutsche Reichsbahn im Zusammenhang mit den beiden Werkssiedlungen als Bauherr auftreten. Als die sich weigerte, sprang die durch Steuereinnahmen zahlungskräftige Gemeinde ein. mehr
    • Im halbrunden Giebel des Hauses Neustädtische Heidestraße 54 ist neben dem Spruch „Soli Deo Gloria“ auch ein Anker zu erkennen. Der weist darauf hin, dass das Haus einst die Gaststätte „Zum Anker“ beherbergte. Später hieß die Gaststätte „Goldene Kugel“. Darauf weist wiederum die das hübsche Haus bekrönende goldene Kugel hin. Auch die Maschinenbauanstalt Reinboth hatte hier zeitweilig ihren Sitz. mehr
    • Das wohl älteste Kita-Gebäude der Stadt Brandenburg steht seit einigen Wochen leer. Seit dem Jahre 1892 wurde der Backsteinbau in der Damaschkestraße 28 ununterbrochen für die Kinderbetreuung genutzt. Doch aufgrund des Kitabedarfsplanes der Stadt musste das Diakonische Werk die Einrichtung „Kleine Fische“ mit 28 Plätzen für Kinder von zwei bis sechs Jahren Ende August 2025 schließen. „Zum Jahresende läuft der Vertrag mit der Lafim-Diakonie als Eigentümer der Immobilie aus“, so Joachim Damus vom Diakonischen Werk. Insgesamt mussten drei Kitas schließen. mehr
    • Da schaute die Landeshauptstadt in die Röhre. Der Landesbaupreis 2002 wurde der Luckenberger Brücke in Brandenburg und damit auch dem Architekten Henry Ripke verliehen. Die filigrane und exakt 56,60 Meter lange und 12,5 Meter breite Stahl-Beton-Konstruktion, die 5,3 Millionen Euro gekostet hatte, war am 12. Oktober 2001 seiner Bestimmung übergeben worden. Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro floss übrigens in eine Tafel, die bis heute an den Preis erinnert. mehr
    • Im März 1994 traf Winfried Overbeck in Brandenburg ein. Sein Arbeitsplatz war der Dom. Im Dechantenhaus fungierte er mehr als ein Jahrzehnt als Dozent für Religionspädagogik und schob von dort als Chef der Elternalternative nicht nur die Gründung der evangelischen Grundschule an, sondern auch die des Domgymnasiums. Im Jahre 2006 wurde er schließlich Gründungsrektor des evangelischen Gymnasiums, das er immerhin 16 Jahre führte. Am 2. Juni 2022 verabschiedeten ihn schließlich Bischof Wolfgang Huber und 400 Gäste im Rahmen eines Festgottesdienstes in den verdienten Ruhestand. Seitdem ist er überwiegend in Nordheim im Elsass zu finden.  mehr
    • Gegen 16.30 Uhr wurde am 5. Mai 1972 die Feuerwehr alarmiert. Rauchschwaden stiegen aus der St. Gotthardtkirche auf. Im Inneren brannte die aus dem Jahre 1736 stammende Orgel. Schnell war die Feuerwehr vor Ort, die zwar letztlich Schlimmeres verhinderte, die Wagner-Orgel und den Orgelprospekt von Johann Georg Glume jedoch nicht mehr retten konnten. Ein halbes Dutzend Löschzüge waren vor Ort und die Kameraden verhinderten über mehrere Stunden, dass sich das Feuer ausbreitete. mehr
    • Das Carpzowsche Bürgerhaus ist seit über 125 Jahren zweigeteilt. Das Haus selbst steht in der Neustadt, das Portal aber am Rande der Altstadt. Auch ohne das Portal ist die Steinstraße 57/Ecke Brüderstraße das letzte massive Patrizierhaus im Stile der Renaissance. Das Baujahr, 1563, ist in den Giebel eingelassen. Bauherr war der damalige Bürgermeister und Tuchhändler Simon Carpzow, der das riesige Fachwerkhaus mit der Ziegelfassade für sich und seine Ehefrau Anna Lintholz errichten ließ. mehr
    • Karl Friedrich Schinkel hat sich geirrt. Zum Glück. In einem denkmalpflegerischen Gutachten hatte Preußens großer Baumeister schon im Jahre 1827 dem Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel attestiert, dass das imposante Bauwerk die Jahrtausendwende nicht mehr erleben werde. Was Schinkel zu der pessimistischen Prognose veranlasste: Der älteste Backsteinbau der Mark stand nicht nur zwischen Havelarmen der Dominsel auf sumpfigem Untergrund, sondern auch auf dem verfüllten Graben der einstigen Slawenburg. Trotz diverser Rettungsversuche im Laufe der Jahrhunderte änderte sich nichts an der Standfestigkeit des imposanten Bauwerkes. mehr
    • Am Rosenhag: Hier wohnten auch Max und Minna Herm
      Marcus Alert / 08.12. / 20:01 Uhr

      Der bekannte Künstler Arnold Topp (1887-1945) wohnte hier in der einzigen Atelierwohnung und auch das Oberbürgermeister-Ehepaar Max (1899-1982) und Mia Herm (1906-1993) wusste die geräumigen Wohnungen mit gehobenem Komfort Am Rosenhag 1-3/Ecke Am Marienberg 10/11 sehr zu schätzen. Hinzu kamen vor allem Künstler und Ärzte, die sich nach der Fertigstellung in dem eindrucksvollen Bauhaus-Ensemble einmieteten. Die zum Nicolaiplatz hin abgerundete Häuserzeile beinhaltete auch ein über zwei Geschosse reichendes Cafe und eine Dachterrasse mit Springbrunnen. mehr
    • Wenn Paul von Hindenburg die Stadt Brandenburg besuchte, dann sorgte er für Menschenaufläufe. Nach dem Sieg in der Schlacht von Tannenberg wurde er von der deutschen Bevölkerung geradezu verehrt. Von 1915 bis zu seinem Tode im Jahre 1934 war er als Domherr und Domdechant eng mit der Havelstadt verbunden. Nicht von ungefähr machte ihn die Stadtverordnetenversammlung 1933 zum Ehrenbürger. Während man Adolf Hitler, Wilhelm Kube und Ernst Altenkirch die Würde 1991 wieder aberkannte, distanzierte sich die SVV im Jahre 2013 zwar von der Verleihung an Hindenburg, rührte sie aber letztlich nicht an und akzeptierte so die Entscheidung ihrer Vorgänger. mehr
