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Das Gründungsabenteuer von "BettMinton" beginnt: "Wir suchen Kontakt zum Städtischen Klinikum Brandenburg!"

Interview
  • Erstellt: 03.02.2024 / 20:01 Uhr von Antonia Wünschmann
Die “Havel Valley”-Community blickt stolz auf die vergangenen drei Monate zurück: Der Popcorn Pitch im November im Concerthaus Kino war ein Erfolg. Der Kinosaal war voll und Menschen aus unterschiedlichen Branchen haben sich verknüpft. Die Pitch-Gewinner Leon Schönberg und Rustem Gazizov überzeugten das Publikum und die Jury mit ihrem StartUp-Projekt ”BettMinton". Eine Startup-Pullerparty, die durch das Team der Havel Valley wie ein Workshop für Gründer gestaltet wurde, war ihr Gewinn. Ende Januar fand dieser Workshop im Raumquartier in der Packhofstraße statt. Meetingpoint-Redakteurin Antonia Wünschmann war dabei und hat mit den beiden Gründern über ihre Idee, ihre Ziele und ihre Herausforderungen gesprochen.
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Antonia Wünschmann: Ihr habt ein Tool entwickelt, das an das Krankenhausinformationssystem einer Klinik andockt und bei der Patientenaufnahme viele Kennzahlen aufbereitet. Könnt ihr nochmal genau erklären, welches Problem ihr mit eurer Idee lösen wollt?
Leon Schönberg: Bisher ist der Weg im Klinikalltag sehr mühsam, wenn ein Patient aufgenommen werden soll. Es gibt zwar krankenhausintern alle wichtigen Daten, diese müssen aber oft aus unterschiedlichen Listen herausgesucht und bewertet werden. Erst dann kann entschieden werden, wo ist Platz und wo kann der Patient mit seiner Erkrankung hin. Unser Tool soll die vorhandenen Daten so verständlich wie möglich aufbereiten und selbst Vorschläge machen, wohin ein Patient idealerweise kommt. Damit soll der Klinikalltag deutlich erleichtert werden.

Wie ist es euch seit dem Sieg beim Popcorn Pitch Ende November ergangen?
Sehr gut. Danach gab es echt viele Kontaktanfragen, vor allem auf LinkedIn. Die Wirtschaftsförderung Brandenburg ist auf uns zugekommen. Durch den Gewinn haben wir uns auch noch deutlich mehr Gedanken über unsere Idee gemacht und wie wir das Ganze noch besser realisieren können, weil so eine Veranstaltung natürlich Mut gibt, dass unser Projekt wirklich Realität werden kann.

Wie hat euch die Startup Pullerparty, die als Workshop gestaltet wurde, gefallen?
Rustem Gazizov: Es hat mir persönlich sehr gefallen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass so viele Leute kommen, weil wir wissen, dass jeder auch ein Privatleben hat. Wir haben uns heute mit der Unterstützung der Havel Valley einen klaren Weg definiert. Sie haben uns keine Lösungen gezeigt, sondern nur den Weg. Jetzt wissen wir, was wir auf dem Weg machen müssen, damit wir unsere Ziele erreichen können. Es waren Leute da, die Ahnung haben von Design, Leute, die Ahnung haben von Business, sowie Leute, die Ahnung haben von Krankenhäusern. Diese Vielzahl war echt toll.

Das Scheitern gehört ja auch zum Gründen dazu. Seid ihr dafür bereit?
Leon Schönberger: Ja klar, uns wurden auch die vielen Stolpersteine einer Gründung aufgezeigt. Es ist ein langer, steiniger Weg und das dürfen wir nicht vergessen. Genau dafür braucht es eben auch so eine Community wie “Havel Valley”.

Was ist jetzt euer nächster wichtiger Schritt in Richtung Gründung?
Für uns ist jetzt die Frage wichtig: Wie gehen wir auf Leute zu? Was ist unser “Call to Action”? Das ist gerade nicht “Wir wollen schon verkaufen”, sondern wir wollen erstmal Leute finden, die mit uns zusammen entwickeln. Wir haben auch schon ein klares Ziel vor Augen. 2025 wollen wir ein fertiges Produkt haben, welches schon in Betrieb ist. 2024 ist das Jahr, in dem wir Partner finden wollen. Wir suchen jetzt explizit Krankenhäuser, die mit uns zusammen das Produkt entwickeln.

Werdet ihr auch mit dem Städtischen Klinikum hier in Brandenburg zusammenarbeiten?
Das wollen wir sehr gerne! Wir haben das Klinikum schon angeschrieben, aber bisher leider keine Antwort erhalten. Aber wir bleiben dran. Wir versuchen weiter den Kontakt zum Städtischen Klinikum herzustellen. Wir suchen insgesamt nicht nur ein Partnerkrankenhaus, sondern zwei bis drei. Wir brauchen unterschiedliche Kliniken.

Bilder

(c) Kati Krüger
(c) Kati Krüger
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(c) Kati Krüger
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