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Fünf Fragen – Fünf Antworten: Rückblick und Ausblick am Brandenburger Theater

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Interview

Erstellt: 28.09.2020 / 18:00 von Helga Stöhr-Strauch

Mit einem Premierenmarathon und spannenden jungen Gastspielproduktionen startete das bt trotz Corona in die neue Spielzeit. Demnächst folgen ein Jugendtheaterstück und zwei Opern in Eigenproduktion. Was weiterhin geplant ist, verrät der Künstlerische Leiter, Frank Martin Widmaier, in der Meetingpoint-Reihe „Fünf Fragen – Fünf Antworten“.

Herr Widmaier, die neue Spielzeit begann mit vier Premieren an drei Abenden. Wie kam dieser "Marathon" beim Publikum an und was erwartet uns im nächsten halben Jahr an weiteren Highlights?
Unser Angebot wurde gut angenommen. Fast alle Vorstellungen waren ausverkauft; das heißt, jede der vier Theaterformen hat ihr Publikum gefunden. Und das war auch beabsichtigt: Ein bunter Blumenstrauß, bei dem sich jeder wiederfinden kann. Ob in einem zeitgenössischen Text wie „Judas“ oder „Norway. Today“. Oder in einem Klassiker wie „Faust“. Oder in der Operette, wo man eine Sammlung aus wunderbaren, bekannten Melodien wiedererkennt. Übrigens ist der „Judas“ im Oktober noch in der St. Katharinenkirche zu erleben. Nach der Premiere dort letzten Freitag kann ich nur empfehlen: Hingehen! Eine ganz berührende Theaterstunde mit dem Brandenburger Schauspieler Urban Luig.
Zur Frage, was noch kommen wird: Nach dem Recherchetheaterprojekt „Blühende Randschaften“ mit Lunatiks, das mir auch sehr am Herzen liegt und wo weitere Kooperationen folgen sollen, wird es ein Klassenzimmerstück zum Thema Cybermobbing geben. Wir werden somit Dienstleister sein, wo Gruppen und Schulklassen nicht zu uns kommen können. Als weitere Eigenproduktionen machen wir zwei kurze Opern. Eine von Mozart und eine von Telemann, die in diesen Corona-Zeiten von den Abstandsregeln her eher möglich sind. Unser Orchester spielt in fast solistischer Besetzung und sitzt wieder im Graben.

Wer wählt eigentlich die Stücke aus, die gespielt werden, Sie?
Ja. Das ist die Kernaufgabe des Künstlerischen Leiters: Stückauswahl, Programmgestaltung und alle Besetzungen, ob Kreativteam oder Bühnenkünstler. Hinzu kommt noch eine besondere Netzwerkarbeit. Deshalb bin ich auch in anderen Theatern unterwegs. Ich schaue mir Produktionen an, bekomme neue Eindrücke und pflege den Austausch mit Kollegen, auch im Bezug auf Koproduktionen. Das Wissen um die Stücke, die aktuelle Marktsituation und das Gespür für die richtigen Themen und ihre Besetzung sind wichtige Aufgaben der Künstlerischen Leitung am Theater. Es macht Freude, individuelle Regie-Handschriften zu ermöglichen und Kreativteams zusammenzubringen. Außerdem ist es schön, wenn man persönliches Wissen aus so vielen Jahren Theatererfahrung umsetzen kann, auch in den eigenen Inszenierungen. Und es ist meiner Meinung nach der richtige Weg, um eine Identifikation mit der Stadt herzustellen.

Stichwort: Besetzung. Woher kommen die großartigen Solisten aus dem Stück „Operette – Aber bitte mit Abstand“?
Zum Teil durch die richtigen Einladungen zum Vorsingen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns die Partnerschaft zwischen dem Brandenburger Theater und der Universität der Künste in Berlin. In deren Professorenkonferenz hat man auf meine Initiative hin eine Zusammenarbeit des Studiengangs Gesang/Musiktheater mit dem Brandenburger Theater beschlossen, so dass wir mit Studierenden und Absolventen der Universität der Künste zusammenarbeiten können. Das ist eine Win-win-Situation: Wir geben jungen Talenten die Möglichkeit, hier aufzutreten und unter professionellen Bedingungen zu arbeiten und haben somit qualitativ hochwertige Künstler, auch ohne Spitzengagen. Ich habe mich lange in anderen Häusern um Sängerbesetzungen gekümmert und gelte aufgrund meiner Hörerfahrung in der Branche als Spezialist. Und auch diese Qualifikation, die ich aus dem Musiktheater mitgebracht habe, kann ich hier sehr gut einbringen.

Wird es weitere Kooperationen mit der Universität der Künste Berlin geben?
Ja. „Bastien und Bastienne“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Pimpinone oder Die ungleiche Heirat“ von Georg Philipp Telemann. Es wird eine dramaturgische Verbindung zwischen beiden Produktionen geben. Beide Stücke werden im gleichen Bühnenbild stattfinden und auch ein Großteil der Darsteller wird in beiden Stücken zu erleben sein. Und hoffentlich nach Corona in einem Doppelabend. Aber zunächst einzeln. Besonders hervorzuheben ist, dass wir mit Sebastian Noack einen besonders versierten Solisten gefunden haben, der in „Bastien und Bastienne“ die Partie des Möchtegern-Zauberers Colas singen wird. Sebastian Noack besitzt eine große Expertise in dem was er tut. Und auch das ist Teil unseres Konzepts. Wir möchten ja, dass die jungen Sängerinnen und Sänger von einem erfahrenen Sänger innerhalb der gleichen Produktion lernen und profitieren können.

Wer wird die Opern inszenieren?
„Bastien und Bastienne“ werde ich inszenieren und die musikalische Leitung übernimmt der Cembalist Gerd Amelung, der mir als großes Talent aufgefallen ist. Die musikalische Leitung von „Pimpinone“ übernimmt die junge Elina Albach, die ebenfalls eine hochbegabte Cembalistin, Musikerin und sogar Opus Klassik-Preisträgerin ist. Regie führt hier Philina Kahl. Philina ist Absolventin der Medizinischen Hochschule in Brandenburg und war unter namhaften Regisseuren an großen Häusern als Assistentin tätig, bevor sie in Brandenburg Medizin studierte. Sie spielte die Hauptrolle in „Norway. Today“ und assistierte mir bei „Grete Minde“ und „Mein Freund Bunbury“. Jetzt soll sie eine Chance als Regisseurin bekommen. Der Sinn von Theaterarbeit liegt ja auch darin, jungen Künstlern die Möglichkeiten zu geben, sich weiter zu entwickeln. Denn zu den schönen und interessanten Aufgaben eines Künstlerischen Leiters gehört es auch, neue Talente zu entdecken.

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Bilder


  • Foto: Helga Stöhr-Strauch


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