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Frauenfußball-Landesliga: 1. FFC Turbine Potsdam III und BSG Stahl Brandenburg trennen sich 1:1

Sport
  • Erstellt: 20.09.2022 / 17:01 Uhr von Martin Terstegge
Am Ende stand ein 1:1 auf der Anzeigentafel beim Frauenfußball-Landesligaspiel zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam III und der BSG Stahl Brandenburg. Für den amtierenden Meister enttäuschend, dafür bejubelte die Turbine-Elf den ersten Punkt nach sieben Jahren vergeblicher Anläufe. „Wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet, geht das Ergebnis in Ordnung“, merkte nach Spielschluss Stahl-Trainer Oliver Gühne selbstkritisch an.

Er schob es unter keinen Umständen auf das Fehlen von Cindy Wichmann, Elisa Weyand, Annika Wasserroth und Fabienne Wendt, dass hätte die angetretene Mannschaft dennoch lösen können. Dabei lief es zunächst nach Plan. In der 6. Minute kam ein Diagonalpass von Nathalie Säger genau auf Marlen Wodtke, die ließ noch eine Gegenspielerin auf ihrer linken Seite aussteigen und schob überlegt zur Führung ins lange Eck ein. Zu diesem Zeitpunkt deutete noch alles auf einen entspannten Nachmittag für Trainer Gühne und die Fans hin. Aber nur fünf Minuten später gab es die „kalte Dusche“, nicht nur vom Himmel. Die Brandenburgerinnen verloren den Ball kurz vor dem FFC-Strafraum. Ein einziger langer Schlag nach vorn brachte Kea Tammen in eine günstige Abschlussposition, die sie sich auch nicht nehmen ließ. Der neue Spielstand hieß 1:1, es waren noch 80 Minuten für den Favoriten vorhanden, das Ziel, 3 Punkte mitzunehmen aus Potsdam, umzusetzen. Doch dafür hätten die Gäste mehr Konzentration in ihren Aktionen benötigt. Immer wieder wurden die falschen Entscheidungen getroffen. Wenn ein Abspiel erfolgsversprechender gewesen wäre, gab es den Schuss, wenn sich die Lücke für ein Versuch auftat, gab es den Pass zur Mitspielerin, der häufig genug zu ungenau war. Die einzige Offensivkraft, die an diesem Tag auch den Namen verdiente, war die Torschützin Wodtke, die bei ihrer guten Chance vor der Pause, den Ball jedoch nicht richtig traf.

In der Kabine gab es deutliche Worte von Trainer Gühne, die aber keine Besserung für den zweiten Durchgang bewirkten. Die Stahl-Frauen hatten zwar eindeutig mehr Ballbesitz, machten aber nichts draus. Der Sturm blieb ohne Durchschlagskraft, weil Marlen Wodtke es allein nicht bewerkstelligen konnte.

Bis auf die Außenstürmerin erreichte kaum eine Spielerin Normalform im Gästeteam. Pech kam auch noch dazu, Mitte der zweiten Hälfte zog Jessica Finkbeiner aus 18 Metern ab, doch das Leder knallte nur an die Lattenunterkante. Es hätte aber auch ganz schlecht laufen können für die BSG Stahl. In der Schlussphase erspielten sich die Turbine-Frauen noch zwei gute Gelegenheiten, die BSG-Torfrau Faye Riedel aber vereitelte. So blieb die echte Freude beim Abpfiff lediglich bei den Potsdamerinnen, die ihr Remis wie ein Sieg feierten. Für die Brandenburgerinnen heißt es „Mund abwischen“, und beim nächsten Auftritt wieder mehr Konzentration an den Tag legen.

Die Möglichkeit die Scharte auszuwetzen ergibt sich am 30. September, dann soll die Partie gegen den SV Falkensee-Finkenkrug nachgeholt werden, die aufgrund des Landespokalspiels der 1. Männer gegen den Stadtrivalen BSC Süd 05 am kommenden Samstag (24. September) verschoben wurde

Bilder

Auf dem Archivbild ist Jessica Finkbier zu sehen, die in Hälfte 2 die Latte traf.
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