    • Im März 1957 wurde im Haus Steinstraße 9 das „Klubhaus des Handels“ eröffnet. Vom Glanz des einstigen barocken Bürgerhauses war da längst nichts mehr zu erkennen. Um 1900 hatte die Straßenfassade noch einmal viel Stuck erhalten, der bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg hielt. In den 1960er Jahren verlor das Gebäude dann jedoch jeglichen Schmuck. Nach der Wende fiel die inzwischen marode Immobilie an den Alteigentümer. mehr
    • Beim mittelalterlichen Rathenower Torturm wird der Durchgang heute als Selbstverständlichkeit angesehen. Der existiert allerdings erst seit 1910. Da wurden Straßenbahngleise an dem backsteinernen Wehrturm vorbeigeführt, die auf Höhe Werner-Seelenbinder-Sportplatz endeten. Da die Straße neben dem heute 28 Meter hohen Turm sehr eng war, hatte man in der Stadtverwaltung die Idee mit dem Durchgang. mehr
    • Die stählerne Rose passt genau zur Friedenswarte
      Marcus Alert / 30.11. / 20:01 Uhr

      Eine bewegte Geschichte hat die Edelstahl-Rose des Blumenbrunnens am Südaufgang des Marienberges hinter sich. Im Jahre 1974 nach den Plänen des Brandenburger Künstlers Manfred Schindler (1935-2016) geschaffen, verschwand sie 1996 für einige Jahre in einem Schuppen des Bauhofes in der Caasmannstraße. Anfang Mai 2011 stahlen zwar Metalldiebe von dort die Blume, ließen das 60 Kilogramm schwere Stahlgeflecht aber in der Klingenbergstraße zurück. Im Vorfeld der BUGA nahm die Rose schließlich wieder ihren alten Platz ein. mehr
    • Rettung der maroden Seifenfabrik im Deutschen Dorf
      Marcus Alert / 29.11. / 20:01 Uhr

      In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde Ende April 1945 beim erbitterten Häuserkampf fast jedes Gebäude in der damals noch prachtvollen St. Annenstraße zerstört. Kein Stein blieb auf dem anderen. Erhalten blieb nur die hinter dem im Jahre 1789 errichteten Rochowschen Palais gelegene einstige Seifenfabrik. Das Backsteingebäude trägt heute die Adresse Deutsches Dorf 1. Auf dem Grundstück befindet sich auch eine erst 2007 durch Zufall entdeckte 33 mal 4,6 Meter große spätbarocke Kelleranlage, die seitdem unter Denkmalschutz steht. mehr
    • Einst begleitete die sogenannte Kommunikation die gesamte Stadtmauer von Alt- und Neustadt. Sie war ein schmaler Gang im Inneren und musste bis in das 19. Jahrhundert hinein frei gehalten werden. Erhalten blieb letztlich nur der Teil zwischen Ritterstraße bis zur Einmündung Altstädtische Wassertorstraße. Diese kleine Gasse trägt heute noch den Namen Kommunikation. mehr
    • „Bücher aus aller Welt“ prangte in großen Lettern mehrere Jahrzehnte am Giebel des Wohn- und Geschäftshauses Steinstraße 8. Der Platz war nicht zufällig gewählt. Schließlich befand sich in direkter Nachbarschaft die am 1. Mai 1963 feierlich eröffnete Volksbuchhandlung. Diese war zu diesem Zeitpunkt das modernste Geschäft der Stadt und eine der schönsten Buchhandlungen in der damaligen DDR. Nach der Wende verschwanden jedoch sowohl die Lichtwerbung als auch die Buchhandlung. mehr
    • Zum 650. Jubiläum steht eines der bedeutendsten Kunstwerke des europäischen Mittelalters im Rampenlicht: Der Brandenburger Dom widmet dem sogenannten Böhmischen Altar eine eigene Kabinettausstellung. Das spätmittelalterliche Retabel, 1375 feierlich geweiht, gilt weltweit als außergewöhnliches Zeugnis böhmischer Schnitzkunst zur Zeit Kaiser Karls IV. und ist das einzige nahezu vollständig erhaltene Beispiel seiner Art nördlich der Alpen. mehr
    • Viele schöne Häuser fielen in den letzten Kriegstagen den erbitterten Straßenkämpfen zum Opfer. Doch am meisten traf damals die Brandenburger die Zerstörung des Kurfürstenhauses. Es war das bis dahin am meisten fotografierte Haus der Havelstadt. Das repräsentative Gebäude an der Ecke Stein- und Hauptstraße wurde weitgehend in Schutt und Asche gelegt. Nur der bis an die Steinstraße reichende Giebel blieb erhalten. Doch der fiel 1946 der Spitzhacke zum Opfer. mehr
    • Der letzte Zisterzienserabt Valentin Henneke stiftete im Jahre 1518 dem Koster Lehnin einen kunstvoll mit Schnitzereien und Gold verzierten Flügelaltar. Das heute als Lehniner Altar bekannte Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt, flankiert von Petrus und Paulus, die gekrönte Maria mit dem Jesuskind steht, gilt als eines der bedeutendsten Altarbilder des 16. Jahrhunderts. Der von 1509 bis 1542 als Abt fungierende Valentin wollte mit der Stiftung des Kunstwerks Vorsorge für seine Aufnahme in den Himmel am Tag des Jüngsten Gerichts treffen. Doch dann kamen Martin Luther und die Reformation dazwischen. mehr
    • Vor 50 Jahren wurde die Domdechanei auf dem Burghof leergezogen. Nach fast 30 Jahren als städtisches Feierabendheim war das barocke Gebäude völlig heruntergewirtschaftet, musste es im Jahre 1975 wegen Baufälligkeit schließlich geräumt werden. Die Wende rettete den zu diesem Zeitpunkt immerhin 17 Jahre leer stehenden Ziegelbau, der nicht nur architektonisch, sondern auch historisch interessant ist. Es war die erste große Sanierungsmaßnahme im Dombereich. mehr
