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Kita-Mini-Anspruch ab Mittwoch: Stadt will mit Trägern am Montag beraten.

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Stadtgeschehen

Erstellt: 20.05.2020 / 14:12 von cg1

Die gestern verkündete neue Eindämmungsverordnung des Landes soll einen weiteren Schritt in Richtung Kita-Öffnung ermöglichen. "Die Stadt geht damit vom bisherigen Notbetrieb in einen eingeschränkten Regelbetrieb über", heißt es aus dem Rathaus. Greifen sollen die Lockerungen ab dem 27. Mai. Oberbürgermeister Steffen Scheller sagt dazu: „Unser gemeinsames Ziel ist es, möglichst vielen Kindern den Besuch der Kita zu ermöglichen."

Und er ergänzt: "Sie sollen wieder Sozialkontakte zu Gleichaltrigen aufnehmen können. Für eine bestmögliche Nutzung der Spielräume der Eindämmungsverordnung kommt es auf eine sorgfältige Vorbereitung der Konzepte, der Gruppenzusammensetzung, die Anpassung der Raumkonzepte und der konkreten Betreuungszeiten im Einzelfall und für jede einzelne der 59 Einrichtungen an. Je besser dies gelingt, umso mehr Betreuungsplätze werden dann zur Verfügung stehen. Zufall oder gar Chaos zu Beginn würden die derzeit knappen Möglichkeiten auf längere Zeit weiter einschränken. Das Jugendamt wird die entsprechenden Regelungen deshalb am Montag in einer Telefonkonferenz mit allen freien Trägern intensiv beraten, Lösungen für alle Einrichtungen finden und so vorbereiten, dass wir die Erweiterungen am Mittwoch, den 27.5.2020 in möglichst allen Einrichtungen umsetzen können.“

Hintergrund:
Es ist nach den Regelungen des Landes vorgesehen, in Abhängigkeit von den Kapazitäten in der jeweiligen Kita einen Mindestanspruch von 4 Stunden an mindestens einem Tag in der Woche für alle Kinder zu ermöglichen. Vorrang genießen Vorschüler. Voraussetzung für den Übergang in den eingeschränkten Regelbetrieb ist unter anderem die Betreuung der Kinder in einer festen Gruppe und die Einhaltung der Regelungen des Rahmenhygieneplans.
Das Land Brandenburg hat die neuen Regelungen so gestaltet, dass die Kommunen flexibel und nach der lokalen Situation über die Umsetzung entscheiden sollen. Da die Vorgaben in Bezug auf Hygiene strikt einzuhalten sind, bleibt die verfügbare Betreuungskapazität immer noch weit unterhalb des Regelbetriebes. Jugendamt und Kitaträger werden die Möglichkeiten jeder einzelnen Kita prüfen. Dabei differiert die Situation in den einzelnen Kitas sehr stark.

Deutlich wird derweil: Die konkrete Umsetzung kann sich von Kita zu Kita unterscheiden. Ursachen sind strukturelle, personelle und räumliche Voraussetzungen, die berücksichtigt werden müssen.

Für Eltern auch wichtig: Die Landesregierung hat eine Richtlinie für die Elternbeiträge bei dem neuen „Mindestanspruch“ angekündigt. Darüber wird die Stadtverwaltung zeitnah informieren.

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