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Vom Kaukasus an die Havel: Internationaler Austausch zu Jugendbeteiligung und Nachhaltigkeit

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 15.09.2021 / 07:30 Uhr von vf
2.700 Kilometer – so weit sind die Orte Windsor in Armenien und Sighnaghi in Georgien etwa von Fohrde entfernt. Anfang September kamen zehn Engagierte aus den drei Orten im Bildungshaus Villa Fohrde zusammen. Es war der erste internationale Austausch seit Beginn der Corona-Pandemie in Fohrde. Die jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren verbindet, dass sie Seminarhäuser in den drei Ländern betreiben. Dabei ist es ihnen wichtig, die Häuser möglichst nachhaltig zu gestalten. Yana Mkrtchyan von EcoHub aus Armenien erläutert beispielsweise: „Wir haben ein altes Sommerhaus in den armenischen Bergen umgebaut. Dabei sind die Betten aus recyceltem Holz entstanden und wir …

… betreiben eine der ersten Holzpellet-Heizungen im Land. Außerdem gestalten Jugendliche und Nachbarn aus Wanadsor das Haus mit.
Ideen von alten Fabriken bis Chachapuri 
Während ihres Aufenthalts in Fohrde sammelte die Gruppe Ideen für ihre Arbeit. Im Industriemuseum Brandenburg ging es darum, wie stillgelegte Fabriken sinnvoll genutzt werden können, denn davon gibt es auch in Armenien und Georgien viele. Im Potsdamer Haus der Natur lernte die Gruppe von Mario Sitte, wie die Regenwassernutzung dort funktioniert. Michael Lindow von den Naturfreunden Brandenburg erklärte, wie sie Wanderwege entwickeln und so Menschen für die Natur begeis-tern. Annekatrin Friedrich vom Landesjugendring Brandenburg teilte Erfahrungen darüber, wie Jugendliche sich wirkungsvoll politisch beteiligen können. 

Neben diesen Besuchen teilten die Gäste eigene Erfahrung aus der Bionik. Dabei geht es darum, was Menschen aus der Natur lernen können: Was lehren uns beispielsweisen Ameisen über gute Teamarbeit? Während des Vereinsfests der Villa Fohrde bereiteten die Gruppe zudem Speisen von Aveluk (armenische Bergkräutersuppe) bis Chachapuri (überbackenes georgisches Käsebrot) zu, knüpften Kontakte und gaben einen Einblick in den Kaukasus. 

Wanderrouten entwickeln und Austausch online fortsetzen 
„Für unser Seminarhaus Neighborhood in Georgien habe ich Ideen für neue Wanderrouten und das Konzept mitgenommen, Kurse zu Sport und Yoga mit Nachhaltigkeit zu verbinden“, sagt Projektleiterin Lika Imerlishvili. „Außerdem wollen wir noch mehr Jugendliche aus der Gemeinde dazu bringen, sich einzumischen.“ Das sei auch Ziel der Villa Fohrde, sagt Bildungsreferent Sebastian Wehrsig: „Wir ermutigen Menschen dazu, etwas gegen die Klimakrise zu tun. Dafür war der Austausch sehr hilfreich. Wir wollen die Zusammenarbeit auf jeden Fall fortsetzen.“ 

Die nächsten Schritte sind nun Online-Treffen. So lassen sich auch die rund 2.700 Kilometer zwischen der Havel und dem Kaukasus einfach und nachhaltig überwinden. 

 

Bilder

Foto: Villa Fohrde
Foto: Villa Fohrde
Foto: Villa Fohrde
Foto: Villa Fohrde
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