    • In Brandenburg verfügen noch mehrere Häuser über Radabweiser, die zumeist kaum auffallen. Jedoch prägen mindestens noch zwei ganz besondere Paare das Stadtbild: Und zwar an der Kurstraße 7 und der Hauptstraße 32. Zwei „Eiserne Ritter“ befinden sich zudem im Besitz des Stadtmuseums. In den warmen Monaten sind sie im Hof zu bewundern, den Winter verbringen sie jedoch im warmen Depot. mehr
    • Zwei Granit-Tafeln der am 22. März 1974 gesprengten Bismarckwarte sind jetzt gefunden worden. Seit 24 Jahren lagern sie bereits im Garten des Stadtmuseums. Jedoch wusste dort bisher niemand, woher sie stammen. Anhand einer alten Fotografie der Bismarckwarte lässt sich aber nun eindeutig belegen, dass sie einst Bestandteil des 1908 fertiggestellten Turmes war. mehr
    • Eine der letzten unsanierten Villen im Stadtgebiet nach der Wende war das Tiede-Wohnhaus Grillendamm 2. Die Musikschule war genauso im Gespräche wie das Standesamt und selbst der Einzug einer Bank war nicht völlig abgeschlossen. Selbst der damalige LEG-Chef Germanus Pause liebäugelte mit der Villa. „Sollte sich kein Käufer finden, dann ziehen wir selbst dort ein“, so der LEG-Chef 1994. Mitte 1995 erwarb dann aber die Rechtsanwaltskammer die Immobilie. Sie investierte von Mai 1996 bis Juni 1997 gut eine Million Mark in Villa und Chauffeurhaus. mehr
    • Der Böhmische Altar im Brandenburger Dom ist zwar eines der spektakulärsten Altarstücke des europäischen Mittelalters, doch der Lehniner Altar verdrängte im Jahre1552 das Kunstwerk als Hauptaltar und der Böhmischer Altar spielte künftighin im Dom St. Peter und Paul nur noch die zweite Geige. Seit 1974 steht der Altar im südlichen Querhaus. Dort ist er noch bis zum 14. Dezember Mittelpunkt einer Kabinettsausstellung. mehr
    • Die Stadt Brandenburg hatte einst zehn Tortürme, von denen vier noch erhalten sind. In der Regel wurden sie nach dem Ort benannt, in dessen Richtung man an dieser Stelle die Stadt verlassen konnte. Doch der Turm, der in der Haupt-/Ecke Lindenstraße, also in Richtung Altstadt, einst stand, hieß interessanterweise Ehebrecherturm. Und das hatte mit seiner Nutzung zu tun. mehr
    • Vor 125 Jahren erwarb die Reichsbank für 60.435,50 Reichsmark Haus und Grundstück Neustadt Markt 10 von dem Arzt Dr. Richard Ernst Siegfried Lambrecht. Sofort nach dem Kauf erfolgte der Abriss des stattlichen Gebäudes, das über eine weit auf den Bürgersteig vorspringende Freitreppe verfügte. Das Haus wurde als Gasthof „Zum Goldenen Hirsch“, kurzzeitig als Ratskeller, als Polizeibüro und als Kaffeehaus genutzt. mehr
    • Die roten Klinker am Molkenmarkt ziehen bereits seit 125 Jahren die Blicke auf sich. Um 1900 ließ die Schultheiß-Brauerei AG das architektonisch auffällige Gebäude errichten. Es beherbergte das Restaurant „Zum Schultheiß“, verschiedene Gesellschaftsräume und eine Brauerei. 1947 bezog die Post das Haus. 1995 kam das Aus. Im Jahre 2004 erwarben Katrin und Mario Mischker die Immobilie. Von 2005 bis zum 31. Januar 2013 hatte in dem Gebäude dann der Geoinformations-Dienstleister RapidEye AG seinen Sitz am Molkenmarkt 29/30. Nach dem Leerzug gestaltete das Brandenburger Ehepaar Mischker den viergeschossigen Backsteinbau nebst Fachwerkgebäude und einem Backsteinhaus mit Türmchen zu einem Drei-Sterne-Hotel um. mehr
    • Ein Riese warf vor vielen Jahrhunderten von den Briesener Bergen einen gewaltigen Findling in Richtung Krahne, um die dortige Kirche zu zerstören. So erzählt es zumindest die Sage, die auch in vielen anderen Orten so beheimatet ist. Der Stein verfehlte das Gotteshaus und grub sich etwa 1,5 Kilometer entfernt in das Erdreich ein. Heute weisen Schilder den Weg zum „Blauen Stein“. Die bläulich-grünliche Farbe auf dunkle Bestandteile der Minerale Hornblende zurückzuführen. Er ist zwar kein Touristen-Magnet, aber trotzdem ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer. mehr
    • 60 Meßdunker leisteten sich 1868 eine neue Kirche
      Marcus Alert / 22.10. / 20:01 Uhr

      Die Straße nach Meßdunk endet an einem Stein mit der Jahreszahl 1375 darauf. Der kleine Ortsteil von Reckahn feierte im Sommer seine 650-Jahr-Feier. Wie so viele andere Orte auch, wurde Meßdunk damals im Landbuch Karls IV. erstmals erwähnt. Vermutet wird, dass der Ortsname – er variierte in den Quellen von Mistdunk, Meßtunk zu Misdunk - auf niederländische Siedler zurückgeht. Seit dem Jahre 1540 ist für den Ort eine Kirche nachweisbar. mehr
    • Fünf Skulpturen stehen seit 1992 auf dem südlichen Vorplatz des St. Pauli-Klosters. Sie sind das Ergebnis des 1. Internationalen Bildhauer-Pleinair, an dem fünf Künstler aus Holland, Portugal, Belgien und Deutschland beteiligt waren. Vom 21. August bis 19. September wurden damals von den mit Schutzbrille und Atemmaske ausgestatteten Künstlern unter freiem Himmel riesige Blöcke aus Marmor, Diabas und Dolomit mit Säge, Bohrer und Hammer bearbeitet. Bei der Anlieferung des Materials wog alles zusammen stolze 36 Tonnen. Die Idee für diese Aktion hatte der hiesige Künstler Dietmar Block, der die Gelder bei Stadt, Land und Bund locker machte. mehr
