Glasfasernetz für Schulen steht / WLan lässt auf sich warten

Stadtgeschehen

Erstellt: 28.09.2020 / 15:02 von cg1

Ein kurzes Stück Kabel mit einer großen Wirkung: es schließt symbolisch die Schulen der Stadt per Glasfaser an die Hochleistungsserver der Verwaltung an. Eingesteckt haben es heute Oberbürgermeister Steffen Scheller und Gunter Haase von den Stadtwerken. Vom städtischen Unternehmen mietet die Verwaltung die Infrastruktur in Form von 106,5 km Lichtwellenleitern an. Möglich sollen nun z.B. zentrale Softwareangebote und ein reduzierter Wartungsaufwand werden. Beim Termin wurde allerdings auch klar: auch flächendeckendes WLan in den Schulen muss noch lange gewartet werden.

Man habe dafür Förderanträge bei der ILB im Rahmen des Digitalpaktes gestellt, berichtet Steffen Scheller. Nun rechnen die Experten der Verwaltung jederzeit mit den Zuwendungsbescheiden, dann kann ein Ingenieurbüro für die Planung gesucht werden, welches das System mit rund 500 bis 600 Access Points konzipiert. Erst danach kann die Anschaffung per Ausschreibung in die Wege geleitet werden, bevor es dann hoffentlich Ende 2021 in allen Schulen "funkt". Dass die Planung nicht bereits abgeschlossen in der Schublade liegt, schließlich weiß man ja um den Bedarf der drahtlosen Infrastruktur, hat laut Scheller fördertechnische Gründe. Die Kosten hätte man so nicht mehr erstattet bekommen.

Die Zwischenzeit wollen die städtischen IT-Experten nutzen, um die vorhandene Technik über das aufgebaute Glasfasernetz zu zentralisieren. So können künftig Systemupdates automatisch verteilt werden, auch kann die in der Schule benutzte Software direkt auf den Verwaltungsservern laufen. Das spart ggf. auch Kosten, nicht nur, weil die bisherigen schuleigenen IT-Inseln mit Servern, Sicherungsarchitektur und Co. vor Ort nicht mehr nötig sind, sondern auch, weil die Stadt beim Lizenzkauf auf größere Volumenlizenzen setzen kann.

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