    • Zwei anmutige Engel zieren bei Gottesdiensten den Altar im hiesigen Dom St. Peter und Paul. 550 Jahre gehörten die hübschen Bronzefiguren zum Bestand der Kirche. Doch dann waren sie plötzlich weg. In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1991 brachen Unbekannte über ein Fenster in den Dom ein und entwendeten Bargeld, einen Computer mit Drucker, ein altes Kirchenbuch und vor allem die beiden bronzenen Leuchter-Engel. Über eine Alarmanlage verfügte man damals noch nicht und viel Hoffnung, die knienden Engel je zurück zu bekommen, hatte man eigentlich nicht. mehr
    • Wann genau Albert Baatz in Oberjünne die Schankwirtschaft „Zum Heidekrug“ eröffnete, lässt sich heute kaum noch nachvollziehen. Von 1923 ist häufig die Rede. Doch Burkhard Baatz ist sich sicher: „Ich werde 2027 das 100-jährige Bestehen der Gaststätte feiern“. Er ist der Enkel des ersten Betreibers und er selbst führt diese Gaststätte seit 1986. Er feierte gerade seinen 70. Geburtstag und denkt längst über den Ruhestand nach. Somit könnte die Jubiläumsfeier zugleich der Schlussstrich für diese Institution sein. mehr
    • In Berlin und Fredersdorf-Vogelsdorf gibt es Theodor-Hosemann-Straßen. In Brandenburg jedoch nicht, obwohl der Kunstmaler, Illustrator und Karikaturist im Jahre 1807 in der Havelstadt – in der Altstadt - geboren wurde. Getauft wurde er am 31. Oktober 1807 in der reformierten St. Johanniskirche. Das Stadtmuseum bzw. die Wredowsche Zeichenschule verfügen über etwa 100 Arbeiten des Künstlers, der zu den wichtigsten Vertretern des Berliner Biedermeiser gilt. Sein Erbe umfasst 6000 Grafiken und 500 Gemälde. Am 15. Oktober jährt sich sein Todestag zum 150. Mal. mehr
    • Leo Koch ist ein fast vergessener Bildhauer, der den Großteil seines Lebens im Städtchen Plaue zugebracht hat. Sein einziges noch sichtbares Werk ist das Kriegerdenkmal in Plaue. Das entwarf er im Jahre 1922. Im Mittelteil platzierte der Künstler eine fast nackte trauernde Soldatenfigur, die ein gesenktes Schwert und einen Ehrenkranz hält sowie ein Stahlhelm auf dem Kopf trägt. Auf den seitlichen Tafeln stehen die 91 Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Plauer. Die Kosten in Höhe von 31.962,50 Mark wurden damals durch Spenden gedeckt. mehr
    • Mitten im Krahner Gutspark – zwischen Sportplatz und dem Gutshaus gelegen - kann der Spaziergänger ein riesiges Grabkreuz entdecken. Dort befindet sich das Grab von Friedrich Ludwig von Rochow. Der wurde am 1. September 1858 auf Plessow geboren. Die Rochows hatten sich bereits im 16. Jahrhundert in vier Linien aufgeteilt: Reckahn, Golzow, Gollwitz und Plessow. Die Plessower Linie nutzte ab 1805 das Krahner Gutshaus als Jagdschloss und auch als Nebengut. In dem Jahr erbte der Plessower Gutsherr als Vetter von Friedrich Eberhard von Rochow, der ohne Nachkommen blieb, das Gut. mehr
    • Vor 250 Jahren entstand im unwegsamen Planebruch, zumindest erst einmal auf dem Papier, die kleine Gemeinde Lucksfleiß. Der Landbaumeister Johann Christian Friedrich Keferstein (1752-1806) fertigte damals im Auftrag der Golzower Gutsherrin von Luck einen Plan an, wie das Bruch trockengelegt und so Winterfrüchte angebaut werden konnten. Das war die Voraussetzung für die Ansiedlung von Kolonisten. Denn Ziel der Aktivitäten war die Gründung einer neuen Siedlung. An der Temnitz und der Plane wurden Schutzwälle gegen Überschwemmungen aufgeschüttet und zugleich auch Entwässerungsgräben angelegt. mehr
    • Um 1903 entstand in Kirchmöser, zu diesem Zeitpunkt hieß das Dorf noch noch Möser, das Sommerrestaurant „Seepavillon“. Dank des 1904 in Sichtweite der Gaststätte erbauten Bahnhofes und der in den Möserschen See hineinragende Steganlage für die Ausflugsschifffahrt, entwickelte sich das Etablissement in der Folgezeit zu einem der beliebtesten Ausflugsgaststätten. Auch per Rad und selbst zu Fuß kamen die Gäste. Parallel entstanden in direkter Nachbarschaft, etwas erhöht, diverse zweigeschossige Villen betuchter Brandenburger. mehr
    • Vor 450 Jahren, 1575, wurde Zacharias Gartz (1544-1586) Rektor der auf dem Gotthardtkirchplatz ansässigen Lateinschule in der Altstadt Brandenburg. Und das mit gerade einmal 31 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte der gebürtige Pritzwalker, er war Sohn des dortigen Bürgermeisters, Schulen in seiner Heimatstadt und in Magdeburg besucht und an der Universität Wittenberg ein Jurastudium absolviert, das auch Theologie und Medizin enthielt. 1571 bis 1574 hatte er bereits das Rektorat einer Pritzwalker Schule inne. Doch der Wechsel in die Chur- und Hauptstadt Brandenburg war dann doch ein echter Karrieresprung. Auch, weil er nur wenig später unter dem Bürgermeister Simon Roter auch noch das Amt des Stadtschreibers, das damals Syndikus hieß, übernahm. mehr
    • Auch schon in der Weimarer Republik hatte die Stadt Brandenburg vor allem eins: Klamme Kassen. In den 1920er Jahren plante der damalige Stadtbaudirektor Karl Erbs in prominenter Lage am Zusammenfluss von Havel und Schleusenkanal das Wohlfahrtsforum. Das Bauvorhaben war äußerst ambitioniert, wurde aber schon vor Baubeginn abgespeckt und schließlich auch nicht vollendet. Trotzdem ist der mehrteilige Komplex, ausgeführt im Bauhausstil, damals eine echte Errungenschaft gewesen. mehr
    • Raubritter gehörten um das Jahr 1400 herum in der Mark Brandenburg zum Alltag, war sogar der Herzog Johann von Mecklenburg-Stargard nicht sicher vor ihnen. Die Brüder Quitzow überfielen ihn bei Liebenwalde und hielten ihn mehrere Jahre auf Plaue gefangen. Als Sigismund im Jahre 1411 in den Besitz der Mark kam, ernannte er den Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. von Hohenzollern zum Hauptmann der Mark. „Wenn es auch ein ganzes Jahr Burggrafen regnete, so sollen sie doch in der Mark nicht aufkommen“, war der trockene Kommentar der Quitzows. mehr
    • Mit dem Bau der Doppelgemeindeschule im Jahre 1908 in der heutigen Franz-Ziegler-Straße musste auch das sich entwickelnde Umfeld erschlossen werden. Und die Schüler in der Neuendorfer Vorstadt sollten kürzere Wege erhalten. Das war die Geburtsstunde der Wredowbrücke, die damit die Wredowstraße in Richtung Wiesenweg verlängerte. Der Jakobsgraben diente zwar zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr dem eigentlichen Schiffsverkehr, doch nutzten mehrere Betriebe den Wasserarm zumindest noch als Transportweg. mehr
    • Ein Vorfahre von Norbert Fröhndrich, Johann Friedrich Seewang, hatte mit seiner ersten Frau sechs und mit seiner zweiten Frau sogar zehn Kinder. Der Pate des 10. Kindes im Jahre 1843, war kein geringerer als der König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861). „Ich will noch ermitteln, ob er das immer beim 10. Kind getan hat“, so Fröhndrich, der am Freitag im Oberjünner „Heidekrug“ sein neues Buch „Ein Dorf entsteht vorstellte. Der Wechsel der Generationen auf den Oberjünner Büdnergehöften seit 1695“. Zwei Jahre hat er daran gearbeitet. Der ehemalige Sozialamtschef der Stadt ... mehr
    • Ein Wanderer mit Spazierstock und Hut
      Marcus Alert / 20.09. / 20:01 Uhr

      Für den Plauer Künstler Dirk Harms ist Theodor Fontane (1819-1898) ein Wanderer. Und genauso hat er ihn im Jahre 2011 in Ton und Silikon geschaffen: Mit dem Hut auf dem Kopf – den er mit der rechten Hand festhält - und dem Spazierstock unter dem Arm. In der Werkstatt von Klaus Cenkier in Köpernitz wurde die 1,43 Meter große Figur schließlich in Bronze gegossen und nicht nur wie ursprünglich geplant in Ton gebrannt. Der Plauer Schloßparkverein konnte die Materialkosten von 10.000 Euro zwar nicht stemmen, doch ging der Künstler kurzerhand in Vorleistung. Seit dem 10. Juni 2012 ist der aus Neuruppin stammende Romanschreiber nun schon im Plauer Park – auf einem kleinen Sockel - als Bestandteil eines Fontane-Rundweges zu finden. mehr
    • Einst war die Ziegeleibesitzer-Villa des Hauptmanns Daude ein echter Hingucker in Götzer Berge. Bauliche Eingriffe in den DDR-Jahren wie der gläserne Vorbau, der damals moderne Zwischenbau und das dreigeschossige Bettenhaus taten dem aus der Jahrhundertwende stammenden Haus sicherlich nicht gut. Bis 1995 wurde das Gewerkschaftsobjekt noch regelmäßig genutzt. Heute verfügt die Landwerk gGmbH. über die Immobilie, zu der auch ein unter Denkmalschutz stehender Landschaftspark gehört. mehr
    • Fast 70 Jahre lang konnten die Brandenburger eine nackte Göttin bewundern. Im Jahre 1928 hatte die Stadt die Marmorskulptur der Diana von der Nationalgalerie in Berlin erworben. Ab 1950 stand sie im Theaterpark und wurde 1983 restauriert. Doch kurz nach der Wende wurde sie mit Sprühfarbe bearbeitet und der Köcher zerstört. Seit der kurz danach erfolgten neuerlichen Restaurierung steht die Göttin der Jagd nun im Sicherheit bietenden Innenhof des Stadtmuseums. mehr
    • Im Jahre 1847/48 ließ sich der Gutsbesitzer von Karow, Gustav Ludwig Graf von Wartensleben (1796-1886), auf dem Gollwitzer Berg ein recht schlichtes Jagdschloss errichten. Nach dem 2. Weltkrieg verschwand die Halle mit dem Saal, nur der Aussichtsturm blieb bis heute weitgehend erhalten. Jetzt tauchte ein Ölbildnis auf, das das Jagdschlösschen mit dem Namen „Lebenswarte“ – einem Wortspiel zu der Familie von Wartensleben - vor der Zerstörung zeigt. Das Bild hängt bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Gaststätte G. Pflaumbaum in Kade. mehr
    • Heinrich Heine löst 1960 die Familie Spitta ab
      Marcus Alert / 15.09. / 20:01 Uhr

      Vor 65 Jahren benannte Oberbürgermeister Max Herm das Spitta-Ufer in Heinrich-Heine-Ufer um. An diesem 6. Oktober enthüllte der OB um 17 Uhr die Heinrich-Heine-Büste. Die war 75 Zentimeter hoch, wog 25 Kilogramm und stand auf einem 1,50 Meter hohen Kunststeinsockel. Der deutsche Dichter verdrängte damit die Familie Spitta, die in Brandenburg eine Leim- und Lederfabrik betrieb. mehr
    • Seit gut 120 Jahren steht auf dem Götzer Berg ein Turm, der wegen seiner wichtigen Funktion immer wieder erneuert wurde. Errichtet wurde die erste etwa 30 Meter hohe Holzkonstruktion durch die trigonometrische Abteilung im Jahre 1904. Bereits im November 1905 vermeldete jedoch der „Brandenburger Anzeiger“, dass der Blitz gleich dreimal in den Turm eingeschlagen und ihn dabei erheblich beschädigt hat. Da gleich drei Hauptpfeiler in Mitleidenschaft gezogen wurden, erfolgten der Abriss und wenig später, im Jahre 1907, der nunmehr fast 50 Meter hohe Neubau. mehr
    • Vor nunmehr gut 450 Jahren passierte in der Brandenburger Neustadt ein großes Unglück: Der Turm der St. Katharinenkirche stürzte mit lautem Krachen mitten in der Nacht ein. Bis heute sind selbst die kleinsten Details der Geschehnisse bekannt. Denn der damalige Pfarrer Georg Beumichen verfasste einen Bericht, der 1726 gefunden wurde, als man den Turmknopf der Wetterfahne öffnete. Der war so interessant, dass er sogar gedruckt wurde. Und die hiesige Heimatschriftstellerin Berta Itzerott-Buchholz nahm die Geschehnisse zum Anlass, um in den 1920er Jahren ihr Buch „Der Kunstpfeifer von St. Katharinen“ zu verfassen. mehr
    • In Brandenburg erinnert zwar fast nichts mehr an Werner Mölders, doch der wohl berühmteste deutsche Jagdflieger aus dem 2. Weltkrieg ist in der Stadt kein Unbekannter. Während des Krieges war er ein Idol der Deutschen. Nach seinem Abitur an der Saldria trat er dem Militär bei. Schon im Spanien-Krieg errang er 14 Luftsiege. Im 2. Weltkrieg folgten weitere 101 Abschüsse. Nach seinem 115. Abschuss erteilte man dem Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten ein Feindflugverbot. mehr
    • Zwei Machtmenschen kämpften im 12. Jahrhundert um die damalige Brandenburg: Albrecht der Bär und Jacza von Köpenick. Die Slawenfeste waren damals heiß begehrt. Albrecht der Bär kam 1150 nach dem Tod des Heveller-Fürsten Pribislaw zwar durch Erbschaft relativ leicht an die Burg, doch Jacza, oder auch Jaxa, von Köpenick fand sich damit nicht ab. Als angeheirateter Verwandter bestand er auf das Erbe und damit auch auf die Vorherrschaft an Havel und Spree. mehr
    • Während sich Schornsteinfegermeister Johann Gottfried Bröse Mitte des 19. Jahrhunderts abrackerte, um den Marienberg gärtnerisch zu gestalten, waren es letztlich verschiedene Gastwirte, die auf dem Berg für die Ausflügler Kaffee und Kuchen bereithielten. Der erste Ausschank erfolgte in dem Gebäude, das 1832 für die Telegraphenstation gebaut worden war. Die Linie bestand bis 1852. Im Sommer 1877 war es ein gewisser Robert Fisch (1840-1903), der die kleine Kaffeewirtschaft von der Stadt pachtete. Sein Umsatz dürfte überschaubar gewesen sein. mehr
    • Um den Marienberg ranken sich zahlreiche Sagen. Demnach lebte hier vor Tausenden von Jahren das Geschlecht der Riesen. Eines Tages spielte die Tochter eines Riesenpaares im märkischen Sand und füllte dabei ihre große Schürze reichlich mit Sand. Unbemerkt schlich sich der Teufel an die junge Riesin heran. Er baute sich vor ihr auf, so dass sie sich gewaltig erschrak. Sie versuchte sofort zu flüchten, stolperte aber über eine Wurzel. Daraufhin entlud sich der gesamte Schürzeninhalt an der Stelle, wo das Mädchen gefallen war, und ein Sandberg türmte sich auf. Dieser ist heute noch der Marienberg. mehr
    • Einst erhob sich auf dem Gollwitzer Berg ein kleines Jagdschloss mit Aussichtsturm. Heute ist nur noch die Ruine des Turms vorhanden. Die steht direkt neben einem Mitte der 1990er Jahre errichteten stählernen Mast. Gebaut wurde das Jagdschloss 1847/48 durch den Gutsbesitzer von Karow Gustav Ludwig Graf von Wartensleben (1796-1886). Der preußische Generalleutnant, der ein ambitionierter Jäger war, kaufte übrigens 1848 das Rittergut Rogäsen und ließ im Jahr darauf in Zitz das Franzosendenkmal errichten. mehr
    • Das „Havelschlösschen“ ist in Brandenburg geradezu legendär. Auch, weil die am Ende der Luckenberger Straße gelegene Gaststätte so viele Jahre brach lag. Leider verschwand vor gut zehn Jahren das Schild mit dem Namen der einstigen Gastwirtschaft. Doch auch so heißt das backsteinerne Haus bei den Brandenburgern immer nur „Havelschlösschen“. mehr
    • In den Vormittagsstunden des 24. August 1965 drehten 21 Kinder des nahegelegenen Kinderferienlagers „Flax und Krümel“ des DDR-Fernsehfunks drei Runden mit einem Schwimmpanzer vom Typ PT-76 auf dem Riewendsee. Bei der vierten Runde schwappte plötzlich über eine Luke Wasser in das Fahrzeug, das ganz schnell sank. Sieben Jungen wurden mit in die Tiefe gezogen. mehr
    • Hinter Büschen und Sträuchern kaum noch zu erkennen ist die im Gewerbegebiet Reckahn stehende Dampflokomotive mit der Nummer 528156-3. Die sogenannte Kriegslokomotive wurde im Oktober 1943 von den Schichau-Werken in Elbing ausgeliefert. Das schwarze Ungetüm wiegt immerhin 84 Tonnen. Das eingetragene Denkmal steht seit mittlerweile 20 Jahren auf dem Gelände der Firma Fred Prinsen GmbH. mehr
    • Vor 15 Jahren beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Umbau des Nicolaiplatzes. Nicht jedem Abgeordneten war wohl klar, dass er damit die DDR-Kultgaststätte „Fischbratküche“ zum Abriss freigab. Bei der Planung durch die ARGE NP-Consult standen Umsteigebeziehungen und Barrierefreiheit im Vordergrund und nicht DDR-Nostalgie. So musste der runde Bau trotz Protesten letztlich weichen. mehr
    • Karl Joseph Erbs prägte von 1928 bis 1938 und dann noch einmal von 1945 bis 1947 das Brandenburger Stadtbild. Der Ingenieur fungierte in diesen Jahren in der Havelstadt als Stadtbaurat. Bis heute sind Zeugnisse seiner Tätigkeit zu finden. In seiner Regie entstand 1928/29 die alte backsteinerne Feuerwache, 1929/30 folgte gemeinsam mit Ludwig Schlegel das Wohlfahrtsforum am heutigen Messelplatz mit Turnhalle, Schwimmbad und Poliklinik sowie ebenfalls nach einem Entwurf von Erbs im Jahre 1934 die katholische Kirche St. Bernhard, die heute in der Thüringer Straße als Gemeinschaftskirche genutzt wird. mehr
    • Bulgarischer Kommunist ist auf dem Görden zu Hause
      Marcus Alert / 13.08. / 20:01 Uhr

      Der Wohnbezirks-Ausschuss 49 war es, der angeblich Ende der 1960er Jahre ein Georgi-Dimitroff-Gedenkstein anregte. So ist es zumindest in der „Chronik der Stadt Brandenburg“ nachzulesen. Einen Bezug zur Stadt Brandenburg hat der bulgarische Arbeiterführer allerdings nicht. Berühmt wurde er, als er 1933 im Reichstagsbrandprozess den Faschismus anklagte. Von 1946 bis zu seinem Tod 1949 war er Ministerpräsident der Volksrepublik Bulgarien. mehr
    • In der Dorfstraße in Zitz steht seit dem 29. April 1849 ein mit einem Eisernen Kreuz bekröntes feldsteinernes Denkmal. Der Gutsherr Gustav Ludwig Graf von Wartensleben (1798–1886), der in seiner Jugend die Ritterakademie in Brandenburg besucht hatte, ließ das zwei Meter breite und 2,50 Meter hohe Denkmal in Erinnerung an ein Gefecht errichten. Damals lag der Standort noch etwas außerhalb des Dorfes. Bei der Errichtung dürfte auch etwas Dankbarkeit dabei gewesen sein. Denn die Franzosen hätten am 24. August 1813 nach der Plünderung und Brandschatzung des Wartensleben-Dorfes Zitz sicherlich auch das benachbarte Rittergut der Familie von Wartensleben in Karow schwer geschädigt. Doch dazu kam es aufgrund des siegreichen Gefechts nicht. mehr
    • Das Vorwerk Hammerdamm aus Raseneisenstein erbaut
      Marcus Alert / 10.08. / 20:01 Uhr

      Etwas abseits von Golzow liegt das einstige Vorwerk Hammerdamm. Der Dreiseitenhof ist etwas ganz besonderes. Denn die Gebäude wurden wohl um 1858 vor allem aus schwarz-braunen großformatigen Steinen errichtet. Diese wurden in der Golzower Niederung abgebaut, bestehen die Häuser größtenteils aus dem wenig bekannten Raseneisenstein. Nur die Fenster, Türen und Tore wurden von den Bauherren, den Rochows, von roten Ziegeln eingefasst. mehr
    • Der „Bär“ war einst das erste Haus am Platz
      Marcus Alert / 07.08. / 20:01 Uhr

      Die zwei Bärenfiguren sind das Markenzeichen des einstigen „Hotels zum Bären“, das 1820 als „Hotel zum schwarzen Bären“ gegründet worden war. Neben den vornehmen Gästezimmern, die ab 14 Uhr bezogen werden konnten, verfügte das Haus in der Steinstraße 60 nach einem im Jahre 1965 erfolgten dreigeschossigen Neubau auch über ein Restaurant mit Garten, Festsälen und eine Weingroßhandlung. Nach Richard Sehnert, der das erste Haus am Platz etwa ab 1860 führte, übernahm 1894 Heinrich Schmidt die Immobilie. 1937 wurde sein Sohn Ernst neuer Hotelbesitzer. mehr
    • Ist der Marmor-Ganymed noch irgendwo eingelagert?
      Marcus Alert / 06.08. / 20:01 Uhr

      In der griechischen Mythologie entführte der Göttervater Zeus den schönen Ganymed, um ihn auf dem Olymp zu seinem Geliebten und zu seinem Mundschenk zu machen. Dagegen wissen die Brandenburger nicht, wer viele Jahrhunderte später die Marmorgestalt des Ganymed vom Marienberg gestohlen hat. Denn in den letzten Kriegstagen verschwand die Nachbildung des Wredowschen Originals spurlos, war die grazile Figur bis dahin von drei Seiten des Laubengangs umschlossen. Eine Theorie ist, dass die Skulptur, ähnlich wie der Roland, während des Zweiten Weltkrieges durch die Stadtverwaltung in Sicherheit gebracht wurde, das Wissen wo, allerdings verlorenging. mehr
    • Im Juni 1996 machten ABM-Kräfte im am Rand des Reckahner Schlossparkes gelegenen Erbbegräbnis der Familie von Rochow eine schaurige Entdeckung. Offenbar war in der kleinen Kapelle eine Schwarze Messe gefeiert worden. Am 4. Juli 1996 ging daher bei der Polizei eine Anzeige wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung ein. Mit Satansanbetern hatte die hiesige Polizei bis dahin noch nichts zu tun gehabt. Die Kriminalpolizei sicherte sofort alle Spuren. mehr
    • Während viele Brandenburger wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch nach ihrer Zukunft suchten, packte Heinz Stamnitz schon kräftig zu und gründete kurzerhand am 1. August 1945 am Molkenmarkt ein Glasergeschäft. Sein Gewerbeschein ist auf den 1. Oktober 1945 datiert. Angesichts der Zerstörungen gab es genug zu tun. Am Freitag feierte Andreas Höfer das 80-jährige Jubiläum der Glaserei Stamnitz. Er ist der Enkel des Gründers und führt den Betrieb somit in dritter Generation. Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, überreichte ihm zum Jubiläum eine Ehrenurkunde. mehr
    • Seit der Bundesgartenschau 2015 erstrahlt das einstige Werftgebäude am Packhof im neuen Glanz. Der Ansturm im Buga-Jahr war riesig und ebbte danach allerdings etwas ab. Das Restaurant „Die Werft“ strich 2023 die Segel, doch fast übergangslos wurde aus dem Ziegelbau das „Ristorante la Famiglia“. Das Gebäude war einst eine Montagehalle, beherbergte aber nach der Wende auch schon eine Markthalle und hier fanden auch Konzerte statt. mehr
    • Der letzte Slawenfürst Pribislaw, der mit seiner Taufe den Namen Heinrich annahm, soll 1150 in der christlichen St. Petri-Kapelle seine letzte Ruhestätte gefunden haben. Später wurde wohl auch seine Frau Petrissa dort beigesetzt. Bischof Wigger, der von 1138 bis 1159 dem Bistum Brandenburg vorstand, soll auch in der kleinen Kapelle seine letzte Ruhe gefunden haben. Nach einer alten Quelle befindet sich sein Grab jedoch seit dem 31. Dezember 1159 im damaligen Prämonstratenserkloster Leitzkau. mehr
    • Vor 50 Jahren wurde der auf der Brandenburger Regattastrecke stehende Ruderer in einer Berliner Gießerei in Bronze gegossen. Die Figur ist ein Werk der Künstlerin Monika Spieß. Die gebürtige Magdeburgerin hatte 1971 an der Hochschule für bildende Künste ihr Studium in Dresden abgeschlossen. Mit ihrem Mann Emil wohnte sie bereits seit 1963 in der Havelstadt. Nach der „Schwurhand“ für das Marienberg-Mahnmal zum 20. Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses war der „Ruderer“ der zweite große Auftrag der damals knapp über 30 Jahre alten Künstlerin. mehr
    • 20. Juli 1950 – einer der wichtigsten Tage in der Stadtgeschichte Brandenburgs an der Havel. An diesem Tag um 12:15 Uhr floss der erste Stahl aus dem ersten neu errichteten Siemens-Martin-Ofen I. Am 20. Juli 2025 haben wir diesen Tag gefeiert – doch, was feiern wir da eigentlich? Für Herbert Greif, den damaligen Hauptdirektor des entstehenden Stahl- und Walzwerks war die Sache eindeutig: „Schon diese Tatsache, dass über 3.000 Menschen in einem ernsthaften Bemühen, gemeinsam den Willen haben, am III. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands den ersten Siemens-Martin-Ofen in Betrieb gehen zu lassen, zeigt, dass hier nicht nur ein Stahlwerk entsteht, sondern gleichzeitig mit dem Bau des Stahlwerkes sich eine große gesellschaftliche Bewusstseinsänderung in den Köpfen der unserer werktätigen Bevölkerung vollzieht.“ mehr
    • Ein sechsjähriger Mastochse war der erste Todeskandidat, der den am 1. September 1890 in Betrieb genommenen Städtischen Schlachthof betrat. Am 3. September wurden dann die ersten beiden Schweine, die dem Krugpächter Thie gehörten, geschlachtet. Im ersten Monat des Betriebes hauchten in der heutigen Wilhelmsdorfer Landstraße 164 Rinder, 263 Kälber, 738 Schweine, 445 Schafe, zwei Ziegen und 33 Pferde ihr Leben aus. Für die Betäubung verwendet wurde zumeist eine Bolzenschuss-Anlage, später wurden die Schweine auch elektrisch betäubt. mehr
    • Ein Überbleibsel aus den DDR-Jahren ziert bis heute den Giebel der Georg-Klingenberg-Schule in der Klingenbergstraße 69. Zu erkennen sind vier Schulkinder, wobei das älteste Mädchen einen Wimpel der Jungen Pioniere schwenkt. Nach der Wende wurde das Schulgebäude inklusive des Sgraffito „Wandbild mit Pionieren“ unter Denkmalschutz gestellt. mehr
    • Selbst kleinere Orte verfügten früher über eine eigene Kirche. Das heutige Wilhelmsdorf musste allerdings über 150 Jahre warten, bis der Ort eine eigene Kirche erhielt, die schließlich 1906 geweiht wurde. Der kleine Ort wurde aufgrund eines Befehls Friedrichs des Großen (1740-1786) im Jahre 1754 gegründet. 24 Spinner wurden auf der Gemarkung des wüst gewordenen Dorfes Schmölln, unweit des Neuen Kruges, angesiedelt. Zugleich wurde eine Barchentfabrik errichtet. Der Ort erhielt damals den Namen Neudorf. 1824 erfolgte die Umbenennung in Wilhelmsdorf. mehr
    • Seinen 38. Geburtstag verbrachte der Kommunalpolitiker und spätere Brandenburger Ehrenbürger Otto Sidow in einer ungemütlichen Zelle des damals noch vorhandenen Steintores. Am 18. April 1895 hatte er eine vom Königlichen Amtsgericht verhängte sechswöchige Gefängnisstrafe wegen „Beleidigung durch die öffentliche Presse“ angetreten. Zuvor hatte er der „Brandenburger Zeitung“ ein Flugblatt beigelegt, das die Arbeiter dazu aufforderte das Lokal Gerlach zu meiden, weil der den Sozialdemokraten die Nutzung seiner Räume für Veranstaltungen verweigerte. mehr
    • Der oberirdische Zwei-Mann-Bunker auf dem Weinberg in Kirchmöser ist fast völlig zugewachsen. Der schmiedeeiserne Zaun, der das Objekt einst umgab, weist eine Vielzahl von Lücken auf. Die Sehschlitze sind in Richtung der Halbinsel Wusterau ausgerichtet. „Das ist ein DDR-Bunker, von dem aus die Munitionssprengungen auf Wusterau beobachtet wurden“, verrät der Militär-Experte Frank Brekow. Auf der Halbinsel sprengten nach dem 2. Weltkrieg erst ab 1952 die kasernierte Volkspolizei und ab 1959 das in Kirchmöser stationierte Pionierbataillon Munition und Sprengstoff. mehr
    • Im Speicher des Heeresversorgungsamtes gespielt
      Marcus Alert / 10.07. / 20:01 Uhr

      Werner Verse spielte als Kind auf dem Gelände des Heeresversorgungsamtes in der Fohrder Straße. „Wir rutschen im Speicher die Rutschen herab“, erinnert sich der heute 91-Jährige. Er war auch dabei, als am 25. April wegen der anrückenden Panzer der Roten Armee die Fohrder Brücke gesprengt wurde. „Drei Frauen aus unserem Wohnhaus inklusive meiner Mutter waren auf dem Weg zum Görden, als einige Trümmerteile in ihrer Nähe niedergingen“, so Werner Verse. mehr